Print Friendly, PDF & Email

„Jeder meint, dass seine Wirklichkeit
die wirkliche Wirklichkeit ist.“
Paul Watzlawick1

Perspektivenwechsel: Eine Kunstreiterin im Zirkus. Gemälde: Le Cirque von Georges Seurat (1891). Musée d’Orsay. Franz Kafka schildert in seiner Parabel „Auf der Galerie“ eine Kunstreiterin aus 2 sehr unterschiedlichen Perspektiven: als armes, bedauernswertes und als stolzes, bewundernswertes Wesen.

Perspektiven-Wechsel ist eine zentrale Kompetenz zur Konflikt-Bewältigung. Es ermöglicht mir, den Konflikt aus mehreren Perspektiven sehen zu können und nicht die eigene Perspektive als absolut zu sehen: „Ich habe recht, der Andere hat nicht recht.“2

Erfahrungen bei der Konflikt-Moderation

Werde ich zur Konflikt-Moderation (in Unternehmen / Organisationen) eingeladen, so mache ich vor jeglicher Intervention eine Diagnose3 mit beiden Konflikt-Parteien, meist als Diagnose-Interviews (Einzel- und oder Gruppen-Interviews). Dabei verstehe ich in der Regel voll die Sicht der Gesprächspartner und wundere mich über die ‚bösartigen‘ Attacken der anderen Partei, über die berichtet wird. Führe ich dann am nächsten Tag Gespräche mit der anderen Partei, verstehe ich meist deren Sichtweise und erkenne die Anteile der ersten Partei.

Auch wenn die Darstellung etwas übertrieben ist, so werden doch im Regelfall zumindest zwei sehr unterschiedliche Perspektiven erkennbar. Beide sind nicht gelogen, aber beide heben unterschiedliche Aspekte hervor, wobei die eine Partei ihre Handlungen meist als bloße Reaktion auf die Angriffe der Anderen schildert.4. Damit hat sie nicht unrecht, aber sie erzählt (und sieht meist) nur die eine Seite.

Meine und deine Perspektive

Konflikte sind von Emotionen begleitet, was häufig die Flexibilität des Denkens beeinträchtigt. So passiert es auch sehr ‚reflektierten Menschen‘, dass sie ihren Standpunkt, ihre Version der Erzählung, ihre Perspektive absolut nehmen und Recht behalten wollen, nicht weil Sie stur sind, sondern weil sie meinen, im Recht zu sein. 5 Sie schildern jeweils ihre Sichtweise, ihre Story, ihre ‚Map‘6, ihre Konstruktion. Sie schildern nicht ‚the territory‘, nicht die Realität sondern die Map.

Formulieren Sie die (vermutetete) zweite Version

Die erste Version ist die eigene, die Story, so wie ich sie wahrnehme, meine ‚Map‘, die Schilderung der Situation aus meiner Perspektive. Beschreibung und Bewertung / Interpretation ist hier schwierig zu unterscheiden.

Die zweite Version ist die der Gegenpartei. Es ist sinnvoll und sehr hilfreich, sich auf ein Konflikt-Gespräch vorzubereiten, vor allem auch dadurch, dass man die vermutete zweite Version, die ‚empathische‘ Version versucht zu formulieren. Sie wird machmal auch als ‚referential indes shift‘ bzeichnet.7Allein durch diese Aktion kann einem Konflikt schon ein Stück Eskalations-Energie genommen werden.

Die Version des neutralen Dritten

Es gibt natürlich noch mehr Versionen. Sind die Parteien nicht nur Einzel-Personen sondern Teams, Gruppen, Abteilungen oder andere sozialen Systemen, so gibt es mehrere ‚erste‘ und ‚zweite‘ Versionen. Und Betroffene, die nicht direkt beteiligt sind, haben oft auch jeweils eigene Versionen. Wichtig ist noch eine ‚dritte Version‚, die Version eines neutralen Dritten. Ich nenne sie die „distanzierte Version„, z. B. aus der Perspektive eines Moderators, Mediators oder einer anderen neutralen Person. Sie ist deswegen distanziert, weil sie die Situation in der Regel unemotional aus einer höheren Perspektive (Berg-Perspektive, helicopter view)  sieht und schildert, z. B. in der Art: „Die beiden haben unterschiedliche Vorstellung über die Behandelung von Reklamationen. Während A möchte, dass …, will B …“. Diese Position des neutralen Dritten entspricht auch dem „neutralen Standpunkt“, wie er im hochwertigen Journalismus vertreten wird. Wikipedia hat ihn zu einem „unveränderlichen Grundprinzip“ formuliert.

„Der neutrale Standpunkt (neutrale Sichtweise; engl. Neutral Point Of View, kurz NPOV) ist eines der vier unveränderlichen Grundprinzipien von Wikipedia. Er soll im Sinne wissenschaftlicher Wertfreiheit dazu dienen, Themen sachlich darzustellen und persönliche Standpunkte aus Wikipedia-Artikeln herauszuhalten. Um das zu gewährleisten, werden Artikel quellenbasiert, im Gesamten ausgewogen und möglichst objektiv verfasst, wie im Folgenden beschrieben wird. Die Einhaltung dieses Prinzips ist eine Voraussetzung eines guten Wikipedia-Artikels.“
wikipedia: Neutraler Standpunkt.

Es ist sinnvoll, auch die distanzierte Version zur Vorbereitung eines Konflikt-Gesprächs zu formulieren, am besten schriftlich. Die dritte Version ist ist eine gute Formulierung, um den Konflikt anzusprechen, da sie neutral, nicht anklagend, ohne Vorwurf ist.

Perspektiven-Wechsel in der Literatur

Viele Literaturwerke verwenden Perspektiven-Wechsel, oft um Überraschungs-Effekte zu erzielen, aber auch, um die Zwischentöne menschlichen Miteinanders aufzuzeigen. Ein Beispiel dafür  ist Kafka’s Parabel „Auf der Galerie“8. Sie spielt in der Zirkuswelt und beschreibt einen Zuschauer, der hin- und hergerissen ist in seiner Sicht auf eine Kunstreiterin , einmal als eine bedauernswerte und vom Zirkus-Chef ‚gepeitschte‘ und gedrängte Person und zum Anderen als stolze, kompetente und bewundernswerte Künstlerin.

Hintergrund: Konstruktion der Realität

„Es gibt keine Wirklichkeit,
außer die wir uns persönlich machen.“
Paul Watzlawick1

Das Erkennen unterschiedlicher Perspektiven ist besonders wichtig aus der Sicht ‚konstruktivistischer‘ Ansätze. Sie gehen davon aus, dass wir die objektive Realität nicht erkennen können, falls sie überhaupt existiert. Wir wählen aus der Fülle der Sinnes-Eindrücke aus und konstruieren ein Gesamtbild. Wie wir Situationen, Ereignisse, Begegnungen und uns selbst erleben, hängt davon aus, was wir (unbewusst) auswählen und wie wir das bewerten. Der bekannte Spruch: „Wir bilden die Welt nicht ab, wir bringen sie hervor.“ drückt das aus.

Ob wir z. B. einen großen schwarzen Hund, der uns begegnet als liebenswertes Wesen oder als gefährliche Bestie ‚wahr‘-nehmen hängt von unserer inneren Landkarte und den darin verknüpften Begegnungen / Erfahrungen / Erzählungen mit Tieren generell und speziell mit Hunden bzw. großen schwarzen Hunden ab.

Wir alle strukturieren unsere Erlebnisse, unsere Erfahrungen, unsere Wahrnehmungen auf unterschiedliche Art und Weise. Diese Map, diese Art der Konstruktion und damit der eigenen Perspektive zu erkennen, ist wichtig, um sie auch verändern zu können, um in die Map unseres Gegenübers einsteigen zu können. Die objektive Wahrheit gibt es nicht und daher ist es sinnvoll, die eigene Realität(s-Konstruktion) nicht über die Anderer zu stellen. Meine Realität ist nicht besser als sie Anderer. Sie ist nur anders. Wohl aber gibt es unterschiedliche Nützlichkeit für unterschiedliche Konstruktionen.10

Perspektiven-Wechsel kann als Prozess des Reframings angesehen werden.  Die Perspektive des Anderen erforschen, heißt hier: Die Welt (die Situation, ein Ereignis) „aus seinem Rahmen“ zu sehen.

Perspektiven sind Wahrnehmungs-Positionen

Vor allem in therapie-nahen Ansätzen wird auch von ‚Wahrnehmungs-Positionen‘ gesprochen. Eine neue Perspektive einnehmen heißt, die (Innen- und Außen-)Wahrnehmung neu zu strukturieren. Manche dieser Positionen sind ‚assoziiert‘11, andere sind ‚dissoziiert‘12

Reframing und Perspektivenwechsel wird in vielen Ansätzen der Psychotherapie angewendet, oft sogar als ein zentrales Instrument:

„Vieles weist darauf hin, dass die Flexibilität, unterschiedliche Blickwinkel und Perspektiven auf ein Geschehen einzunehmen, eine der entscheidenden Voraussetzungen für gelungene zwischenmenschliche Kommunikation und Beziehungen ist. John Grinder, einer der Co-Entwickler des NLP, bezeichnete diese Fertigkeit als den ‚Beginn der Weisheit‚. Diese Fähigkeit, ein Geschehen von unterschiedlichen Standpunkten aus wahrzunehmen und zu bedenken, hat als Konzept der ‚Wahrnehmungspositionen‚ Eingang in den Modellfundus des NLP gefunden. “
Wolfgang Walker13 14

Wahrnehmungspositionen werden ähnlich wie die Perspektiven der Sozial-Psychologie definiert:

Wahrnehmungspositionen bezeichnen bestimmte Blickwinkel oder Perspektiven, aus denen wir eine Situation oder Erfahrung wahrnehmen. Sie dienen der Anreicherung unserer ‚inneren Landkarte‘, dem besseren Verständnis und meist auch der Schaffung neuer Wahlmöglichkeiten, die uns den Prozess der Kommunikation erleichtern.“
Ekkehart Padberg: „Wahrnehmungspositionen zur Klärung von Missverständnissen„, S. 189.

Das Konzept der Wahrnehmungs-Positionen wurde laut Robert Dilts 15 von Judith DeLozier und John Grinder formuliert16 – und zwar als Erweiterung von NLP-Konzepten (Meta-Position) und einem Konzept von Gregory Bateson, dem Konzept der doppelten und dreifachen Beschreibung.

 

 

 

Wahrnehmungs-Positionen werden auch als Sichtweisen beschrieben, meist 3 Sichtweisen: Ich – Du – neutraler Beobachter. Bestimmte Techniken, z. B. Bodenanker17

helfen, die drei Positionen klarer herauszuarbeiten und zu trennen.

„Es gibt ein Minimum von drei Sichtweisen, wie wir unsere Erfahrungen betrachten können. Man kann erstens eine Erfahrung aus der eigenen Perspektive der Ich-Position betrachten. Zweitens kann man den Blickwinkel einer anderen Person einnehmen und nach-vollziehen, wie diese Person die Situation erleben würde. Wir nennen das die Du-Position. Drittens können wir die Situation aus der Perspektive eines neutralen Beobachters betrachten. Diese unterschiedlichen Positionen einzunehmen, ermöglicht es uns, die Konfliktsituationen besser zu verstehen und ggf. aufzulösen, weil wir deutlich besser verstehen, was eine andere Person in einer bestimmten Situation antreibt.
Durch die Nutzung von Bodenankern wird mit diesem Format erreicht, die einzelnen Perspektiven klar voneinander zu trennen und so Vermischungen sowie den damit verbundenen vermischten Zustand aufzulösen. Durch das bessere Verständnis unserer „Landkarte“ der Kommunikation entstehen neue individuelle Wahlmöglichkeiten.“
Ekkehart Padberg: „Wahrnehmungspositionen zur Klärung von Missverständnissen„, S. 189.

Wahrnehmungs-Positionen incl. der Meta-Position.18
Neben den 3 Basis-Perspektiven bzw. Wahrnehmungs-Positionen werden manchmal auch noch eine 4. oder sogar 5. definiert, vor allem auch die ‚Meta-Position‘19

„Die Wahrnehmungspositionen beschreiben in der Regel den Standort aus der Ich-Perspektive, der Du-Perspektive, der Perspektive eines neutralen Beobachters und der sogenannten Meta-Position („Der Beobachter hinter dem Beobachter“). Die Wahrnehmungserweiterung hilft uns dabei, eine Vielzahl an neuen  Informationen zu sammeln und daraus zu lernen. “
Ekkehart Padberg: „Wahrnehmungspositionen zur Klärung von Missverständnissen„, S. 189.

Die Meta-Position ist eine Art Integration der anderen Positionen, eine Position über oder zwischen den widersprüchlichen Polaritäten. Grunder und Bandler beschreiben sie als Integration innerer Polaritäten oder Anteile:

„A person has achieved meta position with respect to his polarities (parts) when he has choices in his behavior (whether consciously or not) about whether he will behave in a way which is characteristic of one polarity (part) or the other in a smooth, coordinated fashion, when neither polrity (part) interrupts the other, and the client expresses both polarities appropriately and congruently. “
Grinder and Bandler, zitiert aus Robert Dilts: Perceptual Positions.

Manchmal wird auch das „Wir“ als eigene Position beschrieben.20. Die Wir-Position nimmt die imaginierte Position eines größeren Ganzen, des sozialen Systems (Team, Abteilung, Organisation, …), z. B. „Ich als Organisation würde mir wünschen, dass du die unakzeptablen Zustände bei der Geschäftsführung ansprichst.“ Manchmal wird das größere Ganze auch als „Quelle, Ganzsein, Ganzheit, Einssein“ bezeichnet. 21

Querverweise

The map is not the territory

Lösungen – unterschiedliche Facetten

Perspektiven-Wechsel – Wie gut kann ich das?

Literatur & Links

Douglas Stone, Bruce Patton, Sheila Heen: Difficult Conversations. How to Discuss What Matters Most. Pinguin. 2010. (dt.: „Offen gesagt. Erfolgreich schwierige Gespräche meistern. (Das Harvard-Gesprächs-Projekt), insbes. Kap. 8 „Getting Started: Begin from the third story“, S. 131 ff.)

Michael Carroll: Using Perceptual Positions. Aus: www.nlpacademy.co.uk. https://www.nlpacademy.co.uk/articles/view/using_perceptual_positions/.

 

Perspektiven-Wechsel in der Literatur

o. A.: Gute Bücher trainieren Perspektivenwechsel. Aus
www.tagesspiegel.de. 06.10.2013. https://www.tagesspiegel.de/wissen/gedanken-lesen-gute-buecher-trainieren-perspektivenwechsel/8892964.html.

Franz Kafka: Auf der Galerie. Inst. für Drucktechnik an d. Staatl. Kunstakad. Düsseldorf, 1974

 

Wahrnehmungspositionen (John Grinder, aligned perceptual position, meta mirror)

Judith DeLozier,  John Grinder. Turtles All the Way Down. Prerequisites to Personal Genius. Grinder & Associates, 1987.

Robert Dilts: Perceptual Positions. Aus: http://nlpuniversitypress.com.  http://nlpuniversitypress.com/html2/PaPo30.html.

Birgit Knatz, Stefan Schumacher: Mediale Dialogkompetenz. Umgang mit schwierigen Gesprächssituationen am Telefon und im Chat. Springer-Verlag 2019 (Aus dem Hintergrund der Telefonseelsorge). Abschnitt 4.6: Der Meta-Spiegel – Beziehungen neu kalibrieren (eine Übung von Robert Dilts 1996) S. 143ff.

Lutger Brüning: Der Unterschied, der den Unterschied macht. Gregory Bateson war Geburtshelfer wie Kritiker des NLP. Eine Annäherung. In: Praxis Kommunikation 5/2015, Einzelheft: Wie lade ich das Glück ein? Positive Psychologie und NLP. Junfermann Verlag. (Milton Erikson als Urvater des „Wechsels der Wahrnehmungs-Positionen / Meta-Position).

Alexa Mohl: Der große Zauberlehrling. Junfermann Verlag, 2014.

Wolfgang Walker: Das Konzept der Wahrnehmungspositionen. Aus nlp-berlin-brandenburg.de. http://www.nlp-berlin-brandenburg.de/wp-content/documents/Das%20Konzept%20der%20Wahrnehmungspositionen%20(von%20Wolfgang%20Walker).pdf.

Matthias Schwehm: Wahrnehmungspostionen 1-2-3. Aus: www.e-nlp.de. https://www.e-nlp.de/Wahrnehmungspositionen-1-2-3.html.

o. A.: Wahrnehmungsposition. Aus: https://nlpportal.org.  https://nlpportal.org/nlpedia/wiki/Wahrnehmungsposition.

o. A.: Die 3 Wahrnehmungspositionen. Aus: www.training-deluxe.de. https://www.training-deluxe.de/nlpdocs/nlp-format-die-3-wahrnehmungspositionen/.

 

Neutraler Standpunkt

wikipedia: Neutraler Standpunkt. https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Neutraler_Standpunkt.

 

Wahrnehmungspositionen und Führung

Ekkehart Padberg: Management by Excellence.
Unternehmensressourcen gezielt mobilisieren und nutzen.
Kap. „Führung und Zusammenarbeit“, (S. 177 ff),
Ekkehart Padberg: „Führung und Zusammenarbeit„, S. 177 f. (Volltext)
Ekkehart Padberg: „Wahrnehmungspositionen zur Klärung von Missverständnissen„, S. 189 ff.

Bernhard Tille: NLP-Interventionen für Konfliktmanagement. Aus: nlp-trainings-tille.de. https://nlp-trainings-tille.de/blog/nlp-konfliktmanagement/.

Bernhard Tille: Wahrnehmungspositionen. Aus: nlp-trainings-tille.de. https://nlp-trainings-tille.de/nlp-lexikon/wahrnehmungspositionen-396/.

Wolfgang Eberling: Wahrnehmungspositionen. In: Gerhard Stumm, Alfred Pritz (Hrsg.):
Wörterbuch der Psychotherapie. Springer. 200, S. 771.

Stephan Landsiedel: Wahrnehmungspositionen 1-2-3. Aus: www.landsiedel-seminare.de. https://www.landsiedel-seminare.de/nlp-bibliothek/practitioner/p-09-02-wahrnehmungspositionen-1-2-3.html.

Bernhard Tille: NLP-Interventionen für Konfliktmanagement. Aus: nlp-trainings-tille.de.  https://nlp-trainings-tille.de/blog/nlp-konfliktmanagement/.

  1. Aus: zitate.eu – watzlawick
  2.   Vgl. dazu auch das Harvard-Modell der Gesprächsführung  in Douglas Stone, Bruce Patton, Sheila Heen: Difficult Conversations
  3.   Dabei ist mir durchaus bewusst, dass jede Diagnose bereits eine Intervention darstellt.
  4.   Beide Parteien ‚interpunktieren‚ die Konflikt-Ereignisse unterschiedlich, wie es Paul Watzlawick es in seinem 3. Axiom („Kommunikation ist immer Ursache und Wirkung“)  darstellt. Vgl. dazu auch den Beitrag: Nein, ich kommuniziere nicht!.   
  5. Stone et al. widmen diesen Punkt einen Abschnitt in  mit der Überschrift „Stop arguing about who’s right: Explore each other’s stories“ im Kapitel The ‚what happened?‘ conversation: Douglas Stone, Bruce Patton, Sheila Heen: Difficult Conversations , S. 25 ff. ) 
  6.   Vgl. meinen Beitrag ‚The map is not the territory‚ 
  7. Vgl.

     

     

  8.   Franz Kafka: Auf der Galerie.  
  9. Aus: zitate.eu – watzlawick
  10.   Vgl. dazu auch Alexa Mohl: Der große Zauberlehrling, S. 234
  11.   „assoziiertheißt mit der Innenperspektive verbunden, mit dem eigenen Körper, mit den eigenen Sinnesorganen und von da aus erleben. Werden Erinnerungen assoziiert erlebt, so erinnert man sich an Ereignisse, Begegnungen, Situationen usw. so, dass ich sie aus meiner Innenperspektive erlebe: Ich stecke in meinem Körper, verbunden mit Stimmungen, Gefühle usw. und, nehme die Umwelt wahr und erlebe sie in mir. In diesem mentalen Zustand kann man natürlich nicht sein Gesicht sehen.
  12.   Im dissoziierten Zustand sehe ich mich selbst von außen (getrennt, abgespalten), in einiger Entfernung, vielleicht von oben – in einem Überblick (‚helicopter view‚).
  13.   Wolfgang Walker: Das Konzept der Wahrnehmungspositionen.
  14. Eine andere Vorstellung hatte Sokrates vom Beginn der Weisheit: „Der Beginn der Weisheit ist die Definition der Begriffe“, heißt es dort.   
  15.   Vgl. Robert Dilts: Perceptual Positions
  16.   Vgl. Judith DeLozier,  John Grinder. Turtles All the Way Down.
  17.   Eine Übung zur Verankerung der 3 Positionen (aus: Matthias Schwehm: Wahrnehmungspostionen 1-2-3.):
    1.  Erinnere Dich an eine schwierige Situation mit einem Zeitgenossen, mit dem es Dir schon häufiger schwer gefallen ist, so zu kommunizieren, wie Du es Dir eigentlich vorstellst.
    2.  Gehe in Position 1 und erinnere Dich voll assoziiert, was Du gedacht, gesagt, gesehen,gehörtund gefühlt hast.
    3.  Dann gehe in Position 2 und sehe Dich von außen mit den Augen des anderen, höre, was Du eben gesagt hast von außen und sieh Dich wie Du von außen aussiehst. Dann sage, was B gesagt hat und bewege Dich so, wie B sich bewegt hat. Bekomme ein Gefühl dafür, wie es ist, B zu SEIN!
    4.   Dann gehe in die 3. Position und sieh das Ganze in einer dissoziierten Körperhaltung von außen an und beschreibe die Situation wie ein Verhaltensforscher oder Marsmensch o.ä. Mit den neuen Einsichten über B und über die Situation als Ganzes gehe dann in Position 1. zurück und verändere Dein Verhalten entsprechend. Dann weiter in die 2. Position usw. bis Du mit der Situation zufrieden bist.
    5.  Dann TESTE das Ergebnis in der Realität!
    6.  Die drei Positionen sollten auf dem Boden als Kreis markiert sein! 

    „Für unsere Verhaltens- und Erlebensflexibilität ist es von großer Wichtigkeit, dass wir in der Lage sind, alle drei Wahrnehmungspositionen leicht und angemessen einnehmen zu können.“   

  18. aus: Ekkehart Padberg: „Wahrnehmungspositionen zur Klärung von Missverständnissen„, S. 190 
  19.   Das Format wird auch „1-2-3-Meta“ genannt.  Vgl.  Matthias Schwehm: Wahrnehmungspostionen 1-2-3
  20. Vgl. o. A.: Wahrnehmungsposition.  
  21. Vgl. o. A.: Die 3 Wahrnehmungspositionen.  

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*