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Bertolt Brecht
geb. 10.2.1898 Augsburg
gest. 14.8.1956 Berlin, Dichter, Theatertheoretiker und Regisseur.

Lösungen haben viele Facetten, unterschiedliche ‚Gesichter‘. Ein Gedicht von Bert Brecht hat mich angeregt, einige Gedanken zu ‚Lösungen‘ zu formulieren. Beginnend mit diesem Gedicht will ich einige Facetten von Problemen aufzeigen.

Lösungen sind Antworten auf Probleme12, zeigen jedoch auch auf, aus welcher Perspektive der Problem-Löser die Probleme sieht und welche Ziele und Interessen dahinter stehen. Das wird sehr gut in einem politischen Gedicht von Bert Brecht erkennbar:

Die Lösung

Nach dem Aufstand des 17. Juni
Ließ der Sekretär des Schriftstellerverbands
In der Stalinallee Flugblätter verteilen
Auf denen zu lesen war, dass das Volk
Das Vertrauen der Regierung verscherzt habe
Und es nur durch verdoppelte Arbeit
zurückerobern könne. Wäre es da
Nicht doch einfacher, die Regierung
Löste das Volk auf und
Wählte ein anderes?

Bert Brecht 1953 3

Dieses Gedicht zeigt, für wen die angebotene Lösung eine echte Lösung und für wen die Lösung ein Problem ist.45

Probleme und Lösungen als Konstruktionen

„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen,
durch die sie entstanden sind.“ (Albert Einstein)
6

Konstruktionen: Bei expressionistischen Bildern, wie „Die gelbe Kuh“ (1911) des deutschen Malers Franz Marc wird klar, dass sie Konstruktionen sind.

Wenn gesagt wurde, dass Lösungen abhängig vom Problem sind, so sollte es heißen: abhängig von der Problem-Beschreibung oder noch besser: von der Problem-Konstruktion. Denn Probleme gibt es nicht an und für sich, Probleme sind keine Realität, sie sind Realitäts-Konstruktionen. Man könnte auch sagen: Das, was wir glauben als Problem „wahrzunehmen“, was wir als Problem denken, ist auch unser Problem. Wir machen es zum Problem. Probleme sind Interpretationen, Zuschreibungen (Attributionen) keine Tatsachen. Probleme entstehen im Kopf, nicht in der Realität. Was für den Einen ein Problem ist, ist für die Andere anregend.7

Ob beispielsweise eine Auseinandersetzung als eine interessante Diskussion angesehen (konstruiert) wird oder als gefährlicher Konflikt ist eine ‚Ansichts-Sache‘ d. h. eine Konstruktion. Zu erkennen, dass Konflikt-Parteien unterschiedliche Konstruktionen, unterschiedliche Perspektiven haben, ist eine der Basis-Voraussetzungen für konstruktive Konfliktbewältigung.8  Für viele von uns sind Konflikte etwas Negatives, das Stress verursacht, Energie kostet usw. Ganz anders für eine junge Frau in einem Konflikt-Seminar. Sie sagt: „Konflikte, kein Problem. Ich bin gerne ein ‚bad girl‘.“

Es gibt nicht nur individuelle Konstruktionen sondern auch soziale und gesellschaftliche. Was beispielsweise in unseren Medien 1970 als „Ölkrise“ oder „Ölpreiskrise“ oder „Ölschock“ bezeichnet wurde, war z. B. in arabischen Ländern eine „Öl-Chance“.

Realität oder Konstruktion? Äußere oder innere Realität? Gemälde von Albrecht Dürer: Das große Rasenstück. 1503. Wien, Albertina

Auch in der Kunst, vor allem in der Diskussion um den Naturalismus wird diskutiert, was Realität und was Konstruktion ist. Ein Beispiele ist das Gemälde „Das große Rasenstück“. Es ist eine der bekanntesten Naturstudien von Albrecht Dürer (Bild rechts). Wird hier ein natürliches Stück Rasen dargestellt? Wohl kaum. Der Blickpunkt liegt zu tief (im Bild rechts unten). Es ist klar, es wurde ‚konstruiert‘, unabhängig von jeder philosophischen Position.

„Mag es sich mithin bei dem Gemälde auch um eine naturalistische Repräsentation handeln, so ist es doch ein kunstvolles Arrangement, für dessen Beurteilung … es keine Rolle spielt, ob der Eindruck des Betrachters mit einem realen Ereignis übereinstimmt… Entgegen dem Anschein also, den das Gemälde vermittelt, dient die gewöhnliche Realität nur dazu, eine bestimmte Qualität derselben hervorzuheben, die nichts mit dem tatsächlichen Existieren des Objekts oder dem erfahrungsbedingten Bezug des Künstlers zu tun hat. “ (Rudolf Altrichter: Das Mysterium der Moderne.  )

Die Romantik hat diese ‚Reflexion‘ bereits in ihr System integriert, was besonders in der „romantischen Ironie“ (z. B. der Held eines Stücks wendet sich zum Publikum und sagt: „Keine Angst, der Held stirbt nicht im 2. Akt.“). Dort findet sich auch die „Reflexion der Reflexion9

Das dahinterstehende Konzept ist der Konstruktivismus in der Philosophie10, der Psychologie11 12, der Psychotherapie13, der Pädagogik und Didaktik 14, und anderen Disziplinen.

Fixierung und Reframing

Reframing: Einen neuen Rahmen wählen

Eine konstruktivistische Methode, um adäquate Lösungen zu finden, ist das Reframing (auch „Umdeutung“ genannt). Die Lösung wird gefunden, indem wir unsere (Lebens-)Probleme, unsere (Lebens-)Situation aus einer neuen Perspektive betrachten. Den Lebensumständen wird eine neue Bedeutung gegeben, die Realitätsbeschreibung wird aus einem neuen Rahmen (frame) rekonstruiert.15 16 17 18 19

Oft führt schon die Diagnose-Frage: „Welche Vorteile bildet die gegenwärtige (als problematisch angesehene) Situation / der gegenwärtige Zustand?“ zu einer neuen Sichtweise. Jede Situation, jedes Problem hat auch Vorteile. Viele Probleme sind die Lösung vergangener Probleme. Bei jeder Lösung werden zwar neue Vorteile generiert, aber auch alte Vorteile zerstört.  Je nachdem, wie man diese Vor- und Nachteile bewertet, wird die Lösung als besser oder schlechter im Vergleich zum vorhergehenden problematischen Zustand gesehen. Es ist also immer mit zu reflektieren: „Was ist der Vorteil der gegenwärtigen Situation?) Das Nichtbeachten dieser Vorteile ist mit ein Grund, warum bei Management-Wechsel in Unternehmen regelmäßig Organisations-Strukturen verändert werden und nicht selten alte Strukturen, die vom vorigen Management geändert wurden, weitgehend wieder hergestellt werden.

Funktionale Fixierung
Das Neun-Punkte-Problem: Verbinde die 9 Punkte sind mit einem Stift durch 4 gerade Linien , ohne den Stift abzusetzen – Lösung im Anhang

Manchmal muss beim Reframing der alte Rahmen gar nicht grundlegend geändert sondern bloß erweitert werden, wie beim bekannten ‚Neun-Punkte-Problem‚, bei dem 9 quadratisch angeordnete Punkte durch 4 gerade Linien verbunden werden sollen. Die Erweiterung besteht darin, die Linien über die Punkte hinauszuziehen.20 Was uns häufig hindert, diesen Rahmen adäquat zu erweitern, oder eine neue Perspektive einzunehmen, nennt man „(Funktionale) Fixierung„: Ich beschränke mich auf mein ‚mentales Set (‚mentales Modell‘, auf Strategien / Lösungen, die ich gewohnt bin anzuwenden und die sich bewährt haben, bei der ich in einer Vielzahl von Anwendungen Erfolg hatte.21 . Die Fixierung macht es mir unmöglich, das Problem bzw. die Situation aus einer neuen Perspektive zu betrachten.

Das Kerzenproblem

Ein Beispiel dazu: Problemstellung: „Unsere Basketballmannschaft gewann letzte Woche ein Spiel mit 73:49, obwohl kein einziger Mann einen Punkt holte.“ Wie ist das möglich? Problemlösung: „In unserer Mannschaft spielten nur Frauen.“22 Funktionale Fixierung: Nur Männer spielen Basketball.

Funktionale Fixierung: Das Kerzenproblem

Das klassische Problem, an dem sich funktionale Fixierung sehr gut zeigt, ist das ‚Kerzenproblem‚, ein kognitiver Leistungstest des Gestalt-Psychologen Karl Duncker:23

Testaufbau: Eine brennende Kerze soll an einem an der Wand hängenden Korkbrett befestigt werden, und zwar so, dass das Wachs nicht auf den Boden tropft. Dem Proband stehen zur Verfügung: Das Korkbrett und die Kerze, zusätzlich eine Packung Streichhölzer und eine Schachtel mit Reißnägeln.

Lösung: Mit den Reißnägel die Schachtel an der Korkwand befestigen, Kerze hineinstellen, anzünden.

Das Persönlichkeitsmodell des Enneagramms als Persönlichkeits-Fixierung

Funktionale Fixierung:24 Die Schachtel ist nur ein Behälter für Reißnägel, hat sonst keine Funktion.

Aufhebung der funktionalen Fixierung: Reißnägel nicht in die Schachtel geben, beides getrennt hinlegen.

Was fördert Reframing / kreative Problemlösung

Zum Kerzen-Experiment wurden zahlreiche Folge-Studien durchgeführt: Einige interessante Ergebnisse waren:

  • Im Ausland leben und sich an fremde Kulturen anpassen, fördert die Kreativität.25
  • Werden für ‚richtige‘ (kreative) Problemlösung Belohnungen / Bezahlung angeboten, so verringert das die Kreativität, es gibt schlechtere Problemlösung.   26 Belohnungen fördern die funktionale Fixierung.
  • Lösungen in Gruppen fördert Kreativität im Vergleich zu individuellen Lösungen. 27
  • Die verbale Formulierung hatte starken Einfluss auf die kreative Problemlösung: „Schachtel und Reißnägel“ führte zu besseren Resultaten als „Schachtel mit Reißnägel“ (box of tacks). Bei schriftlichen Anweisungen gab es bessere Ergebnisse, wenn die Hauptwörter (Schachtel, …) unterstrichen wurden.28
  • Erwähnenswert ist noch, dass Verringerung von funktionalen Fixierungen und damit Erweiterungen und Änderungen von Rahmen (Konstruktionen) in positiven affektiven Umgebungen leichter möglich ist. In einem positiven, angenehmen Klima wird kreative Problemlösung gefördert. 29

Voraussetzung für Lösungen: Das Problem anerkennen

Nicht nur Personen, auch Sachverhalte, vor allem Probleme können abgewertet werden. Michael Schmid   unterscheidet vier Stufen der Abwertung von Problemen: Von der Leugnung der Existenz des Problems bis zur Leugnung der eigenen Anteile am Problem.30

Lösungen in der Sozial-Psycholgie und Psychotherapie

Hekate, die dunkle Schicksals-Göttin

„Die meisten Probleme entstehen bei ihrer Lösung“ (Leonardo da Vinci)31

„Jede Lösung eines Problems ist ein neues Problem“ (Johann Wolfgang von Goethe)6

Der Problemgehalt von Lösungen wird besonders von Paul Watzlawick thematisiert. Er beschreibt sehr eindringlich die ‚dunkle Seite‚ von Lösungen, er nennt sie „Hekates Lösungen3334, die Lösungen der dunklen Schicksalsgöttin Hekate. Es gilt, diesen dunklen Aspekt von ‚hellen, guten‘ Lösungen mit zu reflektieren, damit die „Lösung nicht zum Problem wird“35 36

Auch in der Psychotherapie und Familien-Beratung hat sich eine ‚Lösungsorientierung‘ etabliert. Vor allem die „Lösungsorientierte Kurztherapie37. Diese Therapieform geht davon aus, dass Menschen bereits innere Ressourcen zur Verfügung haben, um gute Lösungen zu erarbeiten. Aufgabe des Therapeuten oder Beraters ist es, diese Ressourcen zu aktivieren. Der Fokus ist dabei auf Situationen und Zeiten gerichtet, in denen die Dinge besser gelaufen sind („Ausnahmen„).38

Probleme oder Symptome?

Eine entscheidende Unterscheidung für (Problem-)Lösungen ist die zwischen Problem und Symptom. Ich habe in meinem Blog „Problemkinder als Symptomträger“ darauf hingewiesen, dass häufig sogenannte ‚Problemkinder‘ nicht das eigentliche Problem sind. Das eigentliche (Wurzel-)Problem liegt im Familiensystem, häufig in der Beziehung der Eltern zueinander. Das Kind wird nur zum Problemkind, weil es so einen Weg sieht, die Beziehung der Eltern zu kitten. So ist in jedem sozialen System zu hinterfragen: Was ist Problem und was sind Symptome?39  Häufig sind Problem-Personen Symptom-Träger eines System-Problems. 40 41

Die Ausnahme als Lösung

Wenn wir von Problemen und Problem-Lösungen sprechen, so meinen wir damit Zeiten, in denen die unerwünschte Situation eintritt, an die Problemzeiten. Häufig sind jedoch die Problemzeiten nur ein Bruchteil der problemfreien Zeiten. Es lohnt sich eine Analyse der problemfreien Zeiten, eine Analyse der Ausnahmen: Was ist da anders? Mit einer Analyse der Ausnahmen betont man die Nicht-Endgültigkeit des Problems und gewinnt Möglichkeiten zur Veränderung.42

Antworten als Lösung

Eine paradoxe aber kreative Möglichkeit zu Lösungs-Anregungen zu kommen, liefern ‚Orakel-Bücher‘, wie z. B. das von Carol Bolt: Das kleine Buch der Antworten. 43

Das Buch liefert auf jeder Seite eine Antwort,

z. B. (Beispiel 1 – 9)
  1. Geh die Sache mit Unternehmungsgeist an.
  2. Du brauchst mehr Informationen.
  3. Ändere deinen Blickwinkel.
  4. Sei großzügiger.
  5. Mach eine Liste von Gründen, die dafür sprechen.
  6. Spring über deinen eigenen Schatten.
  7. Du siehst den Wald vor lauter Bäume nicht.
  8. Bring zuerst etwas anderes zu Ende.
  9. Dein Handeln wird die Dinge besser machen.
  10. Du wirst froh sein, dass du es getan hast.
  11. Du solltest nicht darauf setzen.
  12. Im Moment ungünstig.

Zu Beginn findet sich im Buch ein Benutzer-Anleitung (Schritt 1 – 5):

                Wie Sie Das Buch der Antworten benutzen
  1. Nehmen Sie das geschlossene Buch in die Hand.

  2. Überlegen Sie sich eine Frage und konzentrieren Sie sich 10–15 Sekunden darauf. Formulieren Sie Ihre Frage als Ja-Nein-Frage.Zum Beispiel: »Ist die Arbeitsstelle, für die ich mich bewerbe, die richtige?«Oder: »Soll ich dieses Wochenende verreisen?«

  3. Streichen Sie, während Sie sich die Frage vorstellen oder sie laut aussprechen, mit den Fingern über die Buchseiten.

  4. Wenn Sie das Gefühl haben, dass der richtige Zeitpunkt gekommen ist, öffnen Sie das Buch – und die Antwort liegt vor Ihnen.

  5. Wiederholen Sie den Vorgang mit allen Fragen, die Sie stellen wollen.

Natürlich steht der rationaler Beitrag für Lösungen in dieser Anleitung zumindest in Frage. Nähert man sich jedoch dem Buch mit akzeptierender Einstellung kann das Buch helfen, den eigenen Tunnelblick zu verlassen und zu kreativen Denkanstößen für Lösungen bekommen.

Möglichkeiten es zu benutzen, wären beispielsweise:

Bei ‚geschlossenen Antworten‚ (Antworten auf geschlossene Fragen, echte Orakel-Antworten, z. B. Fragen 8-12): „Nimm an, die Anregung wäre die richtige Lösung bzw. ein geeigneter Weg zur Lösung: Wie würde die Lösung konkret aussehen? Welche Vor- und Nachteile würde sie bringen (für dich, für Andere)? Was müsste getan werden, um sie zu realisieren? …)“ Nach dieser Analyse könnte man diesen Vorschlag verwerfen, akzeptieren oder weiterhin als Alternative betrachten.

Bei ‚ambivalenten‘, uneindeutigen Antworten (z. B. Fragen 6 und 7): Nimm die Antworten, um noch mehr darüber zu reflektieren, die Dinge aus anderen Perspektiven zu sehen.

Bei Prozess-Antworten (Antworten zu deinem Vorgehen, z. B. die Fragen 1-5): Diese Antworten können die Qualität deines Vorgehens verbessern, Sie ’stimmen‘ fast immer. Nimm sie bei der Prozess-Planung auf. Beherzige sie, wenn du das nicht eh schon vor getan hast.

Meiner Erfahrung nach kann man damit Hinweise bekommen, die zum Nachdenken, manchmal auch zum Handeln, häufig auf alle Fälle zum Schmunzeln anregen können, vor allem die ‚Prozess-Antworten‘.

Kausale und finale Lösungen

Ebenso wie es bei der Erklärung von Phänomenen es die kausale und die finale Erklärung gibt, kann man auch bei den Lösungen die kausalen und die finalen Lösungen unterscheiden, je nachdem, ob man bei der Lösungs-Findung stärker die Ursachen (z. B. Probleme, Schwierigkeiten, …) oder an den Zielen ansetzt. „Es ist eine gute Lösung, weil … (die Probleme beseitigt werden)“ oder „Es ist eine gute Lösung um zu … (die diese oder jene Ziele zu erreichen.44

Handlungs-Strukturen in menschlichen Tragödien: Misslungene Lösungen

Tragödien entstehen aus schlechten bzw. einseitigen Lösungen – in der Kunst, wie in der Literatur und im Theater. Der tragische Held wird schuldlos schuldig. Hier: König Ödipus, der sich die Augen aussticht, als er sich seiner Schuld bewusst wird. Er hatte unwissend seinen Vater getötet und seine Mutter geheiratet. Bild von Albert Greiner sr. & jr.: Der niederländische Schauspieler Louis Bouwmeester als der geblendete Ödipus in Sophokles‘ Drama – ca. 1896.

In all diesen Ansätzen wird klar, dass Lösungsorientierung eine nützliche Perspektive darstellt. Vordergründige Lösungen können jedoch leicht und unbeabsichtigt zu dramatischen Ergebnissen führen. Dies wird uns auch in darstellender Kunst und Literatur widergespiegelt , wo tragische Handlungs-Strukturen in der Theorie der Tragödie analysiert werden. Der Ausgangspunkt ist häufig eine misslungene Lösung, die in die Eskalation führt. Vor allem zwei Handlungs-Strukturen (zwei Wege zu Lösungen)  führen in die Tragödie: Die Eskalations-Struktur (‚Lösungen‘ führen in die Eskalation) und die Widerspruchs-Struktur (Widersprüche zwischen Zielen oder Mittel und Zweck von Handlungen führen in die Tragödie).45

Anhang: Lösung des Neun-Punkte-Problems

Wenn man über den Tellerrand blickt, gibt zahlreiche Lösungen.

Alle erfordern mehr oder weniger einen Perspektiven-Wechsel, einen Blick über den Tellerrand.

Eine klassische Lösung:

 

 

Eine etwas kreativere Lösung:

 

Ergänzende Links und Literatur

Vera Schüerhoff: Vom individuellen zum organisationalen Lernen. Eine konstruktivistische Analyse, _Gabler 1006. DOI10.1007/978-3-8350-9024-8. Darin: Konstruktivismus: Individuelles und kollektives Wissen.

Paul Watzlawick: Anleitung zum Unglücklichsein. Piper 2013. (2010 – Lesproben).

Paul Watzlawick: Wenn die Lösung das Problem ist. Audio CD. Auditorium Verlag 1997.

Paul Watzlawick: Wie wirklich ist die Wirklichkeit. Wahn, Täuschung, Verstehen. Piper 2005. (2008) (6-1976-springer link) (Audio Verlag, 2019) Besprechung des Hörbuchs von Oliver Cech: Wie wirklich ist die Wirklichkeit. aus. wdr.de. https://www1.wdr.de/kultur/buecher/wie-wirklich-wirklichkeit-104.html.

Michael SchmidVon der Abwertung zur Lösung.   Aus: www.leadion. https://www.leadion.de/2012/08/02/Von-der-Abwertung-zur-Loesung/.

Koo van der Wal: Kausalität und Finalität. (DOI: 10.1007/978-3-658-11042-0_12). In: Koo van der Wal: Die Wirklichkeit aus neuer Sicht. pp.231-249. Aus: www.researchgate.net.
DOI: 10.1007/978-3-658-11042-0.

Winfried Berner: Finalität. Menschliches Handeln ist immer zielgerichtet. Aus: ww.umsetzungsberatung.de. 26. 3. 2015 (letzte Revision).

Martin R. Mayer: Neue Lebensperspektiven. Erfolg und Lebensfreude mit NLP. Eine verständliche und fundierte Einführung in die Kunst des Neurolinguistischen Programmierens und in die Lebenskunst. BoD – Books on Demand, 2016.

 

Lösungen mit dem Wertequadrat

Insa Sparrer, Matthias Varga von Kibéd (Zusammenstellung: Günter W. Remmert): Lösungen mit System. Methoden der Lösungsfokussierten Systemischen Strutkuraufstellungen. Wertequadrat-Aufstellung (WQA), Syllogistische Aufstellung (SyllA). Aus: http://g-remmert.info. (2001 – 2011).  http://g-remmert.info/pdf/loesungen-mit-system-wertequadrat.pdf.

 

Konstruktion in der Kunst

Rudolf Altrichter: Das Mysterium der Moderne. Über das Geheimnis als Betriebsgeheimnis der Kunst im Werk von Paul Klee. Aus: zwitscher-maschine.org. https://www.zwitscher-maschine.org/das-mysterium-der-moderne.

Oliver Kohns: Romantische Ironie und die Möglichkeit von Metaliteratur. Aus: orbilu.uni.lu. https://orbilu.uni.lu/bitstream/10993/3006/1/Kohns-Metaisierung.pdf.

 

46

  1.   Oft gibt es richtige Lösungen für das falsche Problem
  2.   Man kann ein Problem auch als „auf den Kopf gestelltes Ziel“ ansehen. Vgl. Martin R. Mayer: Neue Lebensperspektiven, Kap 3., Abschnitt „Der Ein MinutenKurs NLP“. 
  3. Bert Brecht: „Die Lösung“ in deutschelyrik.de
  4.   Der Anlass für dieses Gedicht war, dass Arbeiterproteste in der DDR am 17. Juni 1953 brutal niedergeschlagen wurden und danach Mitglied des Präsidiums der SED in einem Zeitungsartikel folgende Botschaft unter der Überschrift „Wie ich mich schäme„, an die Bauarbeiter richtete: „Da werdet ihr sehr viel und sehr gut mauern und künftig sehr klug handeln müssen, ehe euch diese Schmach vergessen wird. Zerstörte Häuser reparieren, das ist leicht. Zerstörtes Vertrauen wieder aufrichten ist sehr, sehr schwer.“ 
  5.   Brecht will mit diesem Gedicht aussagen, dass es nicht darum geht, ob das Volk das Vertrauen der Regierung verloren hat sondern umgekehrt, ob das Volk der Regierung noch vertraut.
  6.   Lösung-Zitate
  7.   Ein Beispiel: Ich erinnere mich an eine Teilnehmerin an einem Stress-Seminar.  Im Basis-Seminar hatte sie sehr über ihre Belastungen geklagt. Im Follow Up wurde am Anfang gefragt, welche Erfahrungen die Teilnehmer_innen gemacht hatten. Die Teilnehmer_in sagte: „Der Stress ist noch genauso hoch wie im letzten Jahr, aber es macht mir nichts aus. Es ist mir egal.“ Das zeigt eine Neu-Konstruktion, eine Neu-Bewertung ihrer Realitätsbeschreibung.
  8.   Vgl. dazu die Beiträge:  Konflikt-Moderation und Konflikt-Gespräch  , Perspektiven-Wechsel
  9.   Vgl. Oliver Kohns: Romantische Ironie und die Möglichkeit von Metaliteratur.  
  10.   Von den zahlreichen Versionen des Konstruktivismus in der Philosophie und Erkenntnistheorie sei ein Werk zum ‚Radikalen Konstruktivismus ausgewählt:  Heinz von Foerster, Bernhard Pörksen; Hans Rudi Fischer (Hrsg.): Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners. Gespräche für Skeptiker. 8. Auflage. Carl Auer, Heidelberg 2008  Vgl. auch die Übersicht in Bernhard Porksen (Hrsg.): Schlüsselwerke des Konstruktivismus 
  11.   Zum Konstruktivismus in der Psychologie vgl. Juan Balbi: Epistemological and theoretical foundations of constructivist cognitive therapies: post-rationalist developments. Hrsg.: Dialogues in Philosophy, Mental and Neuro Sciences. 2008, S. 15–27,  Jonathan D. Raskin: Constructivism in psychology: personal construct psychology, radical constructivism, and social constructionism. Hrsg.: American Communication Journal. 2002. 
  12.   Eine konkrete konstruktivistische Theorie in der Psychologie ist z. B. die Theorie der persönlichen Konstrukte von George Kelly: Je nachdem welche Erwartungen wir an Personen, Ereignisse usw. stellen (konstruieren) fühlen wir uns besser oder schlechter. Die (konstruierten) Erwartungen beeinflussen unser Erleben, Fühlen und Verhalten. (Vgl. George A. Kelly: Die Psychologie der persönlichen Konstrukte
  13.   Ein konstruktivistischer Ansatz in der Psychotherapie ist z. B. Robert A. Neimeyer, Jonathan D. Raskin: Constructions of disorder: meaning-making frameworks for psychotherapy. Hrsg.: American Psychological Association. 2000 (Ansatz dieser Therapierichtung: Wie nimmt die Klient_in die Lebensereignisse wahr und wie interpretiert sie sie? Eine alternative Interpretation könnte Erleichterung oder Lösungen bringen.) 
  14.   Im Konstruktivismus der Pädagogik und Didaktik wird Lernen nicht als passives Abbilden von Wissen gesehen sondern als aktiver Konstruktionsprozess. Lernende erlernen neues Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, indem sie sich dieses Wissen mit ihren bisherigen Wissen aktiv aneignen – Lernen als aktives Konstruieren im Gegensatz zu Lernen als passives Abbilden (vgl. dazu Robert Kegan: The evolving self: problem and process in human development. Harvard University Press (Kegan untersucht nicht enge, schlische Lernprozesse sondern weite menschliche Entwicklungsprozesse), Qiong Jia: A Brief Study on the Implication of Constructivism Teaching Theory on Classroom Teaching Reform in Basic Education. In: International Education Studies. Band 3, Nr. 2, 16. April 2010
    Zum Konstruktivismus im sozialen Lernen vgl. Angela M.O’Donnell, Johnmarshall Reeve, Jeffrey K. Smith: Social learning theory, complex cognition, and social constructivism. Hrsg.: Educational psychology: reflection for action (Bezug zum schulischen Lernen).
    Zum Konstruktivismus in der Didaktik vgl. Peter Posch, Wildfried Schneider, Waltraud Mann: Unterrichtsplanung. Manz Verlag. Carmela Aprea: Aufgabenorientiertes Coaching in Designprozessen. Otmar Pichler: Thematische Strukturen in der Betriebswirtschaftslehre. Dissertation an der WU Wien.
    Das große Konzept hinter diesen pädagogischen Ansätzen ist die kognitive Entwicklungspsychologie von Jean Piaget, der  davon ausgeht, dass Lernen und Entwicklung eine Interaktion ist und zwar zwischen Individuum und Umgebung. Vgl. Jean Piaget: Handbook of child psychology: formerly Carmichael’s Manual of child psychology 1. 1983. Jean Piaget: The child’s conception of the world.
  15.   Zum Reframing vgl. Milton Erickson, und Sidney Rosen (Hrsg.): Die Lehrgeschichten von Milton H. Erickson. Salzhausen 1994, Iskopress,  Bandler, Richard und John Grinder: Reframing. Ein ökologischer Ansatz in der Psychotherapie (NLP). Paderborn 1985, Junfermann (8. Auflage 2005) Watzlawick, Paul: Lösungen, Zur Theorie und Praxis menschlichen Wandels, Hans Huber Verlag, Bern Göttingen Toronto, 1992 (Kap. 8 „Die sanfte Kraft des Umdeutens“), Gregory Bateson: Ökologie des Geistes, Virginia Satir, M. Baldwin. – Familientherapie in Aktion, die Konzepte von Virginia Satir in Theorie und Praxis, Junfermann Verlag 1991, Schlippe, A. / Schweitzer, J. (2012): Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung, Göttingen (Vandenhoeck & Ruprecht) 1997, K. Reich Methodenpool. Reframing 
  16.   Beispiele für Reframing sind: „Scherben bringen Glück“, „Wer weiß wozu es gut war“, …
  17.   Praxis-Beiträge im Internet: Tania Konnerth: Die Kunst des “Reframings”.  Kornelia B.: Das Problem aus systemischer Sicht und ReframingSchlippe v. & Schweitzer: Ein systemisches Verständnis von „Problemen“, 2016 
  18.   Vgl. auch Brigitte Schiffner: Einladung zur Systemischen Supervision, S. 70 f.
  19.   Hinweise zum (Re-)Framing finden sich auch in den Beiträgen zum Abilene Paradoxon, zum Perspektiven-Wechsel, zu Lösungen, zur ‚Map‚ und zur Paradoxen Intervention, auch zu Geschwister-Konstellationen
  20.   Sam Loyd: Sam Loyd’s Cyclopedia of 5000 Puzzles, Tricks, and Conundrums With Answers 
  21.   Vgl. Gabriele Amann, Rudolf Wipplinger: Abenteuer Psyche 
  22.   entnommen aus Robert W. Weisberg: Kreativität und Begabung 
  23.   beschrieben wird das Kerzen-Experiment in Daniel Biella / Wolfram Luther: A synthesis model for the replication of historical experiments in virtual environments. In: Dan Remenyi (ed.): Proceedings of the 5th European conference on e-learning, UK, 11-12 September 2006,  S. 19 – 28, S. 23 ff. Vgl. auch K. Duncker: On problem-solving. Ebenso: Positive Affect and Organization. In: Richard E. Snow and Marshall J. Farr (Hrsg.): Aptitude, Learning, and Instruction Volume 3: Conative and Affective Process Analysis. Routledge, 1987 
  24.   Die funktionale kann als eine Form der mentalen Fixierung angesehen werden, wie sie auch in der Persönlichkeits-Psychologie diskutiert wird, z. B. im Persönlichkeits-Modell des Enneagramms. – vgl. den Blog Enneagramm  
  25.   vgl. William W. Maddux, Adam D. Galinsky: Cultural orders and Mental Barriers:The Relationship Between Living Abroad and Creativity 
  26.   Glucksberg, S. (1962). „The influence of strength of drive on functional fixedness and perceptual recognition„. Journal of Experimental Psychology. 63: 36–41  vgl. auch den inspirierenden Vortrag von Dan Pink: The puzzle of motivation.  
  27.   Joachim Ramm,   Sigve Tjøtta, Gaute Torsvik:  Incentives and creativity in groups 
  28.   Vgl. Richard E. Snow, Marshall J. Farr:  Conative and Affective Process Analysis   , vgl. auch ipfs: candle problem   
  29.   Alice M. Isen, Kimberly A. Daubman, Gary P. Nowicki: Positive affect facilitates creative problem solving. In: Journal of Personality and Social Psychology. Band 52, Nr. 6, Juni 1987, S. 1122–1131
  30.   Vgl. Michael SchmidVon der Abwertung zur Lösung
  31. Aus: o. A.Lösung-Zitate
  32.   Lösung-Zitate
  33.   Zu den Hekate-Lösungen vgl. Paul Watzlawick: Vom Schlechten des Guten oder Hekates Lösungen.  Er bezeichnet diese Lösungen als „Patendlösungen“ (eine Mischung aus Patent-Lösungen und End-Lösungen) 
  34.   Hekate war eine der ursprünglichen, vorolympischen Göttinnen, eine ‚Magna Mater‚ (große Mutter) und die einzige Titanin, die auch in der Herrschaft der olympischen Göttern ihre Unabhängigkeit bewahrt hat. In Hesiods Theogonie wurden mehr die positiven Seiten der „dreifachen (Mond-)Göttin“ (Der Held begegnet ihr als Jungfrau, Mutter und alte weise Frau). Später wurde Hekate mehr in ihrer dunklen Gestalt als Göttin der Zauberkunst, der Totenbeschwörung und des Spunks, als Göttin der Hexen beschrieben und gefürchtet. Manchmal wird das auch der patriarchalisch-hellenistischen Denkweise und Gesellschaftsform zugeschrieben. vgl. z. B. Thomas Lautwein: Hekate, die dunkle Göttin. Geschichte und Gegenwart. Edition Roter Drache, Rudolstadt, 2009, anthrowiki: Hekate  
  35.   Vgl. dazu z. B.das youtube-Video von Paul Watzlawick: Wenn die Lösung das Problem ist. vgl. auch  Lösungen: eines der Basiswerke von Paul Watzlawick (mit John H. Weakland und Richard Fisch) mit dem Untertitel „zur Theorie und Praxis menschlichen Wandels“. Auch  Paul Watzlawicks „Anleitungen zum Unglücklichsein“ beschäftigen sich mit diesem Thema
  36.   Sehr interessant ist auch das ‚Reteaming-Konzept‚, ein Methoden-Repertoire der lösungsorientierten Beratung und Psychotherapie (vgl. Wilhelm Geisbauer (Hrsg.) Reteaming. Methodenhandbuch zur lösungsorientierten Beratung
  37.   auch  „LFT„, Lösungsfokussierte Therapie genannt. Sie stammt von Steve de Shazer und anderen. 
  38.   Vgl. z. B. Steve De Shazer: Wege der erfolgreichen Kurzzeittherapie. Steve De Shazer: Muster familientherapeutischer Kurzzeit-Therapie . Viele Konzepte des Konstruktivismus sind in die „Systemische Therapie“ eingeflossen. Vgl. z. B. Jochen SchweitzerJulika Zwack: Grundlagen der systemischen Therapie 
  39.   Vgl. P. Gomez, G Probst: Praxis des ganzheitlichen Problemlösens, S. 38 ff. („Die Unterscheidung zwischen Symptom und Problem ist grundlegend für den ersten Schritt des Problemlösungsprozesses. Sie wird das Vorgehen entscheidend prägen.“ S. 38). Vgl. auch Arthur Primus: Optimierung von Problemlösungsprozessen durch Wissensmanagement. S. 74 ff., Vgl. auch Heinz Franke: Problemlösen in Gruppen. Veränderungen im Unternehmen zielwirksam realisieren.  Franke weist darauf hin, dass häufig in der Formulierung des Problems bereits die (einzig mögliche) Lösung enthalten ist. Für wirksames Problemlösen ist das hinderlich. (S. 219 ff.) 
  40.   Zu Problem-Personen als Symtom-Träger vgl. z. B.  Kommescher, G. / Witschi, U. (1992): Die Praxis der systemischen Beratung. In: Organisationsentwicklung Zürich, Heft 2, vgl. auch Brigitte Schiffner: Einladung zur Systemischen Supervision. S. 11 f.
  41.    Schulz von Thun unterscheidet in Symptomträger und Wurzelträger (Schulz von Thun, F. (2004). Klarkommen mit sich selbst und anderen: Kommunikation und soziale Kompetenz. Reden, Aufsätze, Dialoge. Reinbek: Rowohlt, S. 119, vgl. auch thur: Systemische Sicht
  42.   Vgl.Paul Gamber: Systemische Therapie für Dummies, S. 97 ff. 
  43.   Das Buch gibt es auch in einer ‚Westentaschenausgabe‚  
  44.   Die historischen Wurzeln der Diskussion um Kausalität und Finalität gehen weit zurück:

    „Die Unterscheidung von kausalen und finalen Erklärungen ist in der Wissenschaftsgeschichte schon sehr alt. Bereits Aristoteles unterschied (unter anderem) zwischen der „causa efficiens“ (Wirkursache) und der „causa finalis“ (Zweckursache). Der Begründer der Individualpsychologie Alfred Adler (1870 – 1937) erkannte, dass finale Erklärungen weitaus nützlicher sind, um menschliches Handeln zu verstehen, als kausale. Ein Beispiel seines Schülers Rudolf Dreikurs (1897 – 1972) verdeutlicht den Unterschied:
    Wenn eine Frau in einem Vortrag aufsteht und den Raum verlässt, dann ist die kausale Erklärung, dass sie hinausgeht, weil sie Durst hat, wenig befriedigend: „Die Tatsache, dass die Dame durstig war, erklärt gar nichts. Es bedeutet nicht, dass sie hinausgehen musste. Aber wenn sie ein Glas Wasser haben will, muss sie hinausgehen.“ (Dreikurs 1933, 2002, S. 54). Mit anderen Worten, aus seinem Zweck, seiner „Finalität“, seiner Absicht erschließt sich das Handeln von Menschen besser und vollständiger als aus seinen „Gründen“, seiner Kausalität. “ Winfried Berner: Finalität

  45.   Rolf Breuer:

    „Es ergeben sich zwei Grundformen tragischer Handlungsstrukturen: einmal die Eskalationsstruktur, zum anderen die Widerspruch-struktur. Der erste Typ betrifft in die Katastrophe eskalierende Handlungen als Vorgänge, bei denen der Rückkopplungs‐Charakter der Ursache‐Wirkungs-Verkettung unterschätzt wird. Der zweite Typ betrifft Widersprüche zwischen den jeweiligen Zielen mehrerer Handlungen bzw. zwischen Mittel und Zweck einer Handlung.“
    (Rolf Breuer: Handlungsstrukturen der Tragödie. Vgl. auch Hans-Dieter Gelfert: Die Tragödie. Theorie und Geschichte, S. 161 ff.  

  46.   To do: Integriere Werte- und Entwicklungsquadrat 

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