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Summary

Mehrdeutige Figur: Ente oder Kaninchen? Aus den Lustigen Blättern 1892.

Ambiguitäts-Toleranz ist die Fähigkeit, Mehrdeutigkeiten zu tolerieren.
Mehrdeutigkeit zeigt sich auch als Unsicherheit, Ungewissheit.
Tolerieren heißt auch aushalten, erdulden, ertragen, akzeptieren.

Für Viele scheint das eine relativ unbedeutende Kompetenz zu sein, das ist sie aber nur auf den ersten Blick.1

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Dieser Beitrag knüpft an den Beitrag zum Werte- und Entwicklungsquadrat von Schulz von Thun an. Dort geht es im Kern darum, dass jede menschliche Tugend (z. B. Sparsamkeit) eine polare / entgegengesetzte Schwestern-Tugend  (z. B. Großzügigkeit) braucht, damit sie nicht in die negative Übertreibung abdriftet. Oder auch: Um eine negative menschliche Qualität (Geiz) zu überwinden braucht es die Schwester-Tugend am entgegengesetzten Pol, also Großzügigkeit, damit sich der Geiz zur (positiven) Sparsamkeit entwickeln kann.

Die Schwester-Tugenden bleiben als Polarität erhalten und damit ungelöst. Man muss die innere Spannung aushalten und im privaten und beruflichen Alltag in Balance halten. Manche können das besser aushalten, können es vielleicht sogar genießen. Andere sind da nicht  so gut, wollen diesen inneren Konflikt möglichst schnell gelöst haben, geraten aber dadurch in Gefahr, in die negative Untugend abzudriften.

Was ist Ambiguitätstoleranz

Die polare Natur der Schwesterntugenden erfordert es, gewisse Spannungen auszuhalten, um beide Qualitäten in Balance halten zu können.

Im betrieblichen wie im privaten Alltag ist es häufig wichtig, mit Unsicherheiten und Mehrdeutigkeiten und inneren Spannungen gut umgehen zu können, vor allem in Krisen.2

Diese Stärke wird  ‚Ambiguitätstoleranz‚  genannt und umfasst mehrer Aspekte, z. B. Toleranz, Offenheit und Mut für Mehrdeutigkeit bzw. mehrdeutige Situationen3 , die Fähigkeit innere Spannungen, Widersprüche, Doppelbödigkeiten und Mehrdeutigkeiten zu akzeptieren, sie auszuhalten, positiv (oder zumindest neutral) zu bewerten und  konstruktiv mit ihnen umzugehen.4 Ein Beispiel für eine Definition:

Ambiguitätstoleranz ist die Fähigkeit, andere Meinungen und Sichtweisen zu akzeptieren, sowie Mehrdeutigkeiten und Widersprüche in Situationen und Handlungsweisen zu ertragen, ohne sich unwohl zu fühlen oder aggressiv zu reagieren.“ 5

In der Psychologie gibt es zahlreiche Belege dafür, wie wichtig es ist, in einer Welt, in der Unsicherheit, Mehrdeutigkeit  auch in zentralen Fragen immer weiter zunimmt, gut damit zurechtzukommen.

  • Es gibt Menschen, die mit ‚ambigen‘ (mehrdeutigen, unsicheren, unstrukturierten, widersprüchlichen, erwartungswidrigen, ungewohnten) Situationen schwer umgehen können, sich dabei unwohl oder sogar bedroht fühlen und sie, wenn möglich meiden.
  • Andere wiederum tun sich da leichter und suchen sie vielleicht auch gezielt auf.

Es gibt zahlreiche Studien, die untersuchten, welche Charaktereigenschaften mit Ambiguitätstoleranz verbunden sind (mit ihnen korrelieren).6, z. B.

  • negativer Zusammenhang mit religiösem Dogmatismus, Konservatismus (insbes. mit der Subkala ‚autoritäre Aggression), politischen  Extremismus, Rassismus und ethische Vorurteile, aggressives Verhalten.
  • positiver Zusammenhang zur beruflichen Wirksamkeit (Lehrer-Wirksamkeit).

Es wurde auch der Zusammenhang von Ambiguitätstorleranz und betriebswirtschaftliche Qualitäten untersucht.7

Man könnte die Ambiguitätstoleranz als menschliche ‚Metaqualität‘ ansehen, als Qualität, die erforderlich ist, um andere menschliche Qualitäten zu entwickeln.8 Ambiguitäts-Toleranz kann daher als Schlüsselqualifikation bzw. Kernkompetenzen (key skills) angesehen werden.9

Der Wunsch nach Eindeutigkeit

Nach der Meinung von Astrid von Friesen10  leiden offensichtlich  „… größere Teile der Bevölkerung unter einem Mangel an Ambiguitätstoleranz„, haben vielmehr den Wunsch nach Eindeutigkeit„:

„Wir sind besser als ihr, weil ihr nicht so seid wie wir. Nur wir haben Recht, alle anderen haben Unrecht und müssen entwertet und bekämpft werden“, so die vielfache Meinung. Es scheint, als würden immer mehr Menschen einen nicht zu bändigenden Wunsch haben, unreflektiert Meinungen, Ideen und lineare Denkweisen spontan heraus zu powern und ihre sofortige Umsetzung einzufordern. Am sichtbarsten natürlich bei Twitter, Facebook oder in den Kommentarspalten. Ein Freund-oder-Feind-Denken, das nichts dazwischen duldet.10

Ambiguitätstoleranz erfordert einen gewissen Reifegrad von Menschen und sozialen Systemen, der das Freund-Feind-Denken transzendiert und der von Astrid von Friesen gefordert wird:

„Ambiguitäten auf der sozialen Ebene auszuhalten ist eine reife, erwachsene Position von „sowohl-als auch“, denn jeder Mensch, jede Situation, jede Gesellschaft hat sowohl positive als auch negative Anteile. Demokratische Gesellschaften sind hoch komplex und abhängig davon, dass unterschiedliche Interessengruppen Kompromisse schließen. Voraussetzung dafür ist die Fähigkeit, andere Bedürfnisse wohlwollend zu akzeptieren sowie die Realität nicht emotional verzerrt, vielmehr faktenorientiert wahrzunehmen.“10

Wir lieben eindeutige Situationen, in denen wir mit linearen Denkformen Ordnung und Struktur schaffen können. Die Realität ist zu komplex, um viele dieser Situationen vorzufinden. Wir brauchen Ambiguitätstoleranz, um der Gefahr zu entgehen, komplexe Situationen linear wahrzunehmen.

Entdeckung der Ambiguitäts-Toleranz: Else Frenkel-Brunswicks Studien zur autoritären Persönlichkeit

Ambiguitätstoleranz ist im deutschen Sprachraum – anders als im englischen – kein geläufiger Ausdruck der Alltagssprache. Else Frenkel-Brunswick, eine US-amerikanische Psychologin und Psychoanalytikerin, war an der internationalen Studie zur autoritären Persönlichkeit von Theodor Adorno et. al. beteiligt. 1949 veröffentlichte sie im Rahmen dieser Studie einen Aufsatz13, in dem sie erstmals über Intoleranz gegenüber Ambiguität schrieb.14

Else Frenkel-Brunswik definiert Ambiguitäts-Toleranz als  eine (messbare Fähigkeit) einer Person, in einem Objekt / einer Person gleichzeitig positive und negative Eigenschaften erkennen (und akzeptieren) zu können.15 In ihrer Studie entdeckte sie Kinder mit starker ethnozentrischer Voreingenommenheit, die sich auch in ihrem Verhältnis zu ihren Eltern widerspiegelten: Kinder mit Ambiguitäts-Intoleranz dramatisierten ihre Eltern entweder als nur positiv/gut oder nur negativ/schlecht – letztere oft mit extremen Gefühlen von Hass.

Ihr zufolge ist die Fähigkeit, die Koexistenz von positiven und negativen Eigenschaften in ein und demselben Objekt erkennen zu können, eine wichtige emotional-kognitive Persönlichkeits-Variable. Ambiguitäts-Intoleranz äußert sich in einem Schwarz-Weiß-Denken und damit einem Verschließen der Person gegenüber widersprüchlichen Realitätsaspekten, weil sie die Aufrechterhaltung der eigenen Einstellungen bedrohen.

Folgen von Ambiguität und Ambiguitäts(in)toleranz

Zu viel Ambiguität kann uns große Schwierigkeiten bereiten. Eine Forschergruppe um Gregory Bateson hat im Rahmen ihrer ‚double bind theory‘ herausgefunden, dass zu viel Ambiguität (vor allem in Zusammenhang mit Doppel-Botschaften) zu Schizophrenie führen können.16

Ebenso gab es Evidenzen für einen positiven Zusammenhang zwischen Ambiguitäts-Intoleranz und den auch von Frenkel-Brunswick untersuchten Tendenzen zur autoritären Persönlichkeit. Man könnte Ambiguitätstoleranz als polaren Gegensatz zu den Merkmalen der autoritäten Persönlichkeit sehen.

Das Schwarz-Weiß-Denken bei Ambiguitäts-Intoleranz zeigte, dass sich Personen gegenüber Realitäts-Wahrnehmungen verschließen, weil sie ‚ihre Lösung‘ der Widersprüchlichkeit in Frage stellen (ein Phänomen, das auch bei der  kognitiven Dissonanz erforscht wurde.)

Ambiguitätstoleranz zeigt sich auch im Bewusstsein der eigenen Rollenkonflikte17: Personen mit hoher Ambiguitätstoleranz wiesen höheres Konflikt-Bewusstsein auf in Bezug auf Rollen:  Was wird von mir in den einzelnen Rollen erwartet und wie möchte ich sie ausfüllen (Rollen-Erwartung und Rollen-Entwurf)? – Dabei geht es darum sich einerseits sich nichts vormachen und andererseits trotz Differenzen zwischen Erwartungen und Entwurf handlungsfähig bleiben.

Messung der Ambiguitäts-Toleranz

Es sind mehrere Skalen zur Messung der Ambiguitäts-Toleranz und Konstrukte mit ähnlichen Inhalten entwickelt. Hinweise dazu gibt es im Beitrag Messung der Ambiguitäts-Toleranz.

Ambiguitäts-Toleranz in der Führung

Aufgrund der Widersprüche und Dilemmata in der Führung ist Ambiguitäts-Toleranz besonders wichtig bei Führungskräften (Ambiguitäts-Toleranz, Dilemmata und Widersprüche in der Führung.), vor allem in Krisen. (Führen in Krisen: Ambiguitätstoleranz und Sensegiving.) Einen besonderen Stellenwert haben hat dabei die moralisch/ethische Dimension (Werte und Führung: Moralische Dilemmata und ethische Führung.)

 

Auch wichtig: Ambivalenztoleranz

„I still don’t know if things fit together,
or if everything will be all right in the end.
But I believe that something means something.
I believe in cleansing the soul through fun and games.
I also believe in love.
And I have several good friends.
Erlend Loe: Naiv.Super.18
]

Mit dem Konzept Ambiguitäts-Toleranz (Umgang mit mehrdeutigen, ambiguitiven Situationen) ist das der Ambivalenz-Toleranz verwandt. Während jedoch Ambiguität die kogntive Qualität des Umgang mit Mehrdeutigkeit („doppelter Sinn“ – „die Situation ist mehrdeutig, ich kenne mich nicht aus“) betont,  enthält die Ambivalenz die affektiv-emotionale Qualität („doppelte Valenz„: die Situation lässt zwiespältige Gefühle in mir entstehen, z. B. Hassliebe, Gehorsam und Auflehnung, Ödipuskomplex, …1920

Ambiguitätstoleranz zählt zu den Merkmalen der Ich-Stärke. Besonders wichtig ist z. B. diese Toleranz bzw. Gelassenheit, wenn Kinder sich in Berufs- und Partner-Entscheidungen gänzlich von den Vorstellungen der Eltern unterscheiden. Wir brauchen sie auch bei unseren Partnern, die – zumindest nach der Verliebtheits-Phase – neben den Seiten die wir lieben, auch andere Seiten zeigen, die wir weniger lieben, vielleicht sogar hassen. Um eine positive Beziehung weiter pflegen zu können, ist ein gewisses Maß von Ambiguitätstoleranz nötig. Sie wird bereits aus den frühen Beziehungserfahrungen eines Menschen herausgebildet. Gelingt einer Person die Herausbildung dieser Toleranz nicht, so werden oft die Menschen klar in gute und böse eingeteilt.

„Für das Bewältigen von Ambivalenz werden in erster Linie die spezifischen frühen Beziehungserfahrungen eines Menschen verantwortlich gemacht … Demnach lösen wichtige frühe Bezugspersonen im Kind abwechselnd sehr negative, aber auch sehr positive Erlebnisse aus. Daraus entsteht die Neigung, diese Personen gleichzeitig zu lieben und zu hassen
Verläuft die Entwicklung günstig und beinhaltet adäquate Beziehungserfahrungen, so kann die Ambivalenzneigung innerlich nach und nach toleriert werden.
Gelingt die Ausbildung einer Ambivalenztoleranz jedoch nicht, kommt es zu der psychopatho-logischen Spaltung aller Menschen in gut und böse“. 21

Ergänzungen

Eine Zusammenfassung der akademischen Diskussion zur TA (Tolerance of Ambiguity) findet sich in Adrian Furnham, Tracy Ribchester. Tolerance of ambiguity und einem Update von Furnham und Ribchester.22

Querverweise

Messung der Ambiguitäts-Toleranz.

Dilemmata, Ambiguitäts-Toleranz und Führung

Normopathie.

Die autoritäre Persönlichkeit.

Übergang zur neuen Führungskraft – Wie soll man mit Geheimnissen umgehen?.

Beiträge zum polaren Denken

Literatur und Links

Wertequadrat

Schulz von Thun: Das Werte- und Entwicklungsquadrat. Aus schulz-von-thun.de. https://www.schulz-von-thun.de/die-modelle/das-werte-und-entwicklungsquadrat.

Ambiguitätstoleranz

Else Frenkel-Brunswik: Intolerance of Ambiguity as an Emotional and Perceptual Personality Variable. Interrelationships Between Perception and Personality. Inst. of Child Welfare, 1949. (Klassiker, Entdeckerin der Ambiguitätstoleranz).

Steven Bochner: Defining intolerance of ambiguity. The Psychological Record, 15(3), 393–400.(1965). Aus: link.springer.com. https://link.springer.com/article/10.1007/BF03393605. https://doi.org/10.1007/BF03393605.

Georg Müller-Christ, Gudrun Weßling: Widerspruchsbewältigung, Ambivalenz- und Ambiguitätstoleranz. Eine modellhafte Verknüpfung. Erscheint in: Georg Müller-Christ, Lars Arndt und Ina Ehnert (Hrsg.): Nachhaltigkeit und Widersprüche: Eine Managementperspektive. Lit Verlag, Juli 2007, , S. 180–197. Aus: sfb637.uni-bremen.de. uni-bremen.de. http://www.sfb637.uni-bremen.de/pubdb/repository/SFB637-A2-07-006-IIIA.pdf.

Lothar Krappmann: Soziologische Dimensionen der Identität. Strukturelle Bedingungen für die Teilnahme an Interaktionsprozessen. Klett-Cotta, 2000. (Kap. 4.3. Ambiguitätstoleranz und Abwehrmechaismen (als identitätsfördernde Fähigkeit, S. 150 ff.)

Georg LindSoziale Aspekte des Lernens. Ambiguitäts-Toleranz (1987). In: Barbara Dippelhofer-Stiem, Georg Lind (Hrsg.): Studentisches Lernen im Kulturvergleich. Ergebnisse einer international vergleichenden Längsschnittstudie zur Hochschulsozialisation. S. 24 – 42. Aus: uni-konstanz.de. https://www.uni-konstanz.de/ag-moral/pdf/Lind-1987_Ambiguitaetstoleranz.pdf.

Astrid von Friesen: Der fatale Wunsch nach Eindeutigkeit. Aus:  www.deutschlandfunkkultur.de. 10. 10. 2019.

Wolfgang Streitbörger: Mut zur Mehrdeutigkeit,. Aus: swr.de. 7. 6. 2019.

Wolfgang Streitbörger: Ambiguitätstoleranz. Lernen, mit Mehrdeutigkeit zu leben. In: Deutschlandfunk Kultur. 8. 1. 2020. https://www.deutschlandfunkkultur.de/ambiguitaetstoleranz-lernen-mit-mehrdeutigkeit-zu-leben.976.de.html?dram:article_id=466828.

Thomas Bauer: Die Vereindeutigung der Welt. Über den Verlust an Mehrdeutigkeit und Vielfalt. [Was bedeutet das alles?]. Reclam Verlag, 8. Auflage. 2018. Besprechung von Marion Schenk: Was Führung braucht. Ambiguität & Ambiguitätstoleranz. Aus: www.sifb.de.

Adrian Furnham, Tracy Ribchester. Tolerance of ambiguity. A review of the concept, its measurement and applications. Current Psychology 14, 179–199 (1995). Aus: linkspringer.com.  https://doi.org/10.1007/BF02686907.

Adrian Furnham, Joseph Marks. Tolerance of ambiguity. A Review of the Recent Literatur. In: Psychology 04(09): S. 717-728. September 2013.  Aus: researchgate.net. DOI: 10.4236/psych.2013.49102. (full text in researchgate). https://www.researchgate.net/publication/276494025_Tolerance_of_Ambiguity_A_Review_of_the_Recent_Literature.

o. A.: Ambiguity tolerance–intolerance. Aus: en.wikipedia.org. https://en.wikipedia.org/wiki/Ambiguity_tolerance%E2%80%93intolerance#cite_ref-BOCHNER,_S._1965_5-0.

Siegfried Schumann: Persönlichkeitsbedingte Einstellungen zu Parteien. Der Einfluß von Persönlichkeitseigenschaften auf Einstellungen zu politischen Parteien. Walter de Gruyter, 2016. (Zusammenhang von Ambivalenztoleranz und Einstellungen zu Parteien / Wahlverhalten, insbes. 79 f.). Vordiplomarbeit. Grin. 2003.

 

Ambiguitätstoleranz und Führung / Management

Anil K. Gupta, A., V. Govindarajan (1984): Business unit strategy, managerial characteristics and business unit effectiveness at strategy implementation. Academy of Management Journal, 27, 1984, S. 25-41. doi:10.2307/255955. https://www.jstor.org/stable/255955. (Aus: Scientific Research).

Georg Müller-Christ, Gudrun Weßling: Widerspruchsbewältigung, Ambivalenz- und Ambiguitätstoleranz.(siehe oben)

Ambivalenz(-Toleranz)

Amelie Burkhardt: Die Bedeutung des Begriffs „Ambivalenz“ im Diskurs und Handlungsfeld von Psychotherapeuten. Arbeitspapiere / Forschungsbereich Gesellschaft und Familie Nr. 41.  http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:352-opus-9397. 2002.

Holger Baumann: Autonomie und Ambivalenz. Dissertation. Universität Zürich. Aus: zora.uzh.ch. 2012.  https://www.zora.uzh.ch/id/eprint/157539/1/157539.pdf.

 

Anpassungsfähigkeit / Flexibilität

Jochen Mai: Flexibilität. Wie anpassungsfähig sind Sie?. Aus: karrierebibel.de. 29. 3. 2019. http://karrierebibel.de/flexibilitat-flexibel-test.

 

Schlüsselqualifikationen

Gabriele Sauberer: Informationskompetenz und Schlüsselqualifikationen in der Wissensarbeit. In: Tassilo Pellegrini, Andreas Blumauer (Hrsg.): Semantic Web. Wege zur vernetzten Wissensgesellschaft. S. 213-224.

Bildungskommission Nordrhein-Westfalen (Hrsg.): Zukunft der Bildung – Schule der Zukunft. Luchterhand, Neuwied 1995.

 

Messung der Ambiguitäts-Toleranz

 

Double bind theory (Gregory Bateson)

Gregory Bateson, Don D. Jackson, Jay Haley, John H. Weakland: Auf dem Wege zu einer Schizophrenie-Theorie. Aus: alex-sk.jimdofree.com.  https://alex-sk.jimdofree.com/gregory-bateson-auf-dem-wege-zu-einer-schizophrenie-theorie/.

 

Sensemaking  und Sensegiving

Karl E. WeickSensemaking in Organizations. Sage,  1995. (Volume 2, Wiley 2012)

 

soziologische Rollentheorie (Ralf Dahrendorf)

Ralf Dahrendorf: Homo sociologicus. Ein Versuch zur Geschichte, Bedeutung und Kritik der Kategorie der sozialen Rolle. 15. Auflage. Westdeutscher Verlag 2013.   (Springer. 2010) (1 – 1958)

 

  1.   Der Beitrag knüpft an das Werte- und Entwicklungsquadrat von Schulz von Thun an. Dort war eine zentrale Aussage, dass wir, wenn für unsere Stärken auch den Gegenpol brauchen, sonst werden sie negativ. Und wir brauchen die inneren Spannungen zwischen den beiden Polen, und sollen sie in Balance halten. Diese innere Spannung ist die Ambiguitäts-Toleranz. 
  2.   Vgl. dazu den Beitrag Führen in Krisen: Ambiguitätstoleranz und Sensegiving
  3. Vgl. Wolfgang Streitbörger: Mut zur Mehrdeutigkeit,.   
  4.   Detailliertere Hinweise zu zu Dimensionen der Ambiguitäts-Toleranz finden sich im Beitrag zur Messung der Amiguitätstoleranz.   
  5.    Marion Schenk: Was Führung braucht
  6.   Vgl. Sonia Sippel: Amiguität und Ambiguitäts(in)toleranz
  7.   Vgl. dazu  Gupta, A., & Govindarajan, V. Business unit strategy, managerial characteristics and business unit effectiveness at strategy implementation.  
  8. Zur KLarheit: Ambiguitätstoleranz ist nicht mehr Teil des Modells von Schulz von Thun. Es sind Ergänzungen des Autors.
  9.   Schlüsselqualifikationen sind im weiteren Sinn alle Qualifikationen, die über die fachliche Kompetenzen hinausgehen, berufs- und funktions-übergreifend. Im engeren Sinn sind es übergreifende Qualifikationen mit besonderer Bedeutung für die gesellschaftlichen und berufsübergreifenden Anforderungen, wie in der folgenden Definition:

    „… erwerbbare allgemeine Fähigkeiten, Einstellungen und Wissenselemente, die bei der Lösung von Problemen und beim Erwerb neuer Kompetenzen in möglichst vielen Inhaltsbereichen von Nutzen sind, so dass eine Handlungsfähigkeit entsteht, die es ermöglicht, sowohl individuellen als auch gesellschaftlichen Anforderungen gerecht zu werden.“ Aus: Bildungskommission Nordrhein-Westfalen (Hrsg.): Zukunft der Bildung – Schule der Zukunft.

    Immer bedeutender werden dabei digitale Kompetenzen (e-skills) – vgl. dazu z. B. Gabriele Sauberer: Informationskompetenz und Schlüsselqualifikationen in der Wissensarbeit

  10.   Astrid von Friesen: Der fatale Wunsch nach Eindeutigkeit.
  11.   Astrid von Friesen: Der fatale Wunsch nach Eindeutigkeit.
  12.   Astrid von Friesen: Der fatale Wunsch nach Eindeutigkeit.
  13.   Else Frenkel-Brunswik: Intolerance of Ambiguity as an Emotional and Perceptual Personality Variable.  
  14.   Vgl. auch Wolfgang Streitbörger: Ambiguitätstoleranz.: Lernen, mit Mehrdeutigkeit zu leben. 
  15.   Vgl. Else Frenkel-Brunswik: Intolerance of Ambiguity as an Emotional and Perceptual Personality Variable.  
  16.   Vgl.   Gregory Bateson, Don D. Jackson, Jay Haley, John H. Weakland: Auf dem Wege zu einer Schizophrenie-Theorie.  Eine Doppelbotschaft ist eine Botschaft, die den Kommunikationspartner lähmt, weil gleichzeitig Gegensätzlches mitgeteilt wird, das miteinander nicht vereinbar ist. Z. B.  Er fragt sie: „Stört es dich, wenn ich einen Abend mit meinen Freunden verbringe? Sie: „Nein gar nicht“ – mit einem leidenden oder vorwurfsvollen Ausdruck. Oder: Er: „Ich liebe dich.“ – nimmt dabei seinen Blick nicht von der Zeitung. …
  17.   Vgl. dazu die Rollentheorie von Ralf Dahrendorf  –  Ralf Dahrendorf: Homo sociologicus.  
  18.   Aus:  Holger Baumann: Autonomie und Ambivalenz
  19.   Vgl. Georg Müller-Christ: Nachhaltiges Management, S. 434   
  20.   Der Begriff „Ambivalenz“ wird jedoch auch in einem weiteren Rahmen gesehen, und kommt dann dem Ambiguität sehr  nahe:

    Ambivalenzen als Gegensätzlichkeiten auf den Ebenen des Fühlens, Denkens und Wollens, die im Verhalten ausgedrückt werden und die Beziehungsgestaltung kennzeichnen.“ Aus: Amelie Burkhardt: Die Bedeutung des Begriffs „Ambivalenz“ im Diskurs und Handlungsfeld von Psychotherapeuten.

  21.   Aus: Georg Müller-Christ, Gudrun Weßling: Widerspruchsbewältigung, Ambivalenz- und Ambiguitätstoleranz.
  22.   Vgl. die Zusammenfassung des Updates:

    “ This review paper attempts to update the literature on tolerance of ambiguity (TA) and related concepts since a previous review (Furnham & Ribchester, 1995). Various related concepts like Uncertainly Avoidance and In/Tolerance of Uncertainly are reviewed. Both correlational and experimental studies of TA are reviewed and tabulated. Further, an attempt was made to identify and critique various different questionnaires design to measure TA. Recommendations for the use of these tests in research are made. The reasons for progress and lack of progress in this field are highlighted.“ in: Adrian Furnham, Joseph Marks. Tolerance of ambiguity. A Review of the Recent Literatur.

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