Die Frau im Mond – Entwicklungs-Film-Flash

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Zusammenfassung

Summary:1

In den 40ern in Frankreich: Gabrielle ist eine leidenschaftliche, freigeistige Frau, die in einer lieblosen Ehe lebt. Um von einer Steinekrankheit (Nierensteine) geheilt zu werden geht sie auf Kur in den Alpen. Dort verliebt sie sich in André und sehnt sich danach, sich zu befreien und mit ihm davonzulaufen.

Slogan:1

Manchmal ist Liebe die einzige Realität.

Der Film

Gabrielle (Marion Cotillard) der unangepasst rebellische Freigeist, die Frau, die etwas forscher auf Männer zugeht als es die traditionelle Moral des Dorflebens gestattet.

Ein Melodram das in kleinen französischen Dorf in den 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts spielt.

  • Ein Film nicht für jeden – aber für manche ein ganz besonderer Film.
  • Ein Entwicklungsfilm – für Männer, die das Unerklärliche in Frauen verstehen wollen und ihr Verhalten nicht gleich als „zickig“ abwerten.
  • Ein Film für Frauen, der inspirieren kann, ihre Weiblichkeit unangepasst und mutig zu leben.
  • Ein Film für alle, die Marion Cotillard lieben und schätzen.
  • Ein Film für alle, die Gefühls-Kino lieben.
  • Eine Romanverfilmung, sie sich wenig an die Vorlage hält.
  • Ein Film der sehr unterschiedlich von der Filmkritik aufgenommen wurde.
  • Ein Film für alle, die ein anderes Leben führen als ihr gewünschtes (authentisches)

Der Plot

Marion Cotillard
Louis Garrel
Alex Brendemühl
Brigitte Roüan
Gabrielle, die liebeskranke junge Frau

Gabriele (Marion Cotillard) ist eine junge, freigeistige Frau die noch bei ihren Eltern wohnt, eine Frau, die sich nach der großen Liebe sehnt, der bedingungslosen verschlingenden, alles durchdringenden Liebe mit leidenschaftlicher Sexualität. Doch sie wird abgewiesen, beginnend mit ihrem verheirateten Dorflehrer, dem sie hinterhersteigt. Sie gilt als ‚liebeskrank‚ und ein wenig verrückt – mit peinlichen Szenen in der Öffentlichkeit – gegen jede traditionelle „Dorf-Moral“, das ist den Leuten unangenehm, macht ihnen Angst: Sie stellt sich im beleuchteten Zimmer nackt ans Fenster und stellt sich so den am Abend vorbeigehenden Arbeitern zur Schau. Der Dorflehrer leiht ihr ein Buch, einen Liebesroman mit handschriftlichen Einträgen des Lehrers. Gabrielle liebkost sie mit der Zunge. Gabrielle versucht ihren verheirateten Lehrer auf dem Dorffest zu verführen und stößt ihn von hinten um, als er sie abweist. Im Dorf lebt sie am Rande der Gesellschaft.

Körperliche Schmerzen
Gabrielle bekommt von ihrem Lehrer ein Buch über Liebe, was ihr Begehren weiter entflammt.

Aber Gabrielle hat nicht nur psychische Probleme. Immer wieder krümmt sich Gabrielle vor Schmerzen – unerklärliche Unterleibskrämpfe. Aber ihre Mutter ist sich nicht sicher, was echt und was gespielt ist.3

Die Mutter arrangiert / erzwingt eine Ehe

Wie auch immer, der Mutter wird es zu viel. Sie stellt Gabrielle vor die Alternative: Entweder sie lässt sich in die Psychiatrie einweisen oder sie heiratet einen Mann, den ihre Mutter schon für sie ausgesucht hat: Es ist José ist ein einfacher, stiller und gutmütiger Handwerker (Maurer), der schon einmal – als sie Klavier spielte und als er sie aus dem Graben, in dem sie bewusstlos lag gerettet hatte – ein Auge auf Gabrielle geworfen hatte. Gabrielle’s Mutter war das aufgefallen.

José und das Ehearrangement
José erfährt von Gabrielle die Bedingungen, unter denen sie bereit ist, ihn zu heiraten.

José stammt aus Spanien und ist vor Francos Regime geflohen. Die Mutter verspricht dem mittellosen Handwerker, ihn beim Aufbau einer eigenen Firma finanziell zu unterstützen. Gabrielle stimmt schließlich der arrangierten Ehe zu, stellt aber José die Bedingung, dass sie nicht mit ihm schläft. José stimmt zu, wenn er Prostituierte aufsuchen kann. Und sie liebt ihn nicht und wird ihn nie lieben, ergänzt sie noch.4 Sie heiraten, das Klima ist frostig.

Lieblose Ehe, Gabrielle verliert ein Kind

Die Vernunfts-Ehe ist ein liebloses Nebeneinander, kein Miteinander. Gabriele fühlt sich lebendig begraben. Eines Tages schlägt Gabrielle José überraschend vor, sich als Prostiuierte ein Mal gegen Bezahlung zur Verfügung zu stellen. José  willigt ein, es wird ein liebloser sexueller Akt, aber sie wird unbemerkt schwanger. Bei einem ihrer Unterleibskrämpfen verliert sie das Kind. Dabei diagnostizieren die Ärzte eine ‚Steinkrankheit‘ (eine Krankheit, die Nieren-, Blasen- und  Gallensteine hervorbringt und äußerst schmerzhaft ist). Zur Genesung soll sie eine Kur mit Heilwasser machen. Nach einigem Zögern stimmt sie zu.

Gabrielle auf Kur trifft die große Liebe

Auf der Kur in den Alpen, die für 6 Wochen geplant ist, freundet sie sich mit Agostine, einer Krankenschwester an, die sie bei ihrer Arbeit begleitet. Dabei trifft sie auf  René, einen geheimnisvollen jungen Mann, einen Oberleutnant, der im Indochina-Krieg schwer verwundet wurde. Sein Vater ist französischer General. Er hat sich in Indochina ‚etwas eingefangen‘, hat nur eine Niere und leidet unter Urämie (Urin im Blut) und unter starken Schmerzen, die er mit Morphin und Opium betäubt, sodass er oft ‚benebelt‘ nicht ansprechbar ist. Blaise, ein Offiziersbursche aus Indochina betreut ihn. Gabrielle sucht die Nähe zu René, sie führen zahlreiche Gespräche, wobei er häufig wegdöst. Aber sie interessiert sich für alles, was im Leben des schöngeistigen, ganz unmilitärisch wirkenden René noch eine Rolle spielt: Seine Bücher, sein Klavierspiel5, seine Kleidung, seine Erzählungen. Seine mystische Ausstrahlung verzaubert sie, entfacht das Feuer der leidenschaftlichen Liebe – sie hat ihre große Liebe gefunden.

René wird weggebracht und kommt zu ihr zurück

Doch einige Tage später wird ihr Geliebter von der Rettung abgeholt, er hatte einen Rückfall und muss ins Krankenhaus. Sie sieht das und läuft der Rettung nach, erreicht sie nicht und bricht bewusstlos zusammen. Als sie dann nach 3 Tagen aus der Bewusstlosigkeit erwacht, ist er plötzlich zurück. Er sagt, er war in Lyon im Krankenhaus zur Bluttransfusion. Es geht ihm besser und sie verbringen einen romantischen Nachmittag in der Natur eine leidenschaftliche Nacht.

Das Ende der Kur

Kurz darauf ist die Kur jedoch zu Ende und beide müssen zurück in den Alltag. Zuvor hatten sie einander versprochen, gemeinsam wegzulaufen – in eine gemeinsame Zukunft. Aber René muss vorher noch seine Geschäfte ordnen.

Gabrielle ist schwanger, schreibt Briefe an René, Marc wird geboren, Enttäuschung

Sie entdeckt, dass sie schwanger ist, gesteht alles ihrem Mann, auch ihre Absicht, ihn zu verlassen, wenn sie den Brief von ihrem Geliebten bekommt. Doch der Brief kommt nicht, ihre Briefe bleiben unbeantwortet. Eines Tages kommen all ihre leidenschaftlichen Liebesbriefe zurück – die große Enttäuschung, sie  geht ins Meer, will sich vermutlich das Leben nehmen, José rettet sie. Sie schreibt einen allerletzten Brief, in dem sie André gesteht, dass sie ein Kind von ihm erwartet – ohne Reaktion. Das Kind wird geboren, wächst auf. José betrachtet es als sein Kind und ist ein liebevoller Vater. Gabrielle hat wieder mehr Kontakt zu ihrer Familie, besonders zu ihrer Schwester.

Die Aufklärung 1: René ist tot

Die Zeit vergeht, das Familienleben normalisiert sich, der Sohn Marc lernt Klavierspielen und soll als 14-Jähriger in der Stadt einem großen Musik-Wettbewerb teilnehmen. Auf der Fahrt dorthin mit dem Taxi entdeckt sie plötzlich die Straße mit dem Wohnort ihres (Ex-)Geliebten. Sie steigt entschlossen aus dem Taxi, lässt Vater und Sohn allein weiterfahren.(Damit beginnt der Film, der Rest ist Rückblick, ehe er am Ende wieder hier anschließt.) Sie findet die gesuchte Wohnung und trifft dort auf Blaise, Renés Offiziersburschen. Von ihm erfährt sie, dass die Wohnung Renés Vater gehört hat. Dieser ist vor 3 Monaten verstorben und so räumt er sie für den Verkauf. René jedoch war noch in der gleichen Nacht, in der ihn die Rettung abgeholt hatte, in Lyon im Krankenhaus gestorben.

Die Aufklärung 2: José ist Marc’s leiblicher Vater

Gabrielle ist erschüttert, will wieder ins Meer gehen, sich das Leben nehmen. Sie überwindet jedoch diese Versuchung, eilt in die Konzerthalle, der Wettbewerb ist jedoch schon beendet, der Saal leer.

Im Gespräch mit José auf der Rückfahrt erkennt Gebrielle, dass sie die leidenschaftliche Nacht nicht mit René sondern mit ihm verbracht hatte. Er war auf Besuch dort. José ist also Marc’s leiblicher Vater. Er hat das immer gewusst, aber aus Rücksicht zu ihr und aus Angst, sie würde sich sonst das Leben nehmen, hatte er dazu geschwiegen.6

Gabrielle ist so weit gefestigt, dass sie das jetzt verdauen kann.

Am Ende besucht sie zum ersten Mal mit ihrem Mann seinen katalonischen Heimatort.

Die Interpretation

Gabrielle die Protagonistin macht einen Entwicklungs-Weg durch, insofern handelt es sich um einen Entwicklungs-Film. Das Nachvollziehen von Entwicklungs-Wegen anderer Personen hilft uns

  • den eigenen Entwicklungs-Weg zu reflektieren, zu verstehen und bewusst zu gestalten
  • die darin enthaltenen Probleme und Entwicklungs-Themen mit den eigenen zu vergleichen und Anregungen für ein bewusste Lebens-Gestaltung zu erhalten.

Ich gebe einige Interpretationshinweise ausschließlich aus der Entwicklungs-Perspektive.7

Der Entwicklungsweg aus der Krise

Der Beginn

Am Beginn Films (bzw. der Rückschau 8

Der Beginn zeigt eine junge Frau mit zahlreichen Problemen

  • Außenseiterin in der Dorfgemeinschaft, geächtet, Outlaw
  • will unbedingt den verheirateten Lehrer für sich gewinnen9
  • Problem-Tochter in der Familie
  • Benimmt sich außerhalb des moralischen Rahmens
  • hat ungeklärte Schmerzen, Krampfanfälle, werden ihr z. T. nicht geglaubt
  • wirkt unglücklich, unerfüllt
  • ’nervenkrank‘, Persönlichkeits-Störung – psychisch an der Grenze, Borderline-Persönlichkeits-Störung.

Man hat das Gefühl, sie nimmt die Außenwelt kaum wahr, sie ist ihr nicht wichtig. Es zählt ihr Innenleben und das ist verletzt.

Der Weg weiter und tiefer in die Krise – mit kleinen Ausnahmen

Der Weg der Heldin führt sie zunächst tiefer in die Krise:

  • Sie heiratet nicht, sie lässt sich heiraten. Sie tut das um einer noch ärgeren Situation, der Einweisung in eine psychiatrische Anstalt zu entgehen. Es ist eine Skylla Charybdis-Situation – Pest oder Cholera. Sie stellt nur ihre (emotionalen) Überlebens-Bedingungen an den Ehemann.
  • So ist sie gefangen – in einer lieblose, arrangierten Ehe, schon die Vereinbarungen konnte kaum liebloser sein. (allerdings mit einem verständnisvollen Ehemann, der ihre Wünsche und Launen akzeptiert).
  • Gleich nach der Hochzeit bleibt sie tagelang in ihrem Zimmer und will nicht gestört werden.
  • Dann arbeitet sie allerdings im Büro in der (neu gegründeten) Firma ihres Mannes (ein positiver Aspekt)
  • Sie gewährt ihrem Mann ein kurzes intimes Zusammensein. Dabei nimmt sie die Rolle als Prostituierte an und lässt sich dafür bezahlen. So bleibt sie emotional ‚unbelastet‘ und mit der negativen emotionale Erfahrung dabei bestätigt sie sich selbst, dass José nicht der richtige Mann für sie ist
  • José lässt ein neues Haus bauen. Als sie den Bau besichtigt, bekommt sie einen Unterleibskrampf und verliert ihr Kind. Sie wusste gar nicht, dass sie von der einzigen intimen Begegnung mit ihrem Mann schwanger war.
  • Das Positive daran: Ihre Krankheit wird diagnostiziert und sie wird auf  Kur geschickt.
  • Dann kommt ein Zwischenhoch. Sie trifft die Liebe ihres Lebens. Es kommt zu keinen intimen Handlungen 10, André’s Krankheit lässt das gar nicht zu. Dennoch genießt sie doch die Nähe von André.
  • Sein abschiedsloses Verschwinden stürzt sie in eine tiefes, schwarzes Loch.
  • Seine Rückkehr ist bloße Halluzination, in die sie sich leidenschaftlich hingibt – wie wir später erfahren mit ihrem Ehemann, von dem sie glaubt, dass das mit ihm nicht möglich ist.
  • Mit den ebenso leidenschaftlichen Liebesbriefen an René versucht sie die Flamme der Sehnsucht am Leben zu erhalten.
  • Umso größer ist die Enttäuschung, als die Briefe wieder zurückkommen. Ihr Mann rettet sie vor einem Suizid-Versuch.
  • Auch wenn mit dem Aufwachsen ihres Sohnes wieder etwas Stabilität ins Familienleben kommt, wirkt sie doch geistig Abwesend – mit ihren Gedanken bei der Liebe ihres Lebens.
  • Die Aufklärung, dass André tot ist und dass die leidenschaftliche Liebesnacht mit ihrem Mann war, ist die letzte große Ent-Täuschung dieses Films, das Ende der bisherigen Täuschung.

Der (Entwicklungs-)Weg

Aber die vielen emotionalen Krisen  haben sie reifer werden lassen.

Der positive, aufsteigende Entwicklungsweg wird im Film nur kurz angedeutet. Positiv beigetragen hat vermutlich

  • die Akzeptanz der Ent-Täuschung der unbeantworteten Liebesbriefe,
  • das Erleben des Aufwachsens ihres Sohnes,
  • die wohlwollend-akzeptierende Art ihres Ehemannes, der auch Eksapden gelassen hinnimmt und
  • die Aufklärung der Hintergründe ihrer leidenschaftlichen Liebes-Nacht und die Akzeptanz dieser Fakten – Marc ist ihr gemeinsames Kind.
  • Zusätzlich hat José ein sehr gutes Verhältnis zu seinem Sohn, obwohl er sonst sehr schweigsam ist.

Was ihr auch bei ihrer Entwicklung hilft, ist ihre Ehrlichkeit und Offenheit sich selbst und anderen gegenüber. Sie macht sich nichts vor, redet nichts schön, spricht die Dinge an.

Kommt man stärker aus den Krisen heraus, so entwickelt man Resilienz, Widerstandskraft. Und es gibt zahlreiche Belege dafür, dass vermutlich die zentralen Entwicklungsschritte eines Menschen in Krisen und Konflikten gesetzt werden und nicht in der Normalität der Komfort-Zone.

Das Ende

Das Symbol für den positiven Entwicklungsschritt von Gabrielle und des Paares wird am Ende gezeigt.

Gabrielle und José wandern gemeinsam zu José’s kathalonischen Heimatdorf, das er seit seiner Flucht nicht mehr gesehen hatte.

Für Gabrielle ist der Besuch des Heimatdorfes ihres Mannes ist ein Symbol für die Akzeptanz der Beziehung und der Bereitschaft, sich auch auf ’seine Welt‘ einzulassen und so einen gemeinsamen Weg zu gehen.

Von der Vernunft zur Liebe

Der Weg von einem vernünftigen Beginn einer Partner-Beziehung mit relativ wenig Liebe und Leidenschaft zu einer ‚echten Liebe‘ ist nicht so ungewöhnlich  und auch nicht so selten.

„Aus paartherapeutischer Sicht scheint das Ausmaß der Verliebtheit weniger wichtig zu sein als der weitere Umgang mit dem, was vorhanden ist oder fehlt bzw. mit dem Konfliktpotential, das dem romantischen Beziehungsideal innewohnt.“11

Archetypische und mythologische Parallelen

Psychologische Film-Wissenschaftler fanden, dass in erfolgreichen bzw. tiefgehenden und wirksamen Filmen archetypische Parallelen vorhanden sind, die bewusst und /oder unbeabsichtigt und unbewusst eingebaut wurden.

Ohne dies tiefer auszuloten, sind folgende Parallelen zu vermuten.

  • Gabrielle: Der deutschsprachige Titel „Die Frau im Mond“ würde darauf hindeuten, das ‚mond-bezogene‘ Archetypen und Mythen in den Persönlichkeits-Anteilen überwiegen, wie sie etwa in der Artemis-Mythologie beschreiben werden. Zwar ist die nebelige, verschleierte Stimmung durchaus bemerkbar doch zentrale Aspekte wie die primäre Lebens-Orientierung an Frauen und weniger an Männern und die schwesterlich-brüderliche Leidenschaftslosigkeit wie sie in der Mythologie der Mondgöttin Artemis vorherrscht, gar nicht vorhanden. Es ist allerdings auch zu bedenken, dass  in unterschiedlichen Mythologien durchaus sehr unterschiedliche Mond-Göttinnen und Mond-Mythen existieren, die oft auch unterschiedlichen Mond-Phasen zugeordnet werden.
    Unübersehbar ist jedoch die Durchdringung der Aphrodite-Themen und -Stimmungen des Lebens und Erlebens von Gabrielle. Die Logik und Psycho-Logik von Aphrodite, die Göttin der Liebe durchwebt auch das innere und äußere Leben von Gabrielle – allerdings in einer ‚unerlösten‘, leidenden und leidbringenden Art und Weise, zumindest in Gabrielle’s frühen Lebensphasen.
    Was ganz wenig sichtbar wird, ist der Mutter-Archetyp (Demeter-Archetyp, -Mythos), auch nicht nach der Geburt ihres Sohns Marc.
  • André: André ist in der Archetypik von C. G. Jung eine typische Animus-Figur – der geheimnisvolle Fremde, der typischerweise in den Träumen von Frauen in der zweiten Lebenshälfte auftaucht und der männliche Anteil in der Psyche der Frau symbolisiert. Im Individuations-Prozess der Frau spielt er eine wichtige Rolle zur Ganz-Werdung.
    In der griechischen Mythologie sind einige Anteile von Dionysos zu vermuten. Dionysos war der Gott des Weines (Symbol für Drogen aller Art), der Ekstase und des Wahnsinns. In der Mythologie wird er meist von einer Horde wilder Frauen begleitet. Wo sie Rast machen, werden ausgelassene, ekstatische Orgien gefeiert.
  • José ist eher eine Hephaistos-Natur12. Obwohl dieser „auf dem Papier“ mit Aphrodite verheiratet war, hatte er es mit den Frauen sehr schwer. Sein Aussehen und sein Klumpfuß trugen dazu bei. Seine Mutter, die Gattin des Zeus hatte ihn aufgrund seiner Hässlichkeit auf die Erde geschleudert. Sein Klumpfuß war die Folge. Für Aphrodite hatte er als ihr Ehemann nur eine ‚Feigenblatt-Funktion‘, damit sie ihre Liebesabenteuer ungehindert ausleben konnte. Er war ein wunderbarer Kunst-Handwerker der die edelsten Schmuckstücke herstellte und eher ruhig und zurückgezogen lebte.
  • Adèle, Gabrielles Mutter war eher eine Hera-Figur, bei der die Partnerschaft, die Ehe, die Zweisamkeit an höchster Priorität steht, wichtiger als Mutter oder Geliebte / Liebende. Demensprechend war es ihr auch wichtig, dass ihre (Problem-)Tochter unter die Haube kommt, der Rest wird sich schon richten.

Das reale und das gewünschte Leben

Im Film wird das reale Leben von Gabrielle geschildert. Einiges von ihrem Leben und ihrem Verhalten und Erleben ist schwer verständlich, will man nicht viele Verhaltensweisen einer Persönlichkeits-Störung zuordnen. Z. B. wird klar, dass die „Vernunftsehe“ gar keine Vernunftsehe ist.  Dazu wäre es nötig, vernünftig zu agieren, sich zu arrangieren und sich zu bemühen, das Beste aus der Situation zu machen. Nicht sinnvoll ist es sich das Leben schwer zu machen, die Abwertung für den Partner offen auszudrücken und in einer distanzierten, eisigen Stimmung auszuhalten.

Auch wenn also wie gesagt manches nicht verständlich ist, eines ist jedoch klar: Das reale und das gewünschte Leben stimme nicht überein. Gabrielle lebt nicht das Leben, das sie leben will.

Wenn doch nur alles anders wäre …
Diese Frage stellt sich Gabrielle auch oft genug, schließlich hat ihr Leben eher selten etwas mit ihrer Vorstellungskraft zu tun. Diese Frage wird einem aber auch als Zuschauer des Öfteren durch den Kopf schwirren. Denn so richtig schlau wird man nicht aus dieser Frau, die irgendwie grundsätzlich alles ganz anders haben will, als es gerade ist. Das erinnert mitunter an Madame Bovary, jenen Klassiker, in dem eine Frau in ihrem kleinbürgerlichen Leben erstickt.“
(Oliver Armknecht: Die Frau im Mond – Erinnerung an die Liebe. )

Das Verzweifeln an der kleinbürgerlichen Kultur und Moral mag gemeinsam mit Mme Bovary sein. Diese hatte sich jedoch durch die Heirat des Dorfarztes ein bessers Leben erhofft und wurde enttäuscht. Demgegenüber hat sich Gabrielle erst gar nichts von der Ehe erhofft und war insofern nicht enttäsucht worden – am Ende hat sich sogar alles – anders als bei Bovary – zum Besseren gewendet. Trotzdem – weil die Unzufriedenheiten und die Sehnsüchte laufend mitschwingen – ist dieser Film sehr geegnet, über die grundlegenden Fragen der eigenen Lebensgestaltung nachzudenken:

  • Welches Leben lebe ich?
  • Welches Leben will ich leben?

Der negative Mutterkomplex

Man fragt sich: Woher kommen die Probleme, mit denen Gabrielle konfrontiert ist. Meine Vermutung ist, es sind frühe negative Erfahrungen mit der Mutter, ein „ursprünglich negativer Mutterkomplex„. Im Film erleben wir die Mutter in einer sehr distanzierten Beziehung zur Tochter, ihr gehen die Verhaltensweisen der Tochter auf die Nerven, sie will die Schwierigkeiten los werden. Als geeignetes Mittel dafür ist die Abschiebung an einen Ehemann und das wird mit Geld gekauft / „unterstützt“ und es gelingt.

Man erkennt die problematische Beziehung auch an einem Ereignis später, als Gabrielle schon verheiratet ist. Anlässlich der Geburt des Kindes kommen die Eltern auf Besuch. Zwischendurch nimmt die Mutter José beiseite und sagt ihm, dass sie den Eindruck hat, dass sie keine warmherzige Mutter ist. José antwortet: „Vielleicht hat sie es nicht anders gelernt.“ – und verhindert so eine ‚kranke‘ Koalition gegen Gabrielle.

Das Problemkind oder das kranke Familiensystem?

Gabrielle wird  zumindest von der Mutter, die in der dominanten Familienrolle agiert, als Problemkind gesehen. Wir wissen, dass ‚Problemkinder‚ häufig der Ausdruck eine kranken Systems sind, auch wenn das meistens den Familien-Mitgliedern nicht bewusst ist. Oft versucht z. B. das ‚Problem-Kind‘ die Ehe der Eltern zu retten. Wenn sie sich auf die Bewältigung der Probleme mit dem Kind konzentrieren lenkt sie das von den Partner-Problemen ab. Und die negativen Folgen des Rolle des Problemkindes scheinen ihm geringer zu sein als die negativen Folgen einer gescheiterten Ehe. Dies alles erfolgt nicht bewusst. Vgl. dazu den Beitrag: Problemkinder als Sympotmträger.

Gestärkt aus Krisen hervorgehen

Zahlreiche Studien zur PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung), der Salutognese und der Resilienzforschung zeigen ähnliche Ergebnisse, die auch seit langem in psychotherapeutischen Richtungen berichtet wurden: Ein häufiger Fall ist, dass Menschen aus schweren Krisen geschwächt hervorgehen. Ein großer Teil erholt sich nach einiger Zeit und setzt dann seinen Lebensweg als „wieder genesen“ fort. Ein kleinerer Teil erholt sich nicht und hat mit Beeinträchtigungen weiterhin zu leben. Ein dritter Teil und der ist nicht so gering, geht jedoch gestärkt aus Krisen hervor. In der Krise wurden Potenziale entdeckt und entwickelt, die gebraucht wurden, um die Krise zu bestehen. Diese Ressourcen stehen weiterhin zur Verfügung und haben die Person stärker gemacht als sie zuvor war. Ein großer Teil dieser Forschung orientieren sich am Konzept der Resilienz.

Cast und Daten

Voller Titel: Die Frau im Mond. Erinnerung an die Liebe.
Orig.: Mal de pierres (Steinekrankheit), engl. From the land of the moon
Drama, Romanze, Melodram, Romanverfilmung, Flashback-Erzählung
Frankreich 2016, 120 Minuten
Regie: Nicole Garcia

  • Marion Cotillard: Gabrielle Rabascal, Protagonistin
  • Louis Garrel: André Sauvage, kranker Offizier / Veteran des Indochina-Krieges, Gabrielle’s große Liebe
  • Alex Brendemühl: José Rabascal, Gabrielles Ehemann, Sainsonarbeiter / Erntehelfer, gelernter Handwerker (Maurer), geflüchtet aus Franco’s Spanien / Katalonien.
  • Brigitte Roüan: Adèle, Gabrielles Mutter
  • Victoire Du Bois: Jeannine, Gabrielles Schwester
  • Aloïse Sauvage: Agostine, Krankenschwester im Kurhaus, mit Gabrielle freundet sich mit ihr an
  • Daniel Para: Martin, Gabrielles Vater
  • Jihwan Kim : Blaise. Offiziersbursche von André
  • Victor Quilichini: Marc Rabascal (14), Gabrielle’s Sohn
  • Ange Black-Bereyziat: Marc Rabascal (7), „
  • Sören Rochefort: Georget
  • Camilo Acosta Mendoza: Camilo
  • Francisco Alfonsín: Paco
  • Julio Bollullo Carasco: Julio
  • Alexandre Dufour: Postbote
  • Pièrre Allogia: Taxifahrer

Entwicklungs-Themen, die im Film angesprochen werden

  • Sehnsucht, Sehnsucht nach der großen Liebe.
  • Romantik
  • Steine-Krankheit (Nierensteine, …)
  • Problemkind in der Familie
  • Außenseiterin in der (Dorf-)Gesellschaft /-Gemeinschaft, Outlaw, Feme
  • (negative) Beziehung Tochter-Mutter, negativer Mutterkomplex
  • Suizid-Versuch, Rettung
  • arrangierte Hochzeit, Kuppelei, Mutter als Kupplerin
  • Psychiatrie, Gefahr einer Einweisung
  • Archetypen, Götter in jedem Mann, Göttinnen in jeder Frau
  • unerfüllte Liebe
  • Vernunfts-Heirat
  • arrangierte Ehe, lieblose Ehe, Distanz in der Ehe
  • Abweisung
  • Persönlichkeitsstörung, Borderline
  • Individuation, den eigenen Weg finden
  • Komfortzone
  • Normalität, Norm, Normen einhalten
  • Mann verlassen, Ehepartner_in verlassen
  • ungeliebte Partnerschaft, Liebesleid
  • Moral, Moral des Dorflebens, überschreiten moralischer Normen
  • reales Leben – gewünschtes Leben
  • Heraus aus der Komfort-Zone
  • Verlust eines Kindes
  • Ungewissheit, wer der Vater des Kindes ist
  • exzessive Sexualität, dysregulierten Sexualverhalten

Selbstreflexion

allgemeine Fragen zur Reflexion

  • Wie hat der Film auf mich gewirkt? Mit wem habe ich mich identifiziert? Wer oder was im Film hat bei mir Gefühle ausgelöst? Was sagt das über mich aus?
  • Sind Erinnerungen bei mir hochgekommen? Eigene Erlebnisse, die mit dem Film in Zusammenhang stehen? (Hinweis: Erinnerungen kommen oft erst bei der 2. oder 3. Betrachtung des Films)
  • Welche Themen sind auch bei mir vergangene oder derzeitige Lebensthemen (Themen von mir / meinem Leben)?

spezielle Fragen zur Reflexion

  • Wer ist oder war die große Liebe in meinem Leben? Wie stark ist meine Sehnsucht nach der großen Liebe. Wie weit habe ich diese verwirklicht?
  • Welche Qualitäten hat meine Partnerschaft / Ehe / Beziehung?
    Inwieweit ist es eine Vernunfts-Beziehung / Vernunfts-Ehe? Inwieweit sie arrangiert?
  • Welchen Bezug habe ich zu den im Film enthaltenen Archetypen (siehe oben)?
  • Wie angenommen / abgelehnt fühle ich mich von meiner Partnerin / meinem Partner? Wie viel Liebe ist darin enthalten?

Querverweise

Links

Die Frau im Mond

Jochim Kurz: Im Steinbruch der Sehnsucht. Aus: www.kino-zeit.de. https://www.kino-zeit.de/film-kritiken-trailer-streaming/die-frau-im-mond-erinnerung-an-die-liebe.

o. A.: Mal de pierres (2016). Aus imdb.com. https://www.imdb.com/title/tt3794028/.

Gerhard Midding: „Die Frau im Mond“: Ein Fall von bezwingbarer Romantik. 21. April 2017. Aus: derstandard.at. https://www.derstandard.at/story/2000056263695/die-frau-im-mond-ein-fall-von-bezwingbarer-romantik.

Oliver Armknecht: Die Frau im Mond – Erinnerung an die Liebe. Aus: filmrezensionen.de. 20. 7. 2017. https://www.film-rezensionen.de/2017/07/die-frau-im-mond-erinnerung-an-die-liebe/.

 

 

Die große Liebe

Astrid Riehl-Emde, Jürg Willi: Sich verlieben und die große Liebe. Eine Fragebogenaktion und Überlegungen aus paartherapeutischer Sicht. Psychotherapeut 42, 85–91 (1997). https://doi.org/10.1007/s002780050056. Aus: link.springer.com.

Gyburg Radke: Sokrates’ große Liebe. Der philosophische Eros in den Dialogen Platons. Z Literaturwiss Linguistik 34, 9–40 (2004). https://doi.org/10.1007/BF03379431.

Mathias Jung: Ich liebe dich. Nur nicht grad jetzt. Große Liebe, kleine Krisen. Verlag Herder GmbH, 2015.

Jana Seeling: Ich habe angefangen, wieder an die große Liebe zu glauben, Aus: beziehungsweise-magazin. https://www.beziehungsweise-magazin.de/ratgeber/liebe-emotion/ich-habe-angefangen-wieder-an-die-grosse-liebe-zu-glauben/. („Fallstudie“)

Julia Haigk: Das ändert sich, wenn du die große Liebe gefunden hast!. Aus instyle.de. https://www.instyle.de/lifestyle/diese-dinge-aendern-sich-wenn-du-die-grosse-liebe-gefunden-hast.

Jana Seelig: Die große Liebe beginnt klein. Ich habe angefangen, wieder an die große Liebe zu glauben. Aus: beziehungsweise-magazin.de. https://www.beziehungsweise-magazin.de/ratgeber/liebe-emotion/ich-habe-angefangen-wieder-an-die-grosse-liebe-zu-glauben/.

 

Die Vernunftehe, Konvenienzehe

Arnold Retzer: Lob der Vernunftehe. Eine Streitschrift für mehr Realismus in der Liebe. Fischer TB Verlag. Aus: fischerverlage.de. https://www.fischerverlage.de/sixcms/media.php/308/lp_978-3-596-18527-6.pdf. (Leseprobe – pdf)

 

Exzessives Sexualverhalten, Hypersexualität, weibliches Libido

Tillmann H.C. Krüger: Exzessives Sexualverhalten. Definition, Grundlagen & klinische Aspekte. ppt-Präsentation aus http://www.fv-medienabhaengigkeit.de. http://www.fv-medienabhaengigkeit.de/fileadmin/images/Dateien/Symposium_2014/Krueger_Vortrag_Sexualverhalten.pdf.

U. Hartmann, C.P. Mörsen, J. Böning, M. Berner: Exzessives Sexualverhalten. Konzept und Positionierung der Verhaltenssüchte in der Klassifikation psychischer Erkrankungen. In: Karl Mann (Hrsg.): Verhaltenssüchte. Grundlagen, Diagnostik, Therapie, Prävention. Springer Berlin Heidelberg. 2014. Aus: springermedizin.de. DOI: https://doi.org/10.1007/978-3-642-38364-9_5.

Silvia Sanides: Wildes Begehren. Frauen sind viel gieriger auf Sex als Männer. Aus. focus.de. 12. 1. 2014. https://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/sexualitaet/neue-erkenntnisse-lust-sex-forscher-studie-pornografie-frauen-sex-gieriger-als-maenner-7_id_3531597.html.

 

Krisen bewältigen, Resilienz

Albert Wunsch: Mit mehr Selbst zum stabilen ICH! – Resilienz als Basis der Persönlichkeitsbildung. Springer Spektrum, Heidelberg

Thun-Hohenstein, L., Lampert, K. & Altendorfer-Kling, U.: Resilienz – Geschichte, Modelle und Anwendung. Z Psychodrama Soziom 19, 7–20 (2020). https://doi.org/10.1007/s11620-020-00524-6.

Nico Rose: Wie Menschen an Krisen wachsen. Aus: wuv.de. https://www.wuv.de/karriere/wie_menschen_an_krisen_wachsen.

 

Komplexe, negativer Mutterkomplex

Verena Kast: Mutterkomplex. In: Gerhard Stumm, Alfred Pritz (Hrsg.): Wörterbuch der Psychotherapie. Springer 2000, S. 447. https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-211-99131-2_1206.

Verean Kast: Vater-Töchter, Mutter-Söhne: Wege zur eigenen Identität aus Vater-und Mutterkomplexen. Stuttgart, Kreuz 2005 (1-1994).

  1.   Freie Übersetzung aus imdb
  2.   Freie Übersetzung aus imdb
  3.   Vgl. eine Szene: Gabrielle und ihre Mutter beim Arzt:  Plötzlich stöhnt Gabrielle und windet sich vor Schmerzen. Die Mutter und der Arzt sehen sich bedeutungsvoll an. Die Mutter: „Sie hat wieder ihre Krämpfe, nichts weiter. Bei ihr weiß man nie, ob es echt ist oder gespielt.“ (17.00)
  4.   Der Dialog dazu: Sie:
    • (Sie kommt zu seiner Arbeitsstelle): „Ich werde nicht mit Ihnen schlafen.“ Er: „Gut.“
    • Sie: „Wie werden Sie das aushalten?“
    • Er: „Es gibt Frauen.“
    • Sie: „Wo denn?“
    • Er: „Wo wir sein werden.“
    • Sie: „Sie werden unglücklich sein.“ „Warum wollen Sie unglücklich sein?“…
      „Ich liebe Sie nicht.“ „Ich werde Sie nie lieben.“
    • Er: „Ich liebe Sie auch nicht.“

  5.   Besonders die Juni-Barcarole von Tschaikowsky spielt hier und später eine Rolle. Gabrielle’s Sohn Mar wird es später auf einem Musikwettbewerb vorspielen und und spielt es vorher auf einer Familien-Feier.
  6.   Sie fragt ihn kurz vor dem Ende: „Warum hast du nichts gesagt?“ Er antwortet: „Ich wollte, dass du lebst.“
  7.   andere, z. B. die gesellschaftliche  oder cineastische Interpretation (Filmkritik) wird hier ausgelassen. Auch die Interpretation der Familien-Dynamik wird nur am Rande erwähnt.  
  8.   Der Film läuft auf 2 Zeitschienen, er beginnt in der Gegenwart und gibt dann eine lange Rückschau, bevor er wieder in der Gegenwart weitergeht.
  9.   Sie versucht es  im Unterricht bei zufälligen Begegnungen – auch auf einem Dorffest. Als sie abgewiesen wird, stößt sie ihn von hinten um und läuft davon. Später wird sie bewusstlos in einem Graben gefunden. José trägt sie aus dem Graben heraus.  
  10.   Einige sanfte Berührungen sind das Äußerste 
  11.   Aus: Astrid Riehl-Emde, Jürg Willi: Sich verlieben und die große Liebe.
  12.   Vgl. dazu meinen Beitrag zu den Göttern in jedem Mann

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