Dilemmata, Ambiguitäts-Toleranz und Führung

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Dilemmata, Ambiguitäts-Toleranz und Führung

„Wenn ich denke,
dass ich nicht mehr an dich denke,
denke ich immer noch an dich.
so will ich denn versuchen,
nicht zu denken.
dass ich nicht mehr an dich denke.“
Zen Spruch1

 

Besonders wichtig ist Ambiguitätstoleranz bei Führungskräften. Führung ist immer mit Widersprüchlichkeiten, Dillemmata und Paradoxien verbunden. Diese unauflösbaren Paradoxien zu erkennen, zu akzeptieren und dabei handlungs- und entscheidungs-fähig zu bleiben ist im Führungsprozess entscheidend. Verstärkt wird die Ambiguität, wenn die Widersprüchlichkeit (in der Kommunikation) nicht offengelegt und diskutiert werden dürfen, man nennt sie seit Chris Argyris ‚mixed messages2 Oskar Neuberger vertritt die These,

„… dass Dilemmata und Paradoxa im Managementprozess unausweichlich sind“ (2002, S. 359) … und
„dass Vorgesetzte notwendig in Widersprüchen leben müssen, aus denen es keinen eindeutigen und gesicherten Ausweg gibt. Die innere Zwiespältigkeit des Führen fordert Kompromisse zwischen Alternativen, die jeweils beide unverzichtbar sind“.
3

Eine Liste mit Führungs-Dilemmata befindet sich im Anhang unten.

Karl E. Weick4 hat diesen Umgang mit Ambiguitätstoleranz (von Führungskräften) mit Prozessen von sensemaking und sensegiving beschrieben.

  • Die Aufgabe von Führungskräften ist es, widersprüchliche Informationen zu erkennen, aufzunehmen, zu analysieren, zu akzeptieren, dass sie unvollständig und widersprüchlich in Bezug auf notwendige Entscheidungen sind (sensemaking)
  • und daraus klare Orientierungen zu gewinnen und an die Mitarbeiter_innen weiterzugeben und so ihnen klare Richtlinien und Orientierungsrahmen zur Verfügung zu stellen (sensegiving).

Mit dem Konzept Ambiguitäts-Toleranz (Umgang mit mehrdeutigen, ambiguitiven Situationen) ist das der Ambivalenz-Toleranz verwandt. Während jedoch Ambiguität die kogntive Qualität des Umgang mit Mehrdeutigkeit („doppelter Sinn“ – „die Situation ist mehrdeutig, ich kenne mich nicht aus“) betont,  enthält die Ambivalenz die affektiv-emotionale Qualität („doppelte Valenz“: die Situation lässt zwiespältige Gefühle in mir entstehen5

Moralische Dilemmata

Mit Dilemmata hat sich von je her die Philosophie beschäftigt, vor allem mit moralischen Dilemmata – die Ethik und Moral-Philosophie. Moralische Dilemmata  entstehen, wenn wir vor einer Entscheidung stehen und alle Alternativen moralisch bedenklich sind.6  7Aber Dilemmata sind keine philosophisch-abstrakte Angelegenheit. Sie werden z. B. sehr konkret im Rahmen aktueller Digitalisierungs-Debatten, z. B. mit autonomes Fahren bzw. selbstfahrenden Autos. Wie soll der Algorithmus entscheiden, wenn vor dem Auto plötzlich eine Kindergruppe auftaucht. Bei Vollbremsung ist ein Auffahrunfall mit den dahinter fahrenden Autos unvermeidlich und das Leben der Mitfahrer ist in Gefahr – eventuell auch der Fahrer und Mitfahrer dahinter fahrender Autos. Erfolgt keine Vollbremsung ist das Leben der Kinder in hohem Ausmaß in Gefahr.8

Wie entscheidet man in moralischen Dilemmatas?  – Beispiele

Es sind vor allem drei Faktoren, die für Entscheidung in Dilemmatas ausschlaggebend sind:9

  • Welche Konsequenzen sind mit der Entscheidung / dem eigenen Handeln verbunden?
  • Muss ich eingreifen oder kann ich auch gewähren lassen?
  • Wie definiert die Gesellschaft, was moralisch richtig ist.

Trolley-Dilemma

Viele Dilemmata handeln dvon, ob man Menschenleben aufwiegen kann. Ein klassisches Beispiel ist das Trolley-Dilemma:

„Ein Straßenbahnwagen ist außer Kontrolle geraten und rast auf fünf nichtsahnende Bahnarbeiter zu. Sie, als Beobachter, stehen an einer Weiche und könnten den Wagen auf ein anderes Gleis leiten, auf dem aber ein Bahnarbeiter steht. Sie würden fünf Menschenleben retten, aber eines opfern. Entscheiden Sie sich, die Weiche umzulegen?“10

Die meisten Menschen sagen aus, sie würden die Weiche umlegen, um einen zu töten und 5 zu retten.

Chirurgen-Dilemma

Ganz anders sieht die Situation aus, wenn man das Experiment variiert – in den medizinischen Bereich.
Das Chirurgen-Dilemma: Ein Chirurg betreut 6 schwerkranke Patienten. Er könnte 5 Patienten retten, wenn er einen tötet und ihm die Organe für die anderen entnimmt. Hier entscheiden sich die Meisten für ‚Nicht-Handeln‘: Den einen nicht töten, um die 5 zu retten.

Corona-Dilemma

Vor ähnlichen Situationen standen Regierungen, wenn es in der Corona-Krise  darum ging, zu bestimmen, wie stark und wie lange welche Einschränkungen gegen die Ansteckung mit COVID 19 entschieden wurden. Das Risiko von Ansteckungen und damit auch die Todesrate stand den Verlusten von Lebensqualität, demokratischen Rechten und ökonomischen Ergebnissen (incl. ökonomischen Überleben) gegenüber.

Auch Ärzte standen vor grundlegenden Dilemmas, wenn, wie in einigen Ländern das Gesundheits-System überfordert war und Ärzt entscheiden mussten, wer ein Notfallsbett mit Beatmungs-Maschine bekam und damit wesentlich bessere Überlebens-Chancen hatten, als solche, die das nicht bekamen. Dabeiwurde diskutiert, ob jüngere Leben mehr wert sind als ältere und auch ob man Menschnleben ökonomisch aufwiegen kann.

Moralischer Entwicklungs-Stand von Personen

Je nachdem wie Menschen in moralischen Dilemmatas entscheiden, lässt sich der moralische Entwicklungs-Stand eines Menschen einschätzen. Lawrence Kohlberg hat dazu ein Modell auf der Basis des allgemeinen Entwicklungsmodells eines Menschen von Jean Piaget entwickelt. Es reicht vom bloßen Vermeiden von Strafen (der Eltern eines Kleinkindes) über die Berücksichtigung vom gemeinschaftlichen / staatlichen Interessen über die eigenen Interessen bis zur Entwicklung hoher moralischer Werte.

Anhang: Führungs-Dilemmata

Querverweise

Normopathie.

Die autoritäre Persönlichkeit.

Übergang zur neuen Führungskraft – Wie soll man mit Geheimnissen umgehen?.

Beiträge zum polaren Denken

Literatur und Links

Wertequadrat

Schulz von Thun: Das Werte- und Entwicklungsquadrat. Aus schulz-von-thun.de. https://www.schulz-von-thun.de/die-modelle/das-werte-und-entwicklungsquadrat.

Ambiguitätstoleranz

Else Frenkel-Brunswik: Intolerance of Ambiguity as an Emotional and Perceptual Personality Variable. Interrelationships Between Perception and Personality. Inst. of Child Welfare, 1949. (Klassiker, Entdeckerin der Ambiguitätstoleranz).

Steven Bochner: Defining intolerance of ambiguity. The Psychological Record, 15(3), 393–400.(1965). Aus: link.springer.com. https://link.springer.com/article/10.1007/BF03393605. https://doi.org/10.1007/BF03393605.

Georg Müller-Christ, Gudrun Weßling: Widerspruchsbewältigung, Ambivalenz- und Ambiguitätstoleranz. Eine modellhafte Verknüpfung. In: Georg Müller-Christ, Lars Arndt und Ina Ehnert (Hrsg.): Nachhaltigkeit und Widersprüche: Eine Managementperspektive. Lit Verlag, Juli 2007, ISBN 978-3-8258-0614-9, S. 180–197. Aus: sfb637.uni-bremen.de. uni-bremen.de. http://www.sfb637.uni-bremen.de/pubdb/repository/SFB637-A2-07-006-IIIA.pdf.

Lothar Krappmann: Soziologische Dimensionen der Identität. Strukturelle Bedingungen für die Teilnahme an Interaktionsprozessen. Klett-Cotta, 2000. (Kap. 4.3. Ambiguitätstoleranz und Abwehrmechaismen (als identitätsfördernde Fähigkeit, S. 150 ff.)

Georg LindSoziale Aspekte des Lernens. Ambiguitäts-Toleranz (1987). In: Barbara Dippelhofer-Stiem, Georg Lind (Hrsg.): Studentisches Lernen im Kulturvergleich. Ergebnisse einer international vergleichenden Längsschnittstudie zur Hochschulsozialisation. S. 24 – 42. Aus: uni-konstanz.de. https://www.uni-konstanz.de/ag-moral/pdf/Lind-1987_Ambiguitaetstoleranz.pdf.

Astrid von Friesen: Der fatale Wunsch nach Eindeutigkeit. Aus:  www.deutschlandfunkkultur.de. 10. 10. 2019.

Wolfgang Streitbörger: Mut zur Mehrdeutigkeit,. Aus: swr.de. 7. 6. 2019.

Wolfgang Streitbörger: Ambiguitätstoleranz. Lernen, mit Mehrdeutigkeit zu leben. In: Deutschlandfunk Kultur. 8. 1. 2020. https://www.deutschlandfunkkultur.de/ambiguitaetstoleranz-lernen-mit-mehrdeutigkeit-zu-leben.976.de.html?dram:article_id=466828.

Thomas Bauer: Die Vereindeutigung der Welt. Über den Verlust an Mehrdeutigkeit und Vielfalt. [Was bedeutet das alles?]. Reclam Verlag, 8. Auflage. 2018. Besprechung von Marion Schenk: Was Führung braucht. Ambiguität & Ambiguitätstoleranz. Aus: www.sifb.de.

Adrian Furnham, Tracy Ribchester. Tolerance of ambiguity. A review of the concept, its measurement and applications. Current Psychology 14, 179–199 (1995). Aus: linkspringer.com.  https://doi.org/10.1007/BF02686907.

Adrian Furnham, Joseph Marks. Tolerance of ambiguity. A Review of the Recent Literatur. In: Psychology 04(09): S. 717-728. September 2013.  Aus: researchgate.net. DOI: 10.4236/psych.2013.49102. (full text in researchgate). https://www.researchgate.net/publication/276494025_Tolerance_of_Ambiguity_A_Review_of_the_Recent_Literature.

o. A.: Ambiguity tolerance–intolerance. Aus: en.wikipedia.org. https://en.wikipedia.org/wiki/Ambiguity_tolerance%E2%80%93intolerance#cite_ref-BOCHNER,_S._1965_5-0.

Siegfried Schumann: Persönlichkeitsbedingte Einstellungen zu Parteien. Der Einfluß von Persönlichkeitseigenschaften auf Einstellungen zu politischen Parteien. Walter de Gruyter, 2016. (Zusammenhang von Ambivalenztoleranz und Einstellungen zu Parteien / Wahlverhalten, insbes. 79 f.). Vordiplomarbeit. Grin. 2003.

 

Ambiguitätstoleranz und Führung / Management

Anil K. Gupta, A., V. Govindarajan (1984): Business unit strategy, managerial characteristics and business unit effectiveness at strategy implementation. Academy of Management Journal, 27, 1984, S. 25-41. doi:10.2307/255955. https://www.jstor.org/stable/255955. (Aus: Scientific Research).

 

 

Messung der Ambiguitäts-Toleranz

Jack Reis: Ambiguitätstoleranz. Beiträge zur Entwicklung eines Persönlichkeitskonstruktes. Asanger. Heidelberg 1997.

Jack Reis: Inventar zur Messung der Ambiguitätstoleranz (IMA).  Asanger. Heidelberg 1996. (Arbeiten aus dem Institut für Psychologie der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main, Institut für Psychologie.)

M. Radant,  Dalbert, C.: Zur Dimensionalität der Ambiguitätstoleranz. Aus: dgps.de. https://www.dgps.de/fachgruppen/diff_psy/Tagung/radant_dalbert.htm.

Stanley Budner: Intolerance of ambiguity as a personality variable. In: Journal of Personality. 30, 1962, S. 29–50. doi:10.1111/j.1467-6494.1962.tb02303.x. Aus: Wiley Online Library. https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/j.1467-6494.1962.tb02303.x.

Jack Reis: Inventar zur Messung der Ambiguitätstoleranz (IMA-40). Inst. für Psychologie, 1991. (Arbeiten aus dem Institut für Psychologie der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main, Institut für Psychologie.) (Inhaltsverzeichnis) (testzentrale) (Manual)

Matthias Radant, Claudia Dalbert: Zur Dimensionalität der Ambiguitätstoleranz. Aus: wcms.itz.uni-halle.de.  https://wcms.itz.uni-halle.de/download.php?down=2573&elem=1070746.

Susanne Schlink, Eva Walther: Kurz und gut. Eine deutsche Kurzskala zur Erfassung des Bedürfnisses nach kognitiver Geschlossenheit. In Zeitschrift für Sozialpsychologie, 38 (3), 2007, 153–161. Aus: researchgate.net. January 2007. DOI: 10.1024/0044-3514.38.3.153. https://www.researchgate.net/publication/247396992_Kurz_und_gut_Eine_deutsche_Kurzskala_zur_Erfassung_des_Bedurfnisses_nach_kognitiver_Geschlossenheit.

Uwe Wolfradt, Jeanne Rademacher: Interpersonale Ambiguitätsintoleranz als klinisches Differentialkriterium. Skalenentwicklung und Validierung. In: Zeitschrift für Differentielle und Diagnostische Psychologie (1999), 20, pp. 72-79. Aus: econtent.hogrefe com. September 1, 2006.  https://doi.org/10.1024//0170-1789.20.1.72.(Skala zur Anwendung im klinischen Bereich).

 

Ellsberg Paradoxon

Daniel Ellsberg: Risk, ambiguity and the Savage axioms. In: Quarterly Journal of Economics Vol. 75, Nr. 4, 1961, S. 643–669. Aus: wolfweb.unr.edu. https://www.jstor.org/stable/1884324?origin=JSTOR-pdf&seq=1. (pdf).

o. A.: Ellsberg-Paradoxon. Aus: de.wikipedia.org. https://de.wikipedia.org/wiki/Ellsberg-Paradoxon#cite_note-6.

 

Modell moralischer Entwicklungs-Stufen von Lawrence Kohlbert

Lawrence Kohlberg: Die Psychologie der Moralentwicklung. Suhrkamp, 1996.

o. A.: Kohlbergs Theorie der Moralentwicklung. Aus: de.wikipedia.org. https://de.wikipedia.org/wiki/Kohlbergs_Theorie_der_Moralentwicklung.

 

Double bind theory (Gregory Bateson)

Gregory Bateson, Don D. Jackson, Jay Haley, John H. Weakland: Auf dem Wege zu einer Schizophrenie-Theorie. Aus: alex-sk.jimdofree.com.  https://alex-sk.jimdofree.com/gregory-bateson-auf-dem-wege-zu-einer-schizophrenie-theorie/.

 

Sensemaking  und Sensegiving

Karl E. WeickSensemaking in Organizations. Sage,  1995. (Volume 2, Wiley 2012)

 

soziologische Rollentheorie (Ralf Dahrendorf)

Ralf Dahrendorf: Homo sociologicus. Ein Versuch zur Geschichte, Bedeutung und Kritik der Kategorie der sozialen Rolle. 15. Auflage. Westdeutscher Verlag 2013.   (Springer. 2010) (1 – 1958)

 

(Führungs-)-Dilemmata, ‚mixed messages‘

Chris Argyris: Crafting a Theory of Practice – The Case of Organizational Paradoxes. In: Quinn, R. E/Cameron K. S. (Hrsg.): Paradox and Transformation. Toward a Theory of Change in Organization and Management. Cambridge. 1988. S. 255-278.

Neuberger: Führen und Führen lassen. Ansätze, Ergebnisse und Kritik der Führungsforschung. UTB, 2002. (Bis 5. Aufl: Führen und geführt werden).

Neuberger, O. (1995): Führungsdilemmata. In: Kieser, A. (Hrsg.): Handwörterbuch der Führung. Stuttgart. S. 534-550.

Paul Watzlawick: Wie wirklich ist die Wirklichkeit. Wahn, Täuschung, Verstehen. Piper 2005. (2008) (6-1976-springer link) (Audio Verlag, 2019) Besprechung des Hörbuchs von Oliver Cech: Wie wirklich ist die Wirklichkeit. aus. wdr.de. https://www1.wdr.de/kultur/buecher/wie-wirklich-wirklichkeit-104.html.

Georg Müller-Christ, Gudrun Weßling: Widerspruchsbewältigung, Ambivalenz- und Ambiguitätstoleranz. (siehe oben)

Georg Müller-Christ: Nachhaltiges Management. Einführung in Ressourcenorientierung und widersprüchliche Managementrationalitäten. UTB, 2. Aufl. 2014. (Kap. 11.5. Beobachtung der Performancz Dilemmabewältigung. Abschn. 11.5.1 Widerspruchstoleranz als übergreifende Dispositionen, S. 432 ff.)

Schettgen, P. (1993): Führung. In: Schorr, A. (Hrsg.): Handwörterbuch der Angewandten Psychologie. Bonn. S. 263-268.

Chris Argyris: Skilled Incompetence. Aus HBR. September 1986. (mixed messages)

Len Schlesinger, Charlie Kiefer: Prevent Conflicting Messages from Confusing Your Team. Aus: HBR. September 26, 2014. https://hbr.org/2014/09/prevent-conflicting-messages-from-confusing-your-team. (mixed messages)

Neuberger: Führen und Führen lassen. Ansätze, Ergebnisse und Kritik der Führungsforschung. UTB, 2002. (Bis 5. Aufl: Führen und geführt werden).

o. A.: Dilemmata der Führung . (Tabelle aus Neuberger 1995) Aus: Online-Verwaltungslexikon. https://olev.de/. https://olev.de/f/f-dilemmata-neuberger.pdf.

Lisann Schlottig: Authentizitätstheorie: Wie authentisch muss eine Führungskraft sein? Aus: https://monami.hs-mittweida.de. Volltext: https://monami.hs-mittweida.de/frontdoor/deliver/index/docId/1057/file/Diplomarbeit_Lisann_Schlottig.pdf. Kap. 4.5.

 

Ethik, Moral-Philosophie

William K. Frankena: Moral und Moralphilosophie. In: William K. Frankena: Ethik. Springer 2016. S. 1 – 12. Aus: link.springer.com. https://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-658-10748-2_1. DOI 10.1007/978-3-658-10748-2_1.

o. A.: Ethik und Moralphilosophie. Naviagation der Uni Bielefeld. Aus: www.uni-bielefeld.de. https://www.uni-bielefeld.de/philosophie/handwerk/literaturfuehrer/1.02.systematischeTeilgebiete/9.07.ethik/.

Matthias Jung: Grundbegriffe der Ethik im historisch‐ systematischen Zusammenhang. ppt-Präsentation (Vorlesung). Universität Koblenz‐ Landau. Sommersemester 2011. Aus: userpages.uni-koblenz.de. https://userpages.uni-koblenz.de/~mjung/wp-content/uploads/2011/06/grundbegriffe.pdf.

 

moralische Dilemmata

Fanny Jimenez: Wie Menschen moralische Entscheidungen treffen. Aus: welt.de. https://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article127672231/Wie-Menschen-moralische-Entscheidungen-treffen.html.

Daniel Huber: Diese 7  moralischen Dilemmata werden dein Hirn martern – und dein Gewissen. Aus watson.ch. 4.11.18. https://www.watson.ch/wissen/auto/507461010-diese-7-moralischen-dilemmata-werden-dein-hirn-martern-und-dein-gewissen. (7 Beispiele für moralische Dillemmata).

Annette Noller: Entscheidungen in Konfliktsituationen richtig treffen? Methodische Ziele und Anwendungsmöglichkeiten ethischer Fallbesprechungen. ppt-Präsentation. eva -Treff Sozialarbeit 29.11.18. https://www.eva-stuttgart.de/fileadmin/Redaktion/5_downloads/Treff_Sozialarbeit/Treff_Sozialarbeit_2018/Vortrag_Annette_Noller_Ethische_Fallarbeit_29-11-2018.pdf.

Katrin Wichmann: Entscheidungsfindung im ethischen Dilemma. Projektarbeit „Von der Praxis für die Praxis“. Rahmenkonzept. Aus: pflegeportal.ch. http://www.pflegeportal.ch/pflegeportal/pub/entscheidungsfindung_im_ethischen_dilemma_1188_1.pdf.

o. A.: Dilemma. Aus: wortwuchs.de. https://wortwuchs.net/dilemma/.

o. A.: Moralisches Dilemma. Aus: zellux.net. https://zellux.net/m.php?sid=17.

 

Anhang: Führungs-Dilemmata

Anhang: Führungs-Dilemmata

  1. (paradoxer)  Zen Spruch entnommen aus Paul Watzlawick: Wie wirklich ist die Wirklichkeit. S. 25.
  2.   Zu mixed messages vgl. Georg Müller-Christ: Nachhaltiges Management., S. 434. 
  3.   zitiert aus Georg Müller-Christ: Nachhaltiges Management, S. 433 
  4.   Vgl. Karl E. WeickSensemaking in Organizations
  5.   Vgl. Georg Müller-Christ: Nachhaltiges Management, S. 434   
  6.   Ein Beispiel, das moralische Dilemmata sehr gut veranschaulicht findet sich in einem aktuellen Beitrag von William K. Frankena:

    „Nehmen wir an, Sie haben sich Ihr ganzes Leben lang bemüht, ein guter Mensch zu sein, Ihre Pflicht nach bestem Wissen zu erfüllen und an das Wohl Ihrer Mitmenschen zu denken. Angenommen auch, viele Ihrer Mitmenschen sind gegen Sie, Ihr Tun missfällt ihnen, sie sehen in Ihnen gar eine Gefahr für die Gesellschaft, ohne jedoch beweisen zu können, dass Sie es sind. Nehmen wir ferner an, Sie werden angeklagt, vor Gericht gestellt und von einem Geschworenengericht von Ihresgleichen zum Tode verurteilt, und zwar in einer Weise, die Ihnen mit Recht ungerecht erscheint. Angenommen schließlich, Ihre Freunde haben, während Sie in der Haft auf die Urteilsvollstreckung warten, alles vorbereitet, damit Sie fliehen und mit Ihrer Familie ins Exil gehen können. Ihre Freunde machen geltend, dass sie die nötigen Bestechungsgelder aufbringen können und sich durch die Beihilfe zu Ihrer Flucht keiner Gefahr aussetzen; dass Sie das Leben noch länger genießen können, wenn Sie fliehen; dass es für Ihre Frau und für Ihre Kinder besser wäre; dass Ihre Freunde Sie weiterhin besuchen können, und dass man im allgemeinen für Ihre Flucht sein wird. Würden Sie die Gelegenheit ergreifen?“
    William K. Frankena: Moral und Moralphilosophie. S. 1

     

  7. Sokrates, der Vater der Moralphilosophie beantwortet die Frage in der vorigen Fußnote mit: „Nein, nicht fliehen.“ Er begründet das mit 3 Argumenten: Vgl. William K. Frankena: Moral und Moralphilosophie. S. 1 ff.
    • Du sollst nie jemand schädigen, auch nicht den Staat. Fliehen bedeutet Verletzung der Staatsgesetze.
    • Lebt man auf Dauer in einem Staat, so erklärt man sich stillschweigend mit den Gesetzen dieses Staates einverstanden. Diese ‚Abmachung‘ würde gebrochen werden.
    • Man soll den Eltern und Lehrern – und damit auch dem Staat gehorchen.

  8.   Vgl. dazu die Beispiele in Daniel Huber: Diese 7  moralischen Dilemmata werden dein Hirn martern – und dein Gewissen. 
  9.   Vgl.  Fanny Jimenez: Wie Menschen moralische Entscheidungen treffen
  10.   aus:  Fanny Jimenez: Wie Menschen moralische Entscheidungen treffen. vgl. auch Daniel Huber: Diese 7  moralischen Dilemmata werden dein Hirn martern 

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