Führungsherausforderung: Persönlichkeit, Persönlichkeits-Entwicklung, Selbst-Management

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Eine wichtige und ständige Herausforderung jeder Führungskraft ist die Auseinandersetzung mit und Weiterentwicklung der eigenen Person / Persönlichkeit (Persönlichkeits-Entwicklung, Selbst-Entwicklung) sowie  der Abstimmung aller Lebensbereiche incl. Zeit für Familie und Freunden, Zeit für mich selbst, …

Beispiele für konkrete Herausforderungen in diesem Bereich sind:

Selbstbild – Fremdbild, Persönlichkeitsdiagnose

Das wichtigste Führungs-Instrument für die Führungskraft ist aus meiner Sicht die eigene Persönlichkeit. Mit ihr kann die Führungskraft mehr bewirken als mit allen Management-Techniken und seien sie noch so gut. Wenn der Persönlichkeit der Führungskraft nicht vertraut wird, wirken alle anderen Instrumente nur beschränkt oder wirken sogar in die negativ Richtung. Deshalb ist es Aufgabe jeder Führungskraft sein Persönlichkeit zu kennen (Persönlichkeits-Diagnose) und weiter zu entwickeln (Selbstdiagnose )und das so gewonnen Selbstbild mit dem Fremdbild abzustimmen (Rückmeldungen einzuholen).

inadequates Führungsbild

Neben dem Selbstbild ist auch die Entwicklung meines Führungsbilds wichtig: Was verstehe ich unter Führung? Was ist mir als Führungskraft wichtig? Was sind meine Führungs-Stärken? Was sind meine Lernfelder als Führungskraft usw. Ein Führungs-Leitbild mit den zugehörigen persönlichen Werten zu entwickeln, ist für jede Führungskraft eine nützliche Aktivität. Dazu gehört auch mein Selbstverständnis als Führungskraft, wie zentral bei mir die Führungsrolle ist und wieveile Zeit ich für einzelne Bereich von Führungsaufgaben reservieren möchte.

Selbstwert-Gefühl, Ich-Stärke

Mit Führung sind Situationen verbunden, die eine starke Persönlichkeit brauchen. Es sind Veränderungen durchzuführen, Krisen zu bestehen, schwierige Gespräche zu führen, usw. Führungskraft / Management ist kein Schönwetterberuf. Daher ist es auch meine Aufgabe mein Selbstwert-Gefühl und meine Ich-Stärke aufzubauen (durch Selbst-Entwicklung, Selbst-Erfahrung, bewusstes Verlassen von Komfort-Zonen usw.)

Problematische Einstellungen

Einstellungen wirken meist unbewusst, sind oft innere Botschaften, die wir von der Familie, von Eltern und anderen Autoriätspersonen der Kindheit und späterer Lebensphasen übernommen haben (‚Eltern-Botschaften‚). Sie entsprechen oft nicht den (gewünschten) Selbst-Botschaften. So streben manche nach übertriebener Perfektion, einem übertriebenen Kontrollstreben, danach, von anderen Liebe und Zugehörigkeit zu bekommen usw. Das sind Einstellungen, die uns den Führungsalltag sehr schwer machen können.

schlechtes Selbstmanagement

Nicht wenige Führungskräft haben auch mit einem schlechten Selbstmanagement zu kämpfen. Das beginnt, dass sie mit ihrer Zeit nicht sorgsam umgehen (Zeit-Management), die Prioritäten falsch setzen (Prioritäten-Management), die Erfahrungen der Vergangenheit nicht als Lernchance nutzen (Vergangenheits-Management), sich nicht die Zeit nehmen, in die nähere und weitere Zukunft zu blicken (Zukunfts-Management), um Zeit-Strömungen wahrzunehmen, zu planen und sich auf zukünftige Herausforderungen rechtzeitig vorzubereiten usw.

zu geringe Selbstreflexion

Zur Anregung des persönlichen Wachstums und der Entwicklung als Führungskraft gehört auch ein ausreichendes Maß an regelmäßige Selbstreflexion: Ein Nachdenken über die eigene Person und mein Erleben als Führungskraft: Was hat sich äußerlich getan und was habe ich dabei innerlich erlebt? Habe ich in schwierigen Situationen richtig gehandelt? Welche Gefühle kommen bei mir regelmäßig hoch und woher kommt das? Welche Schwierigkeiten, die ich erlebe verursache ich selbst? Was sind meine Anteile an Konflikten? …

Ein Führungs-Tagebuch kann ein wertvolles Instrument für Selbstreflexion sein.

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