Sag mir, was Dich ärgert und ich sag Dir, wer Du bist: Projektion – Übertragung – Spiegeln

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Untertitel: Projektion, Übertragung und Spiegelung als Entwicklungs-Instrumente für unsere Persönlichkeit

An Ärger festhalten ist
wie wenn du ein glühendes Stück Kohle festhältst
mit der Absicht, es nach jemandem zu werfen –
derjenige, der sich dabei verbrennt,
bist du selbst.

Buddha[ o. A.: Aphorismen   ]

Spiegelung ist auch ein psychischer Prozess: Gemälde von Degas: Vor dem Spiegel. 1889 (Hamburger Kunsthalle)

Der Titel dieses Beitrags ist vielleicht übertrieben, zugegeben, aber er enthält einen wahren Kern. Die zentrale Aussage dieses Beitrags lautet: „Unsere Emotionen sagen viel über unser psychische Struktur aus.“

Wenn wir uns sehr über etwas ärgern (z. B. über das Verhalten einer anderen Person) – vor allem, wenn das über das ’normale Maß‘ hinausgeht, dann können wir ziemlich sicher davon ausgehen, dass in uns etwas angesprochen / ‚angetriggert‚ wurde.1 Meist handelt es sich um einen Schatten-Anteil, der uns nicht bewusst ist, der zum eigenen ‚blinden Fleck‘2 unseres Selbst-Bilds gehört. Komplexe entstehen durch einen psychischen Verdichtungsprozess, bei dem die  Intensität (die ‚energetische Ladung‘) von mehreren psychischen Elemente (Gedanken, Gefühle, Erinnerungen, Bilder, Vorstellungen, …) zu einer Art Cluster, einer einzigen Vorstellung verdichtet wird. 3

Der eigene Ärger und die eigenen Aussagen dazu sagen also häufig mehr über mich aus als über den Anderen, über den ich mich ärgere4. Das ist mir meist nicht bewusst, ich denke mir eher „Das ärgert mich, sein Verhalten ist unakzeptabel, skandalös, …“)

Beispiele:

  • Ein Mitarbeiter oder ein Partner hat die versprochene Arbeit nicht erledigt und bringt unglaubwürdige Ausreden – ich zucke aus!
  • Ich bin an der Kassa eines Supermarkts angestellt. Es bildet sich eine lange Schlange. Jemand drängt sich vor, geht an der Schlange entlang, stellt sich vorne hin. Ich werde laut, beschimpfe den Anderen lauthals.
  • Ich stehe am Buffet angestellt, bin der zweite in der Reihe. Da bringt der Kellner eine neue Platte mit einigen saftigen Steaks. Ich liebe Steaks. Die Person vor mir nimmt die Platte und teilt die Steaks an seinem Tisch auf. Ich gerate in Wut, verwende Wörter, die mir normal nicht über die Lippen kommen.
Wut und Ärger sagt oft mehr über den Ärgerer als über das Objekt des Ärgers. Zornige Physiognomie (Buchillustration 19. Jhd.1800)

In all diesen Beispielen werden Verhaltensweisen angesprochen, die – zumindest auf dem ersten Blick nicht akzeptabel sind. Wenn etwas Ärger dabei ist, ist das auch im ‚Normalbereich‘5, aber wenn ich ausraste, dann hat es bei mir etwas getroffen, das unverarbeitet in mir existiert, eine alte Wunde, eine alte Verletzung, die im Grunde nichts mit der vorliegenden Situation direkt zu tun hat.

  • Vielleicht wurde mir als Kind von meinen Eltern manches versprochen, das sie nicht gehalten haben und ich war tief enttäuscht und musste es verdrängen. Und die Wunde wird aktiviert, wenn jemand ein aktuellen Versprechen nicht hält (das er vielleicht aus äußeren Gründen nicht halten konnte.)
  • Vielleicht hat mein kleiner Bruder sich als Kind bei Belohnungen der Eltern vorgedrängt und es wurde von den Eltern akzeptiert. Und jedes Mal, wenn sich jemand vordrängt, werde ich an diese Situation erinnert und die ganze große Enttäuschung  und Wut der Vergangenheit entlädt sich bei aktuellen (kleinen) Anlass, ohne mir dessen bewusst zu sein. Ich wundere mich vielleicht selbst über die Heftigkeit meiner Reaktionen.
  • Vielleicht konnte ich mich im Kindergarten oder in der Schule den Anderen gegenüber nicht durchsetzen und ich bin bei allen Verteilungskämpfen ‚übrig geblieben‘. Außerdem wurde ich beim Völkerball-Spielen immer als einer der letzten gewählt. Das alles hat mein Selbstwert-Gefühl beschädigt. Als Erwachsener habe ich zwar jetzt mehr Selbst-Bewusstsein, aber ich wurde als Erwachsener zu einem Gerechtigkeitsfanatiker. Und immer wenn ich wahrnehme, dass bei mir oder bei anderen dieses Gerechtigkeitsprinzip (aus meiner Sicht) verletzt wird, werden alte GEfühle der Frustration und Hilflosigkeit aktiviert und ich reagiere übermäßig emotional.

Hintergrund

Wie ist das zu erklären? Was ist das Prinzip dahinter. Eine mögliche Erklärung ist die Entwicklung von Abwehr-Mechanismen, vor allem Projektion und Übertragung (incl. Gegen-Übertragung)6 Das Verständnis dieser Abwehr-Mechanismen kann helfen, eigene Muster zu verstehen, schädliche Muster zu verringern und auch das Verhalten anderer Personen zu verstehen und zu akzeptieren. Dies ist vor allem in Konflikt-Situationen sehr wichtig und hilft, unnötige Konflikte zu vermeiden und eskalierte Konflikte zu de-eskalieren. Das ‚Spiegel-Prinzip‘ ist ein gutes Tool, um dieses Verständnis in der Praxis für mich und für Andere anzuwenden.

Projektion und Übertragung

Projektion

Projektion ist auch ein psychischer Prozess. Leitz Dia-Projektor , Baujahr 1954-1068

Projektion ist ein Abwehr-Mechanismus, bei dem ich eigene nicht akzeptierte Anteile (Merkmale, Impulse, Wünsche, …) in Anderen ‚erkenne‘ und kritisiere, die dieser gar nicht hat, zumindest nicht in dem kritisierten Ausmaß. Es sind eigene Merkmale, die ich Anderen zuschreibe, vor allem meine Schatten-Elemente. Andere werden für eigene nicht akzeptierte Defizite, Gefühle, Wünsche verantwortlich gemacht. Dies geschieht unbewusst.7

Z. B. kann es sein, dass bei mir aggressive Impulse hoch kommen, die ich in mir nicht akzeptiere, weil mir z. B. in meiner Kindheit verboten wurde, sie zu zeigen bzw. weil sie als „schlecht“ dargestellt wurden. Dann besteht die Gefahr, dass ich sie verstärkt bei anderen Personen bzw. in bestimmten Situationen (z. B. heftigen Diskussionen) verstärkt sehe, auch dann wenn sie nicht oder nicht dominant dort vorkommen. Ich projiziere meine unterdrückten Aggressionen auf andere.

Oder wenn ich meine ‚gierigen‘ Tendenzen unterdrücke,sie verdränge, nicht akzeptiere, sie leugne dann ist die Gefahr hoch, dass ich sie bei anderen Personen übermäßig oft oder intensiv wahrnehme bzw. attribuiere: „Du bist gierig“. Ähnlich ist es mit unbewussten, nicht akzeptierten Machtmotiven, das in vielen Menschen vorhanden ist.

Projektion kann auch als Verwechslung der Person verstanden werden: Ich verwechsle den Anderen (Anteile des Andern) mit mir (eigenen Anteilen). Ich erkenne sie im Anderen (kann stimmen, muss aber nicht), ich erkenne sie nicht in mir. Je entschiedener ich sie bei mir ablehne bzw. negiere, desto deutlicher werden sie bei anderen vor Augen geführt.8

Projektion: Innere Anteile, Schatten, abgelehnte Bilder, Ängste, Gedanken und vieles andere werden im anderen erkannt;
jedoch nicht im eigenen Inneren.
Die andere Person oder die gemeinsamen Themen und Interaktionen dienen als Spiegel für unsere Schatten.“9

Ein Beispiel für Projektion ist auch, wenn eine Mutter ihr Kind drängt, Klavier zu lernen, weil sie als Kind es auch lernen wollte, aber dazu keine Gelegenheit hatte.  Vielleicht hofft sie dadurch, indirekt auch am Klavierspielen wieder Anteil haben zu können. Würde sie offen sagen: „Ich will Klavierspielen lernen.“, wäre sie möglicherweise gesellschaftlicher Kritik ausgesetzt: „Dafür ist es ja viel zu spät, du bist viel zu alt dafür.“

Dazu passt gut der viel-zitierte Spruch von Sigmund Freud:

Projektion ist das Verfolgen eigener Wünsche in anderen. Ein Abwehrmechanismus zur Bewältigung der Negativanteile der eigenen Persönlichkeit. Sigmund Freud10

 

Übertragung

Übertragung ist auch ein psychischer Prozess. Gemälde von Josef Vincenz Fischer: Übertragung der kaiserlichen Galerie. 1781. Kunsthistorisches Museum. Minerva, Göttin der weiblichen Künste, weist Joseph II. den Weg

Ein ähnlicher und mit ihr oft verwechselter Vorgang zur Projektion ist die Übertragung. Während jedoch die Projektion ein Irrtum in der Person ist, ist die Übertragung ein Irrtum in der Zeit. Ich übertrage etwas aus meiner Vergangenheit, oft meiner Kindheit in die Gegenwart.   Beispiel: Ich sehe in meinem Chef meinen Vater oder in einer Mitarbeiterin meine Tochter – und behandle sie entsprechend. Vielfach werden jedoch auch „Projektion“ und „Üebertragung“ als Synonyme behandelt.

Übertragung: Wir »verwechseln« die andere Person oder Geschehnisse aus dem intersubjektiven Feld mit früheren Erfahrungen, Ängsten, Vorlieben, Abneigungen, Personen. Wir aktivieren in uns einen »alten Film«, statt das Einzigartige und Neue wirklich wahrzunehmen.“9

Spiegelung

Spiegelung, ein optischer und psychischer Prozess. Foto von Hartmut Josi Bennöhr: Natürliche Spiegelung, Spiegelbild im Wasser, und computerunterstützte Spiegelungen. 4 10. 2003

Spiegel-Prinzipien werden für Entwicklungs-Anliegen häufig angewendet, in (tiefen)psychologischen Disziplinen und auch in spirituellen Traditionen. Ich beschränke mich hier auf psychologische Sichtweise.

Das Prinzip ist, die eigene Perspektive so zu wählen, dass ich die Begegnungen mit Andere (immer, gelegentlich, …) als Spiegel betrachte, besonders dann, wenn mir mein eigenes Verhalten, meine eigene Reaktion Rätsel aufgibt.

Ich wähle hier eine pragmatische Formulierung, die aus 4 ‚Gesetze‘ besteht, 2 für das Verständnis meines Verhaltens, 2 für das Verständnis Anderer.

1. Spiegel-Gesetz: Alles was mich am anderen stört, ärgert, aufregt oder in Wut geraten lässt und ich anders haben will, habe ich selbst in mir. Alles, was ich am anderen kritisiere oder sogar bekämpfe und verändern will, kritisiere, bekämpfe oder unterdrücke ich in Wahrheit in mir und hätte es gerne anders.

Naturspiegelung. Plansee (Tirol).

Das ist der Kern des Spiegelung-Prinzips, der Umgang mit Projektionen und Übertragungen.  Was ich an der anderen Person kritisiere, vor allem, wenn es von starken Emotionen begleitet ist, hat hohe Evidenz, dass es sich um eigene Merkmale handelt.

Das heißt natürlich nicht, dass ich alles kritiklos hinnehmen soll. In vielen beruflichen Rollen, vor allem auch als Führungskraft, muss ich formulieren, was nicht passt, was kontraproduktiv ist, was der Zielerreichung im Weg steht usw. Ich sollte das auch im privaten Leben machen, z. B. in der Partnerschaft. Aber die Kritik sollte sich vor allem auf unakzeptiertes Verhalten oder unakzeptierte Ergebnisse richten, niemals an die Person. Die Person sollte wertschätzend behandelt werden.12

2. Spiegel-Gesetz: Alles, was der andere an mir kritisiert, bekämpft und verändern will und ich mich deswegen verletzt fühle, so betrifft es mich – ist dies in mir noch nicht erlöst. Meine gegenwärtige Persönlichkeit fühlt sich beleidigt – der Egoismus ist noch stark.

Dieses Prinzip besagt, dass ich Kritik nicht persönlich nehmen soll. Selbst wenn der Andere es persönlich meint oder ausdrückt, sollte ich ‚darüber stehen‘. Ich kenne mich, habe mich erforscht und habe ein realistisches Selbst-Bild meiner Stärken und Schwächen. Kritik anderer kann mich deshalb nicht aus dem Gleichgewicht bringen.

Die Bezeichnung „erlöst“ wird beispielsweise im Persönlichkeitsmodell des Enneagramms und der Archentypen-Lehre verwendet13 Hier bedeutet „erlöst“ (im Sinn von gesund, gereift), dass die Person über das jeweilige Merkmal auf einem hohen Qualitätsniveau verfügt, dass sie es als Ressource einsetzen kann und nicht zu einem unpassenden Einsatz gedrängt wird.
So würde z. B. das Merkmal „aggressiv“ erst mal als unerlöst angesehen werden, als negatives Merkmal (ähnlich der Streitsucht), das eher überwunden werden soll.
Im erlösten Zustand wurde man dann eher von „durchsetzungs-stark“ sprechen, vielleicht auch „ehrgeizig“ oder „ziel-orientiert“. In diesem Fall wird eine gewissen Aggressivität eingesetzt, wenn es für die Zielerreichung notwendig ist, nicht bei jeder Gelegenheit bzw. in unpassenden Situationen.

3. Spiegel-Gesetz: Alles was der andere an mir kritisiert und mir vorwirft oder anders haben will und bekämpft und mich dies nicht berührt, ist es sein eigenes Bild, sein eigener Charakter, seine eigenen Unzulänglichkeiten, die er auf mich projiziert.

Dieses Gesetz beschreibt Kritik- und Rückmeldungs-Fähigkeit. Ich nehme von Rückmeldungen das, was passt und lasse liegen, was nicht passt. Und ich erkenne, dass das, was mein Kritiker oder Rückmeldungs-Geber sagt, auch Aussagen über sich selbst sind.

4. Spiegel-Gesetz: Alles, was mir am anderen gefällt, was ich an ihm liebe, bin ich selbst, habe ich selbst in mir und liebe dies im anderen. Ich erkenne mich selbst im anderen – in diesen Angelegenheiten sind wir eins.

Nur wer sich selbst kennt und akzeptiert, kann das Positive auch in Anderen erkennen und wertschätzen. Das Gute, das Positive verstärkt sich selbst.

Selbst-Reflexion

  • In welchem Ausmaß bin ich bereit und in der Lage, meine Projektionen zu erkennen / zu vermuten?
  • Wie viel Selbstreflexion betreibe ich?
  • Analyse
    • Wähle eine Person, der du kritisch gegenüberstehst, an der du viel kritisches erkennst
    • Was kann an dieser Person kritisiert werden. Schreibe einige Punkte auf.
    • Gehe dann die Punkte durch und überlege: Inwieweit treffen diese Punkt auch auf dich zu?
  • An welchen Personen erkennst du oder vermutest du, dass sie etwas in dich projizieren oder übertragen, was eigentlich eigene Merkmale dieser Person (Projektion)  oder einer anderen Person (Übertragung)  sind?

Literatur & Links

Projektion

Literaturhinweise in Sag mir, was dich ärgert

Björn Migge: Handbuch Business-Coaching.

Ed Hellmeier: Projektion. Aus: http://www.grenzwandler.org.  http://www.grenzwandler.org/projektion/.

Ed Hellmeier: projektive Identifikation. Aus: http://www.grenzwandler.org. http://www.grenzwandler.org/projektive-identifikation/

Florian Asche: Warum Tiere keine Rechte haben – und auch keine haben sollten. Aus: www.focus.de. https://www.focus.de/wissen/experten/florian_asche/schlaue-fuechse-dumme-esel-kommentar-warum-tiere-keine-rechte-haben-und-auch-keine-haben-sollten_id_5317930.html.

o. A.: Zitate: Psychologie: Aus: http://www.textuniversum.de. http://www.textuniversum.de/index.php5?topic=zitate&zid=19.

Martin Exner: Endlich L(i)eben!? XinXii-Verlag, 2016. (Kap.7: Die blockierende Wirkung Von Verhaltensmustern auf Handlungen, Abschnitt 7.7 Projektion)

o. A.: Aphorismen. www.aphorismen.de. https://www.aphorismen.de/zitat/18876.

 

Komplexe, Kompression

Verena Kast: Mutterkomplex. In: Gerhard Stumm, Alfred Pritz (Hrsg.): Wörterbuch der Psychotherapie. Springer 2000, S. 447. https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-211-99131-2_1206.

Verean Kast: Vater-Töchter, Mutter-Söhne: Wege zur eigenen Identität aus Vater-und Mutterkomplexen. Stuttgart, Kreuz 2005 (1-1994).

Doris Cech: Schlagwort: Komplexe in: Wörterbuch der analytischen Psychologie. http://www.analytische-psychologie.org/woerterbuch.htm.

Andreas Gauger: Der ursprünglich positive Mutterkomplex des Mannes – Die Welt hat auf einen wie mich gewartet. Aus: www.andreas-gauger.de. https://www.andreas-gauger.de/der-urspruenglich-positive-mutterkomplex-des-mannes/.

W. Stangl: Kompression. Aus: Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik, 2020. https://lexikon.stangl.eu/1565/kompression-verdichtung/.

  1.   In der Analytischen Psychologie nennt man dieses Etwas, das angetriggert wurde, einen „Komplex“: Man spricht davon, dass ein Komplex  konstelliert bzw. aktiviert wird. Zu Komplexen vgl. z. B. Doris Cech: Schlagwort: Komplexe 
  2.   Zum blinden Fleck vgl. das ‚Johari-Window‘ ein Modell von Joseph Luft und Harry Ingham in meinem Beitrag: Offene Kommunikation und das Johari-Fenster
  3.   So hat jeder Mensch z. B. einen positiven (lebensfördernden) oder negativen  (lebenshemmenden) Mutter-Komplex, der – laut Verena Kast – die generalisierten Beziehungs-Erfahrungen mit der Mutter (mit Müttern und dem Mutter-Raum) widerspiegelt.  Das gleiche gilt für den Vater-Komplex. Je stärker universelle, archetypische Elemente enthalten sind, desto stärker ist auch die Wirkung des Komplexes. [1.  Vgl. Verena Kast, Komplexe 
  4.   Auch im Kommunikations-Modell von Schulz von Thun ist ‚Selbstoffenbarung‘ eine Dimension, die in jeder Kommunikation enthalten ist. Man könnte die Überschrift des Beitrags auch ausdrücken: „Sag mir, was Du über Andere aussagst und ich sage Dir, wer Du bist.“
  5.   Obwohl Ghandi dazu sagt: Wenn ich mich über jemanden ärgere, dann ist das, als würde ich Gift trinken und hoffen, dass der Andere stirbt. 
  6.   Zu den weiteren Abwehr-Mechanismen vgl. meinen Beitrag Abwehr-Mechanismen.
  7. Hinweise zur Projektion finden sich auch in meinem Beitrag: Warum lebe ich nicht mein authentisches Leben?
  8.   Die Projektions-Dynamik wird schon im Neuen Testament erwähnt:  Zitat aus der Bergpredigt des Matthäusevangelium (Kapitel 5-7): „Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“ (BibleServer: Matthäus 7,3)  
  9.   Björn Migge: Handbuch Business-Coaching,  S. 98
  10. aus: o. A.: Zitate: Psychologie  
  11.   Björn Migge: Handbuch Business-Coaching,  S. 98
  12. Vgl. dazu meinen Beitrag: Rückmeldung geben, ohne zu verletzen.
  13.   Beim Konzept des Enneagramms spricht man bei den Entwicklungsstufen von „erlösten Typen“ (Richard Rohr, „redeemed types“ – vgl. meinen Beitrag zum Enneagramm, zur Archetypen-Lehre vgl. meinen Beitrag Archetypen 1.) 

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