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Untertitel: Was Führungskräfte und Unternehmer_innen von einem Klassiker der Kommunikation lernen können?1

Personen-zentrierte Regeln gelingender Kommunikation

„Mein Einfluss ist immer dann gewachsen,
wenn ich meine Macht und meine Autorität
mit anderen geteilt habe.“
Carl Rogers2

Carl Rogers: Carl Rogers defined the concept of self-image (or self-concept) as the set of all the thoughts, ideas and judgments you have about yourself. (Quelle in individuelle URL)
Carl Rogers

Carl Rogers ist einer der prägendsten Psychologen und Psychotherapeuten des vergangenen Jahrhunderts. Er prägte Generationen von Psychologen, Psychotherapeuten, Trainer, Berater und Menschen in sozialen Berufen.

 Rogers hat sich intensiv damit beschäftigt, zu ergründen, wie Kommunikation (besonders in Konflikt-Situationen) gelingen kann – zuerst im therapeutischen Bereich später auch in Alltagsbereichen der Kommunikation, z. B. Eltern-Kind, Lehrer-Schüler-, Führungskraft-Mitarbeiter-Kommunikation.  3

Die Grundsätze von Rogers sind noch immer gültig, auch wenn sie in verschiedenen neueren Ansätzen ergänzt und ausdifferenziert wurden. Sie können Führungskräfte und Unternehmer helfen, ihre Kommunikation zu analysieren und zu verbessern.

Zusammenfassende Botschaften für Unternehmer und Führungskräfte

Pablo Picasso: Junge mit Pfeife (1905). Pablo – authentisch – echt – kongruent – Picasso wird authentisches Verhalten und Schaffen nachgesagt. Aus einer inneren Laune heraus fügte er dem Bild des Jungen Blumen hinzu. Es wurde zu einem der teuersten Meisterwerke weltweit.

Ich stelle die plaktative Zusammenfassung und Anwendung der Rogers’schen Lehre für Führungskräfte und Unternehmer an den Beginn, um zu zeigen, dass sich eine vertiefte Auseinandersetzung mit seinen Inhalten lohnt.

  • Sei Dir bewusst, dass die Art und Weise, wie Du kommunizierst, für die Beziehung zu deinen Mitarbeitern zentral ist.
  • Sei Dir deinen inneren Mustern und Prozessen bewusst und kommuniziere aus diesem Hintergrund so authentisch und offen wie möglich.
  • Bringe Deinen Mitarbeitern grundsätzliche Wertschätzung zur Person entgegen. Unabhängig von deren Verhalten oder Leistung sollten sie als Mensch immer wertgeschätzt werden. Vermeide alle Abwertungen.
  • Sei Dir bewusst, dass non-direktive Interventionen / Maßnahmen wirkungsvoller sein können als direktive. Sich in den Anderen hineinversetzen zu können (Empathie), die Welt aus seiner Perspektive erkennen zu können, ist entscheidend, um beeinflussen zu können.
  • Beeinflussungen sollten grundsätzlich in Richtung der persönlichen Weiter-Entwicklung der Mitarbeiter gehen (entwicklungs-orientierte Kommunikation und Interaktion).
  • Entwickle ein echtes Interesse an der persönlichen Förderung der Mitarbeiter und gib ihnen genug Autonomie für diese Entwicklung.

Die folgenden Ausführungen sollen zeigen, was hinter diesen plakativen Forderungen steckt und vielleicht anregen, eines seiner Bücher zu lesen.

Vom non-direktiven über den klienten-zentrierten zum personen-zentrierten Ansatz

Um Rogers Botschaften in ihren Konsequenzen zu verstehen, ist es sinnvoll, seine Entwicklung nachzuvollziehen. Rogers nannte seinen Ansatz zuerst non-direktiv, später klienten-zentriert, schlussendlich personen-zentriert.

a) non-direktv

Im Gegensatz zu (direktiven) experten-zentrierten Ansätzen kennzeichnet Rogers seine Vorgangsweise als „non-direktiv4. Diese Vorgangsweise war ein revolutionärer Schritt, weil er als Angriff auf  das psychologische und therapeutische Expertentum gesehen wurde. Er nahm die Erfahrungen seiner Klienten ernst, als Erfahrungen, so wie sie von ihnen selbst erlebt und gesehen wurden.

„Dazu kam er, weil er die Erfahrung ernst nahm, dass Experten–Analysen und –Ratschläge von den Hilfesuchenden nicht angenommen werden, wenn diese wie Objekte behandelt werden. … (Vielmehr suchte er nach einer Vorgangsweise, ) die vor allem die Selbstdarstellungen (Symbolisierungen) der Klientinnen und Klienten und die ihnen zu Grunde liegenden Erfahrungen und Erscheinungen (Phänomene) ernst nimmt und sie so zu verstehen sucht, wie die Klientin oder der Klient selbst sie sieht.“ 5

Rogers Anliegen war es, dass Therapeuten, Berater, Führungskräfte, Eltern nicht selbst Lösungen erarbeiten sollten, sondern dass sie ihren Klienten, Mitarbeiter, Kinder helfen, sich selbst und ihre Situation besser zu verstehen, sodass sie Lösungen für ihre Probleme selbst erarbeiten können. Förderung der persönlichen Entwicklung, die Erweiterung des Selbst-Konzepts steht im Vordergrund.

Rogers Hauptthese lautete: In der Psychotherapie solle es nicht um Problemlösung, sondern um persönliche Entwicklung („growth“) gehen, wobei der Therapeut Begleiter und Förderer dieser Entwicklung statt Experte für psychische Probleme und deren Lösung zu sein habe. In der (therapeutischen) Beziehung seien die emotionalen Faktoren viel wesentlicher als die intellektuellen, und die Gegenwart sei dabei viel wichtiger als die Vergangenheit. Schließlich lege dieser Ansatz größten Wert auf die therapeutische Beziehung selbst als Erfahrung von Wachstum („growth experience“). 6

Im deutschsprachigen Raum hat besonders Reinhard Tausch diesen non-direktiven Ansatz in Therapie und Sozialarbeit eingeführt und verbreitet. 7

b) klienten-zentriert
Rogers Entwicklungen stieß auf viel Enthusiasmus aber auch auf viel Kritik, vor allem, weil viele versuchten, seine Vorschläge, z. B. das ‚Spiegeln‘ mechanisch anzuwenden, ohne die damit verbundene  Einstellung mitzubringen. Er begegnete diesem Missverständnis mit der Bezeichnung „klienten-zentriert“. Diese bezieht sich sich darauf, dass die innere Erlebniswelt des Klienten im Zentrum der Aufmerksamkeit steht.
„Um zu betonen, dass der Fokus der Aufmerksamkeit von Therapeut und Klient auf die innere Erlebenswelt des Klienten gerichtet ist, um dem Missverständnis, nicht-direktiv bedeute passiv, zu begegnen, und auch um sich von einem zur bloßen Technik verkommenen „Spiegeln“ abzugrenzen, prägte Rogers den Begriff „client–centered“, also „den Klienten in den Mittelpunkt stellend“.8 9
c) personen-zentriert
Persönliche Entwicklung im Zentrum: Für Rogers und für den Apostel Paulus. Anton van Dijck: Der Apostel Paulus. ca. 1680-1620. Niedersächsisches Landesmuseum Hannover

Mit personen-zentriert 10 11 stellt Rogers klar, dass es nicht nur um die Person des Klienten geht sondern auch um die des Therapeuten, Beraters (auch Eltern, Lehrer, …) und um die Beziehung der beiden.

Zwei Erfahrungen ließen diese Entwicklung entstehen.
Die erste Erfahrung war, als Rogers in den 60er Jahren in Wincounsin ein Projekt mit klinischen Patienten, mit Langzeit-Schizophrenen übernahm.12 Da die Klienten auf seine Interventionen nicht oder sehr unverständlich antwortete, wurde Rogers mit sich selbst und seine eignen Gefühlen konfrontiert. Und er bemerkte, dass er seinen therapeutischen Erfolg erhöhte , wenn er diese Gefühle dem Klienten mitteilte.
„Eins der Dinge, die wir in Wisconsin heraus-fanden, war: Wenn ich etwas ausdrückte, was ich fühlte, so war es wahrscheinlich, dass die andere Person antwortete. Das war keine Garantie, aber ich erinnere mich, dass ich über Stunden mit  einem Mann zusammensaß, der oft einen großen Teil der Stunde still war – und so prüfte ich meine Gefühle. (…) Nun, als ich begann, mehr und mehr von meinen eigenen Gefühlen zum Ausdruck zu bringen, kam es dazu, dass ich manchmal eine Antwort von ihm bekam. Ich habe keine  magische Formel dafür, doch ich habe den Eindruck, dass es manchmal hilft, die Gefühle der anderen Person hervorzubringen, wenn man die eigenen Gefühle ausdrückt.“13
Das zweite Ereignis war, dass sich Rogers in dieser Zeit auch sehr mit ‚Encounter-Gruppen‚ (wtl.: ‚Begegnungs-‚ / Selbsterfahrungs-Gruppen) beschäftigte. Zu diesen Gruppen / Seminaren kamen Menschen aus allen Bevölkerungs-Schichten. Rogers entwickelte dazu ein eigenes Konzept, in dem der (Seminar-)Leiter  nicht als Experte sondern als Begleiter („facilitator„) in Erscheinung trat. Rogers wurde in diesen Gruppen auch persönlich angesprochen und war dadurch in den Entwicklungsprozess persönlich einbezogen. Er fand es sehr positiv, keine Fassade zeigen zu müssen, sondern sich „um sein wahres Selbst“ kümmern zu können. 14 Diese Situation war nicht (einseitig) klienten-zentriert sondern dialogisch – personen-zentriert. Dieses Prinzip übernahm Rogers auch in die Therapie und in andere Kommunikations-Situationen und bezeichnete es „personen-zentriert“ 15, 16

Bedingungen  und Ziele entwicklungs-orientierter Kommunikation

Aus dieser Entwicklung des Roger’schen Ansatzes ist klar geworden, dass die Erlebniswelt des Klienten und des Beraters (Trainers, Therapeuten, …) im Zentrum steht.
Um diese innere Elebniswelt wirksam werden zu lassen, formulierte Rogers (notwendige und hinreichende) Bedingungen für entwicklungs-orientierte Kommunikation.17 Entwicklungs-orientierte Kommunikation meint, dass
  • (auch) mein Gesprächspartner offen von sich aus über eigenes Erleben spricht,
  • dabei lernt, sich selbst besser zu verstehen (‚Hilfe zur Selbst-Hilfe‘)
  • was wiederum die Möglichkeit eröffnet, eigene Verhaltensweisen oder sogar Einstellungen zu ändern und Problem-Lösungen zu finden.

„Wirksame Beratung besteht aus einer eindeutig strukturierten, gewährenden Beziehung, die es dem Klienten ermöglicht, zu einem Verständnis seiner selbst in einem Ausmaß zu gelangen, das ihn befähigt, aufgrund dieser neuen Orientierung positive Schritte zu unternehmen.“ 18

Spiegeln, das zentrale Instrument

Um diese Bedingungen und Ziele realisieren zu können, entwickelte Carl Rogers ein therapeutisches Instrument: das Spiegelung. Dabei versucht der Therapeut die Perspektive des Klienten einzunehmen, also die Welt aus seiner Sicht (empathisch) zu betrachten. Das so Verstandene spiegelt er dann in eigenen Worten zurück. Wichtig ist dabei, dass die Spiegelung nicht auf mechanische Wiedergabe („papageien-ähnliches Nachplappern“) reduziert wird. Die Qualität der Spiegelung zeigt sich in der darin ausgedrückten Empathie und Kongruenz / Authenizität. Gelingt diese Spiegelung, so fühlt sich der Klient verstanden und ist bereit, sich weiter zu öffnen. Der Therapeut kann wiederum tiefer in die Welt des Klienten eintauchen.19,20, 21

Grundhaltungen und Regeln für gelingende Gespräche

Ecce Homo („Siehe, der Mensch“) – Es gibt keinen Grund zur Verurteilung: Pontius Pilaturs stellt Jesus vor, weil er keinen Grund zur Verurteilung sieht. – Parallelen zum Menschenbild von Rogers. Bild von Jörg Breu, dem Älteren am Melker Altar, 1502

Gelingende Gespräche sind für Carl Rogers immer entwicklungs-orientierte, dem Klienten angepasste Gespräche. Die Grundhaltungen bzw. Regeln  für gelingende (entwicklungs-orientierte) Gespräche sind:22 23

  1. einfühlendes Verstehen (Empathie),
  2. Echtheit (Kongruenz, Authentizität)
  3. Bedingungslose (emotional-) ositive Wertschätzung
(1.) Einfühlendes Verstehen (Empathie) meint, die Perspektive, die Welt und die „Logik“ des Anderen verstehen und übernehmen zu können. Dazu ist notwendig:24
  • sich in den anderen hineinversetzen und seine Gefühle nachzuempfinden und
  • dem Anderen mitzuteilen, was man verstanden hat. Dies wird im personen-zentrierten Ansatz „Spiegeln“ genannt. 25
Auch aktuelle Studien, vor allem im Zusammenhang mit Spiegelneuronen bestätigen die Wichtigkeit empathischer Kompetenz bzw. empathischer Wirkung.26
(2) Echtheit (Kongruenz, Wahrhaftigkeit, Authentizität)
Mit Echtheit ist gemeint, dass der Gesprächs-Partner während des gesamten Gesprächs merken soll, dass ein Prozess abläuft, in dem beide Partner involviert sind. Der Andere ist primär als Mensch gefragt, nicht als Experte, Vorgesetzte, Lehrer … 27 In der Gesprächs-Siutation sollte man sich nicht hinter einer kühlen Experten-Fassade oder einer professionell distanzierten Grundhaltung / Rolle verstecken, sondern sich zeigen, wie man ist, als Mensch mit dem eigenen inneren Erleben, Gefühlen, Einstellungen. .
(3) bedingungslose (emotional-) positive Wertschätzung
Auch wenn der Gesprächspartner bzw. Klient viele Probleme, Schwierigkeiten, Eigenheiten aufweist hat er doch in der Kommunikation das Recht auf unbedingte Wertschätzung. Heute übersetzen das viele mit „professionelle Wertschätzung28Im therapeutischen Kontext gehört dazu die bedingungslose Akzeptanz der Äußerungen des Klienten ebenso dazu wie die Ermutigung zur eigenständigen Lösung der eigenen Konflikte.

Zentral für gute Kommunikation:
Förderung der persönlichen Entwicklung?

Rogers misst der persönlichen Entwicklung einen zentralen Stellenwert für Kommunikation zu. In Rogers Sprache ist dies die Erweiterung des Selbst-Konzepts. Für Kinder gilt das ganz besonders. Deshalb gibt Rogers den Eltern sieben Botschaften, die sie ihren Kindern (in ähnlicher Weise aber auch Lehrer an Schüler, Führungskräfte an Mitarbeiter, …) senden sollen. Sie fördern die  persönliche Entwicklung, unterstützen dabei, das Selbstkonzept erweitern.29. 30

7 Botschaften die Eltern ihren Kindern senden sollten:

  1. bedingungslose Liebe, / bedingungslose Akzeptanz der Person: das Kind lieben, wie es ist, den Erwachsenen als Person grundsätzlich akzeptieren. Die Zuwendung zum Anderen / zum Kind sollte nicht mit Bedingungen verknüpft werden („Ich liebe Dich, wenn Du …“) sondern: „Ich liebe Dich, Punkt“. „Deine Verhaltensweisen, Deine Gefühle, Deine Handlungen werden meine Liebe zu Dir nicht beeinträchtigen.§
  2. Wertschätzung: passende (z. B. altersentsprechende) Regeln mit Einbeziehen des Anderen, Berücksichtigung der  Bedürfnisse des Anderen, Partnerschaftlichkeit als Prinzip
  3. Zulassen von Gefühlen, auch negativen (z. B. Angst, Enttäuschung, Ärger, Trauer). Verbot des Ausdrucks dieser Gefühle beeinträchtigt das Selbstkonzept.
  4. Unterstützung und Anregung des Anderen, besonders  bei Kindern, Möglichkeit geben, Erfahrungen zu sammeln – verbunden mit Autonomie und Hilfe zur Selbsthilfe
  5. Ehrliches Interesse an der positiven Entwicklung des Anderen (Echtheit und Interesse)
  6. Autonomie zulassen, Spielräume geben, Unterstützung der freien Entfaltung, keine Überkontrolle/Zwang/Bevormundung
  7. Sicherheit, Geborgenheit, Zuverlässigkeit, der andere soll sich auf mich/uns verlassen können

Das humanistische Menschen-Bild von Carl Rogers

„Wenn ich Menschen nicht dazwischenfahre, passen sie auf sich selbst auf,
Wenn ich Menschen nicht befehle, verhalten sie sich von selbst richtig.
Wenn ich Menschen nicht predige, werden sie von selbst besser,
Wenn ich mich Menschen nicht aufdränge, werden sie sie selbst.“
31

Rogers ist Vertreter der Humanistischen Psychologie. Er geht daher von einem Menschen-Bild aus, in dessen Zentrum Selbstverwirklichung einerseits und Autonomie oder Selbststeuerung andererseits stehen:

„Das Individuum verfügt potentiell über unerhörte Möglichkeiten, um sich selbst zu begreifen und seine Selbstkonzepte, seine Grundeinstellung und sein selbstgesteuertes Verhalten zu verändern; dieses Potential kann erschlossen werden, wenn es gelingt, ein klar definiertes Klima förderlicher psychologischer Einstellungen herzustellen.“32

Psychische Störungen entstehen dementsprechend nach Meinung der Anhänger der Humanistischen Psychologie, wenn Umwelteinflüsse die Selbstentfaltung blockieren.33

Von den humanistischen Psychologen wurde eine „Magna Charta“ ausgearbeitet. die mit kleineren Abweichungen von den humanistischen Psychologen und Psychotherapeuten geteilt wird.34  35
  • Der Mensch ist mehr als die Summe seiner Teile. Er kann nicht auf seine Teile reduziert werden. (Nur ein ganzheitlicher Ansatz wird ihm gerecht)
  • Jeder Mensch lebt in einem einzigartigen Umfeld (Kontext).
  • Der Mensch hat ein Ich-Bewusstsein (Selbst-Bewusstsein) und ein das Bewusstsein über das soziale Umfeld.
  • Der Mensch hat Entscheidungsfreiheit und ist deshalb für seine Handlungen verantwortlich.
  • Menschen sind intentional (d. h. ziel-orientiert), haben ihre persönlichen Ziele und sind sich bewusst, ihre Zukunft beeinflussen zu können. Sie streben nach Sinn und Bedeutung und haben ihre eigene Kreativität.

Beispiele für zusätzliche Grundannahmen des humanistischenMenschen-Bildes sind:36

  • Der Mensch ist von Natur aus gut und konstruktiv. Psychische Störungen entstehen durch Umwelteinflüsse.
  • Der Mensch hat die Fähigkeit sich zu entwickeln, denn jedem Mensch ist ein Wachstumspotenzial zu eigen. Die Entwicklung erfolgt aufgrund des Selbstkonzeptes und der gemachten Erfahrungen
  • Der Mensch strebt nach Autonomie und Selbstverwirklichung.
  • Konflikte entstehen durch eine Inkongruenz (Nicht-Übereinstimmung) zwischen Selbstkonzept und den gemachten Erfahrungen
  • Akzeptanz, Empathie und Kongruenz (Authentizität) unterstützen die Selbstaktualisierungstendenz

Hintergründe zu Carl Rogers

Carl Rogers ist der Altvaters der (non-direktiven) klienten-zentrieren Gesprächstherapie bzw. des person-zentrierten 37  Ansatzes der Psychotherapie.38 Er wird auch als einer der Begründer der Humanistischen Psychologie gesehen.39  40 Rogers hatte zahlreiche Schüler, die eigene Ansätze aus seinem Werk weiterentwickelten, z. B. Thomas Gordon (Gordon-Modell, Win-win-Konfliktlösung, Familien-Konferenz) 41, Marshall Rosenberg (GfK – Gewaltfreie Kommunikation)42, Reinhard Tausch (Hamburger Verständlichkeits-Konzept, Mulitmodale klientenzentrierte Psychotherapie)43  44, Frank Farrelly (Provokative Therapie)45

Literaturhinweise / Links:

von und zu Carl Ransom Rogers:

Carl Ransom Rogers: On Becoming a Person: A Therapist’s View of Psychotherapy, Boston, New York: Houghton Mifflin Harcourt, 1995 (1 – 1954, c-1961), dt. Entwicklung der Persönlichkeit. Psychotherapie aus der Sicht eines Therapeuten. (Vorwort von Reinhard Tausch)  13. Auflage. Klett-Cotta, Stuttgart 2000 („Klassiker“)

Carl Ransom Rogers: A Way of Being, Boston, New York: Houghton Mifflin Harcourt, 1989, dt.: A way of being, Boston (Houghton Mifflin) 1980; Carl Ransom Rogers: Der neue Mensch, Stuttgart : Klett 1981 (eingeschränkter Text (engl.) bei amazon

Carl Ransom Rogers: Counseling and psychotherapy. Newer concepts in practice, Boston (Houghton Mifflin) 1942: dt.: Die nicht–direktive Beratung. Counseling and Psychotherapy. München (Kindler) 1972; Taschenbuchausgabe Frankfurt/M. (Fischer, Reihe „Geist und Psyche“ Nr. 42176) 1985

Carl Ransom Rogers: The Carl Rogers Reader, Boston, New York: Houghton Mifflin Harcourt, , 1989

Carl Ransom Rogers:The Therapeutic Relationship and Its Impact: A Study of Psychotherapy with Schizophrenics, 1967

Carl Ransom Rogers  Encuonter Groups, Harper & Row, 1973

Eine umfangreiche Rogers-Bibliographie (und Biografie) befindet sich in
Peter F. Schmid: Carl Rogers

Howard Kirschenbaum: On becoming Carl Rogers. Delacorte Press, 1979
James Bugental . The third force in psychology. Journal of Humanistic Psychology, 4(1), 1964, 19-26. doi:10.1177/002216786400400102 ; dt.: Die Dritte Kraft in der Psychologie, in: Sohns, Gerhard, Das amerikanische Programm der Humanistischen Psychologie. Die Reden Severins und Bugentals und ihre Beziehung zur europäischen geisteswissenschaftliche n Tradition, Bielefeld (Pfeffersche Buchhandlung) 1976 (beinhaltet die Magna Chara der Humanistischen Psychologie)
Röhner, Jessica / Schütz, Astrid: Psychologie der Kommunikation, Kap. 2: Klassische Kommunikationsmodelle, S. 19 ff. , 2.5: Regeln für gelingende Kommunikation nach Rogers, S.  28 f., Leseprobe dazu

Lern-Psychologie.de: Kommunikative Konfliktlösung

gespraechstherapie.de: Die Grundhaltungen der Personenzentrierten Gesprächsthe­rapie

Jürgen Straub (Hrsg.) Der sich selbst verwirklichende Mensch. Über den Humanismus der Humanistischen Psychologie.

Roy J. DeCarvalho: A History of the „Third Force“ in Psychology, in Journal of Humanistic Psychology 30(4):22-44 · September 1990

Irvin Yalom: Existenzielle Psychotherapie; Edition Humanistische Psychologie, Köln, 1989

Anna-Maria Skora: Das humanistische Menschenbild am Beispiel Carl Rogers, 2005

Andreas Kreuziger: Die Grundhaltungen der Personenzentrierten Gesprächstherapie. Aus: www.carlrogers.de. https://www.carlrogers.de/grundhaltungen-personenzentrierte-gespraechstherapie.html

 

Video zu Carl Rogers:

Christian Swertz: Rogers Orientierung. In youtube. https://www.youtube.com/watch?v=1f1Hzsj8rTE

 

zu Pacing and Leading

Richard Bandler, John Grinder: Metasprache und Psychotherapie. Die Struktur der Magie I. Junfermann, Paderborn 1981, (Meta-Modell und Konzept, Original 1975: The Structure of Magic. Band I)

Lim Joey, Rashad Yazdanifard: Can Neuro-Linguistic Programming (NLP) BeUsed As Contemporary andEffective Skill foranExceptional Manager inanOrganization? International Journal of Management, Accounting and Economics, Vol. 2, No. 5, May,2015

 

zur Provokativen Therapie

Frank Farrelly, Jeff Brandsma: Provokative Therapie. Springer, Heidelberg, 1986

Frank Farrelly, S. Matthews, (1983). Provokative Therapie. In Raymond J. Corsini (Hrsg.), Handbuch der Psychotherapie. Weinheim: Beltz.

Bernard Saper: (1987). Humor in psychotherapy: Is it good or bad for the client? Professional Psychology: Research and Practice, 18(4), 360-367. https://psycnet.apa.org/record/1988-20864-001 . doi: http://dx.doi.org/10.1037/0735-7028.18.4.360

o. A.: Provokative Therapie. In: Spektrum der Wissenschaft – Lexikon der Psychologie (Archiv).

Querverweise:

(To do: Bilder, Spiegelneuronen)

  1.   das gilt auch für Mitarbeiter, Selbständige, Lehrer, …
  2.   Carl Rogers 2012, S. 110, zitiert aus Pamela Emmerling: Ärztliche Kommunikation, S. 27
  3.   Rogers Ansatz ist gleichzeitig eine Therapie-, als auch Persönlichkeits- und Beziehungs-Theorie und insofern auch ein Kommunikations-Ansatz.
  4.   Vgl. Rogers, Die nicht direktive Beratung, Fischer, 1987 
  5.   aus  Peter F. Schmid: Carl Rogers, S. 6
  6.   Kirschenbaum Howard, On becoming Carl Rogers, New York, Delacorte, 1979, 113  zitiert aus Peter F. Schmid: Carl Rogers, S. 5
  7.   Tausch, R.: Gesprächspsychotherapie. Göttingen 1973, vgl. auch Magdalena Hahn-Ritzkat: Die Haltung des Beraters in der klientenzentrierten Beratung nach C. Rogers.   Tausch nannte das Spiegeln von Rogers „Verbalsierung emotionaler Erlebnisinhalte (VEE)  Vgl. Jobst Finke: Verbalisierung emotionaler Erlebnisinhalte
  8.   aus  Peter F. Schmid: Carl Rogers, S. 8
  9.   Eines der bedeutendsten Forschungsresultate war denn auch später, dass die Beurteilung der Beziehung in der Therapie durch den Klienten in viel höherem Maße mit dem Therapieerfolg korrelierte als die Beurteilung dieser Beziehung durch den Therapeuten .“ (Rogers/Gendlin/Kiesler/Truax 1967)  
  10.   auch: person-zentriert, vgl. Carl Rogers: Die Persona als Mittelpunkt der Wirklichkeit, Klett-Cotta 2005 
  11.   Vgl. auch Carl Rogers: Der neue Mensch: Stuttgart: Klett-Cotta, 8. Auflage, 2007 
  12.   Vgl. Rogers in Zusammenarbeit mit  Gendlin, Kiesler und Truax: in Zusammenarbeit mit Gendlin, Eugene T. / Kiesler, Donald J. / Truax, Charles B., The therapeutic relationship and its impact. A study of psychotherapy with schizophrenics. Madison (University ofWisconsin Press) 1967, vgl. auch neuere Studien dazu in: Alfred H. Stanton, John G. Gunderson et al.: Effects of Psychotherapy in Schizophrenia: I. Design and Implementation of a Controlled Study 
  13.   Rogers in Zusammenarbeit mit  Gendlin, Kiesler und Truax: in Zusammenarbeit mit Gendlin, Eugene T. / Kiesler, Donald J. / Truax, Charles B., The therapeutic relationship and its impact, zitiert aus Peter F. Schmid: Carl Rogers, S. 10 
  14.   Vgl. zum Konzept der Encounter-Gruppen: Carl RogersEncounter Groups, Harper & Row, 1973
  15. Vgl. Carl Ransom Rogers: Der neue Mensch   
  16.   „Bei seinem Engagement in solchen intensiven Kleingruppen, stellte sich heraus, dass die Gruppenleiter bald genauso persönlich angesprochen und damit als Personen gefordert waren wie andere Teilnehmer. Nicht zuletzt durch diese Gruppenarbeit wurde zunehmend die dialogische Situation von Beratung und Psychotherapie erkannt und neben der Person des Klienten mit seinem Erleben auch jene des Therapeuten und dessen Erleben als für die Therapie bedeutsam begriffen. Auch hier findet sich wieder das Thema der Überwindung von Einsamkeit:
    ‚Die einsame Person ist zutiefst davon überzeugt, dass man sie nicht mehr akzeptiert oder liebt, wenn ihr wahres Selbst bekannt wird. Es gehört zu den faszinierendsten Augenblicken im Leben einer Gruppe, wenn man sieht, wie diese Überzeugung langsam schwindet. Die Feststellung, dass eine ganze Gruppe von Leuten es viel einfacher findet, sich um das wahre Selbst statt um die äußere Fassade zu kümmern, ist nicht nur für die betreffende Person, sondern auch für die übrigen Gruppenmitglieder eine bewegende Erfahrung.“ (Rogers1961a, 120)
    „Die Fähigkeit, ein Risiko einzugehen, gehört zu den Dingen, die ich selbst in Encounter-Gruppen gelernt habe. (…) Und wenn ich nicht versuche, anders zu sein, als ich bin (…) , dann komme ich den Leuten viel näher. (…)   Ich genieße das Leben  deshalb viel mehr, wenn ich nicht defensiv bin.“ (Rogers 1961a, 119f)
    Seine Verwandten und Freunde sprachen von großen Veränderungen durch die Gruppenerfahrungen auch an ihm selbst: „Er zeigte viel mehr von sich selbst, wurde viel offener über sein Bedürfnisse nach Zuneigung und danach, selbst viel  herzlicher zu sein.“ (Howard Kirschenbaum: On becoming Carl Rogers. Delacorte Press, 1979, S. 495)   
  17.   Rogers formulierte diese Bedingungen vorerst für therapeutische Beziehungen, später verallgemeinerte er sie, aber im Prinzip gelten sie für jede Kommunikation, in der Beziehungen eine Rolle spielen, vor allem auch in Arbeitsbeziehungen.  
  18.   Carl Rogers, Zitat aus Hannah Spitzlei und Sabine Ruppenthal: Kommunikations-Modelle
  19.   Zur Methode der Spiegelung vgl. z. B.  Andreas Kreuziger: Die Grundhaltungen der Personenzentrierten Gesprächstherapie.
  20.   Diese Form der Spiegelung von Carl Rogers wurde später auch „symmetrische Spiegelung“ genannt im Gegensatz zur antisymmetrischen Spiegelung, wie sie in der ‚Provokativen Therapie‚ von Frank Farrelly, einem Schüler von Rogers verwendet wird. Im Zentrum steht in diesem Ansatz die humorvolle Provokation,  bei der dem Klienten ein Spiegel vorgehalten wird. Der Therapeut persifliert die Verhaltensweisen und Aussagen des Klienten so, dass dieser seine Muster erkennt und darüber lachen muss. Vgl. dazu Frank Farrelly, Jeff Brandsma: Provokative Therapie.Frank Farrelly, S. Matthews, (1983). Provokative Therapie. In Raymond J. Corsini (Hrsg.), Handbuch der Psychotherapie. Bernard Saper: (1987). Humor in psychotherapy, o. A.: Provokative Therapie. 
  21.   Die Methode des „Pacing and Leading“ Im Nurolinguistischen Programmieren (NLP) verwendet dieses Spiegeln, um ‚Rappport‘ (Beziehung, Kontakt) herzustellen und bezeichnet dies als „Pacing“ (Schritt halten). Vgl. z. B. Richard Bandler, John Grinder: Metasprache und Psychotherapie, Lim Joey, Rashad Yazdanifard: Can Neuro-Linguistic Programming 
  22.   Vgl. z. B. Röhner, Jessica / Schütz, Astrid: Psychologie der Kommunikation,  Pamela Emmerling: Ärztliche Kommunikation, S. 28 f., gespraechstherapie.de: Die Grundhaltungen der Personenzentrierten Gesprächsthe­rapie 
  23.   Diese Regeln für gelingende Gespräche werden auch als „therapeutische Grundhaltungen“ bezeichnet sind aber auch allgemeine Grundhaltungen für Kommunikation 
  24.   „Wie kann es einer Person gelingen, sich in einer bestimmten Situation in ihr Gegenüber hineinzuversetzen und es besser zu verstehen? Einige Möglichkeiten, wie diese Perspektiven-Übernahme realisiert werden kann, hat Carl Rogers (1991) in seinen Regeln der klientenzentrierten Gesprächstherapie beschrieben. Diese wurden primär für die professionelle Beratung und Therapie entwickelt, können allerdings auch in anderen sozialen Beziehungen angewendet werden.“  Röhner, Jessica / Schütz, Astrid: Psychologie der Kommunikation, S. 28  
  25.   Die Technik des Spiegelns wurde oft missverstanden  – als bloßes, mechanisches Wiederholen des vom Klienten / vom Anderen Gesagten. Richtig angewendet ist Spiegeln wesentlich komplexer und nicht nur eine Technik sondern auch verbunden mit einer dahinterstehenden Einstellung. Sie versucht, die Perspektive des Gegenübers einzunehmen, sich in seine Situation einzufühlen und sie zu verstehen. Zurückgemeldet werden nicht nur die Inhalte sondern auch die wahrgenommenen Gefühle und Bedürfnisse. Zudem sollte sie als Frage formuliert oder mit einer Frage beendet werden („Habe ich das richtig verstanden?“). Vgl. zum Spiegeln z. B. carlrogers.de: Die Grundhaltungen der Personenzentrierten Gesprächsthe­rapie, Elisabeth Pooth: Checkliste 9 – Kommunikation.Frank Wartenweiler: Spiegeln in der Kommunikation. Symmetrisch und antisymmetrisch. Peter Pantucek: Techniken der Gesprächsführung. (Skriptum). kiga heute:Personenzentrierte Gesprächsführung (C. Rogers), resourcesofchange:Was ist eigentlich Klientenzentrierte Gesprächsführung?  
  26.   „Die Grundannahmen Rogers über erfolgreiche Kommunikation basieren auf seinen therapeutischen Erfahrungen sowie seinen damals bahnbrechenden systematischen und auf Audioaufnahmen basierenden Therapiestudien.Damals beobachtete Rogers erstmals die Bedeutung der Beziehungsgestaltung in Form der postulierten Therapeutenvariablen für den Therapieerfolg (Rogers 1961).
    Auch die heutige Psychotherapieforschung belegt die Bedeutung der therapeutischen Beziehung. In eine ähnliche Richtung geht eine neuere Studie, die die Relevanz von subjektiven gegenüber objektiven Variablen aufzeigt: Es zeigte sich, dass behandelte Personen eine Therapie stärker nach der Kommunikationskompetenz des Therapeuten bzw. der Therapeutin beurteilten und danach, ob er oder sie auf ihre Bedürfnisse einging, als nach dem objektiv messbaren Therapieerfolg (Dehn – Hindenberg 2007). Aktuelle Forschung zur Bedeutung sogenannter Spiegelneuronen, die beispielsweise auf Bewegungen eines Gegenübers reagieren, liefert hier neue Impulse, zumal die Bedeutung dieser Neuronen auch im Hinblick darauf diskutiert wird, sich in InteraktionspartnerInnen hineinzuversetzen und deren Intentionen zu verstehen (Rizzolatti 2008). Offensichtlich müssen Spiegelneuronen frühzeitig beispielsweise durch erlebte Zuwendung angeregt werden und bewirken u.a. das  Zeigen unbewusster Imitation. Bei Säuglingen und Kleinkindern ist dieses Verhalten noch stark ausgeprägt – und kann als intuitives Herstellen von Beziehungen gelten (Bauer 2005). “  aus: Röhner, Jessica / Schütz, Astrid: Psychologie der Kommunikation, S. 28  
  27.   vgl. z. B. Pamela Emmerling: Ärztliche Kommunikation, S. 28  
  28.   vgl. z. B. Pamela Emmerling: Ärztliche Kommunikation, S. 28 : „Wenn das Verhalten des Patienten Anlass zur Sorge oder Ärger gibt, steht ihm als Persönlichkeit das Recht auf professionelle Wertschätzung zu. So wird es beiden Seiten ermöglicht, den Therapievelruaf zu optimieren.  
  29.   Rogers, Carl R.: Eine Theorie der Psychotherapie, der Persönlichkeit und der zwischenmenschlichen Beziehungen. Ernst Reinhardt Verlag, München 2009, S. 79 ff. Vgl. auch Sandy Brämer-Nadim: Die Bedeutung der frühen Botschaften an unser Selbstkonzept, lisajoelle: Botschaften der Eltern   
  30.   Rogers hat seine Formulierung auf die Beziehung Eltern – Kind bezogen. Hier sind sie allgemein formuliert
  31.   Rogers Lieblingsspruch (Quelle Lao-Tse), der seine Grundüberzeugungen wiedergibt. enthalten in Rogers, C. / Rosenberg, R.: Die Person als Mittelpunkt der Wirklichkeit 1980; Seite 196, zitiert aus  Andreas Kreuziger: Die humanistischen Wurzeln und die Einflüsse auf Rogers 
  32.   Jürg Stadelmann (1998), Führung unter Belastung, Huber, Frauenfeld 
  33.   Hans-Werner Gessmann:   Humanistisches Psychodrama Band 1. . Verlag des Psychotherapeutischen Instituts Bergerhausen, Duisburg, 1994
  34.   „In ihrer „Magna Charta“ (Bugental 1964, 23) betont die Humanistische Psychologie unter anderem, dass der Mensch mehr als die Summe seiner Bestandteile ist – ihm also nur ein ganzheitlicher Ansatz gerecht wird, dass er grundsätzlich in humanen Bezügen steht, bewusst lebt, Wahlfreiheit hat und sein Leben auf Ziele hin ausrichtet. Die Erfahrung gilt als die wesentlichste Erkenntnisquelle; eine phänomenologische Betrachtungsweise steht im Vordergrund. Das Erleben stellt für die Humanistische Psychologie das Zentrum einer Wissenschaft vom Menschen dar, den unter anderen Qualitäten wie Freiheit, Wertsetzung, Kreativität, Verlangen nach Authentizität und die innewohnende Tendenz, sein Potenzial konstruktiv zu aktualisieren, auszeichnen. Das Streben nach konstruktiver Verwirklichung der eigenen Möglichkeiten bzw. Ressourcen (Aktualisierungstendenz) wird als zentral angesehen. Der Fokus ist auf das Gesunde, nicht auf die Pathologie gerichtet.“ Peter F. Schmid: Carl Rogers 
  35.   Im Original lautet die Magna Charta der Humanistischen Psychologie (James Bugental . The third force in psychology, S. 23)
    (1) Human beings, as human, supersede the sum of their parts. They cannot be reduced to components.
    (2) Human beings have their existence in a uniquely human context, as well as in a cosmic ecology.
    (3) Human beings are aware and are aware of being aware – i.e., they are conscious. Human consciousness always includes an awareness of oneself in the context of other people.
    (4) Human beings have the ability to make choices and therefore have responsibility.
    (5) Human beings are intentional, aim at goals, are aware that they cause future events, and seek meaning, value, and creativity. 
  36.   Vgl. z. B. Irvin Yalom: Existenzielle Psychotherapie; Edition Humanistische Psychologie, Köln, 1989, Anna-Maria Skora: Das humanistische Menschen-Bild am Beispiel Carl Rogers, 2005 
  37.   auch als personen-zentrierter Ansatz bezeichnet, vgl. z. B. gespraechstherapie.de: Die Grundhaltungen der Personenzentrierten Gesprächsthe­rapie  
  38.   Die Bewegung dahiner wird auch „human potential movement“ genannt. vgl. Carl Ransom Rogers: A Way of Being   
  39.   Die Humanistische Psychologie wird als „Dritte Kraft“ der Psychologie nach der Tiefen-Psychologie und dem Behaviorismus gesehen. Vgl. Peter F. Schmid: Carl Rogers, S. 5  
  40.   Zum Menschen-Bild und den Werten der Humanistischen Psychologie vgl. die „Magna Charta“ in Bugental 1964, S. 23 
  41.   Vgl. den Beitrag „Win-win-Kommunikation
  42.   Vgl. den Beitrag „Kommunikations-Fehler in Konflikten“
  43.   Vgl.  InghLanger, Friedemann Schulz von Thun, Reinhard Tausch: Sich verständlich ausdrücken. 10. Auflage. Ernst Reinhard, München/Basel 2015
  44.   Vgl. Anne-Marie Tausch, Reinhard Tausch: Wege zu uns und anderen: Menschen suchen sich selbst zu verstehen und anderen offener zu begegnen. Rowohlt:  Reinbek 2017 (Originaltitel: Wege zu uns. 1983.) 
  45.   Vgl. Farrelly, F. & Matthews, S. (1983). Provokative Therapie. In R. J. Corsini (Hrsg.), Handbuch der Psychotherapie. Weinheim: Beltz. 

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