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Der Film

Am Anfang wirbt Alexander sehr charmant um Leonie

Merkmale des Films:

  • Kein Film für schwache Nerven. Ein Film, der zeigt, wie eine anfangs liebevolle, romantische Beziehung völlig aus den Fugen gerät und mortal endet.
  • Ein Film, der zeigt, wie Gewalt, die man in seiner Ursprungs-Familie erfahren hat, in der Gegenwarts-Familie fortgesetzt wird.
  • Ein Film, der zeigt, wie brutal die Identifikation mit dem Aggressor unbewusst wirken kann.
  • Ein Film, der zeigt, dass eine äußerlich nur schwach erkennbare Persönlichkeits-Störung (eigentlich ein Persönlichkeits-Stil) sich verstärkt und krankhaft werden kann – und wie Persönlichkeits-Störungen eine extreme Familien-Dynamik (hin zu einer dysfunktionalen Familie) entwickeln kann
  • Ein Film, der zeigt, dass schnelle Bewertungen in die Irre führen – dass das Außen-Bild einer Familie stark vom Innen-Bild abweichen kann.

Der Film kann helfen, persönliche Entwicklungen anzuregen, vor allem

  • eigene beziehungs-schädigende Verhaltens-Tendenzen zu erkennen und zu ändern
  • destruktive Verhaltens-Muster des Partners anzusprechen Veränderungen anzuregen
  • destruktive Beziehungen als solche zu erkennen und wenn nötig, den Mut zu haben, auszusteigen
  • die eigene Autonomie nicht (völlig) abzugeben, handlungsfähig zu bleiben
  • wenn notwendig, Hilfe zu suchen (insbes. in gewalttätigen Beziehungen) und anzunehmen

Der Plot

Später wird die Beziehung gewalttätig

Der Film beginnt mit einem Mord in der Familie. Es wird der anschließende Prozess bis zum Richterspruch und – in Rückblenden – die 8 Jahre davor, die Dauer einer Beziehung und die Beziehungs- bzw. Familiendynamik erzählt.

Am Anfang ist Alexander so ziemlich alles, was die meisten Frauen sich wünschen. Gutaussehend, selbstbewusst, galant, großzügig, beruflich engagiert und erfolgreich. Charmant und witzig. Intelligent und wohlhabend. So einer soll seine Frau gewürgt, in den Bauch getreten, als „Nutte“ beschimpft, niedergeschlagen und mit dem Tod bedroht haben? Den Ermittlern, die von Leonie in den vormals blitzsauberen Wohlstandskäfig gerufen werden, bietet sich ein grauenvolles Bild.

Die Küche sieht aus wie ein Schlachtfeld. In ihrer Mitte der tote Ehemann, mit der Tranchiergabel im Körper. In einem Zimmer versteckt sich Leonies Sohn … Sie habe aus Notwehr gehandelt, sagt die Frau. Alexander habe sie erdrosseln wollen, weil die Küche nicht aufgeräumt gewesen sei.
In der U-Haft wirkt sie teilnahmslos und kooperiert kaum mit der unerfahrenen Pflichtverteidigerin (Alina Levshin). Zeugen treten auf, die sie belasten. Psychisch instabil sei sie gewesen. Woher man das wisse? Von Alexander. Er sei besorgt gewesen, unerreicht in seiner Fürsorglichkeit. Entlastungszeugen gibt es nicht. Leonie hat alle Kontakte längst abgebrochen. Die Pflichtverteidigerin aber lässt nicht locker. Sie will das System von Isolierung, Entwertung und Demütigung enthüllen, das dem Ehemann Kontrolle und Macht über sein Opfer gab.“ 1 2

Zusammenfassung: Von der Fürsorge zur Tyrannei
Leonie vor Gericht: Hat sie ihren Mann ermordet oder war es Notwehr?

Die Liebe. Lösung aller Probleme, Anfang aller Katastrophen. In der Beziehung von Leonie und Alexander entfaltet die Liebe ihr ganzes positives und negatives Potenzial. Er wirbt mit lustigen Einfällen um die alleinerziehende Mutter, sie streichelt seine Narben, die ihm einst sein gewalttätiger Vater zugefügt hat. Wie viel Kraft man aufzubringen vermag, wenn man den anderen damit glücklich machen kann!

Daran glaubt Leonie auch noch, als Alexanders Fürsorge längst in Tyrannei gekippt ist, als sich seine Zärtlichkeiten in Schläge verwandeln. In dem Mann tobt ein Gewaltmonster; selbst, als ihr Körper schon mit Blutergüssen übersät ist, denkt Leonie noch, dass sie die einzige ist, die dieses Monster zähmen kann.

Dass der Plan selbstverständlich nicht aufgeht, erfährt der Zuschauer gleich am Anfang des TV-Dramas…. Da liegt Alexander mit Stichwunden in Hals und Bauch am Küchenschrank, die Augen todesstarr geöffnet. Die weißen Kacheln sind voller Blutspritzer, Leonies Gesicht ist ebenfalls rot gesprenkelt. Später sagt sie zu ihrer Anwältin: „Ich wollte ihn nicht umbringen, ich liebe ihn.3

 

Die Interpretation

Die Beziehungsdynamik von liebevoller Nähe zur Gewalt, von Streicheln über Drohen zum Zuschlagen

„Der Film „… ist die Anatomie einer langjährigen Misshandlung, kühl komponiert, retrospektiv erzählt, in Ellipsen [Auslassungen, Raffungen, Kürzungen, Cuts] montiert. Den Rahmen bildet die Gerichtsverhandlung, bei der darüber entschieden wird, ob die Tat Totschlag oder Notwehr war.

Der Zuschauer sieht die zentralen Szenen in der Beziehung;

  • die unglaubliche Nähe am Anfang,
  • die Momente der Verstörung in der Mitte,
  • die immer wieder jäh ausbrechende Gewalt am Ende.
  • Trotz Aussparungen ist der Zuschauer mittendrin in dieser fatalen Liebesallianz.

Streicheln, drohen, zuschlagen

Was auch an den beiden Hauptdarstellern liegt …, [sie] waren vielleicht noch nie so gut wie in diesem Themenfilm, der trotz analytischen Blicks Raum für Empathie und Überwältigung lässt.

… Alexander strahlt am Anfang Wärme und Verletzlichkeit aus, doch das Destruktive scheint die ganze Zeit in ihm zu schlummern. Er muss zerstören; wenn nicht sich selbst, dann die, die ihm am nächsten sind. Liebesbekenntnis oder Morddrohung, irgendwann klingt das ähnlich. (Alexander / ) Mittermeier spricht Monströses aus, als lese er die Einkaufsliste vor. Wie nebenbei sagt sein Alexander zum Beispiel: „Abhauen lasse ich dich nicht mehr. Vorher bringe ich uns alle um.“ Dann nimmt Alexander seine Frau in die Arme.

… (Leonie sucht) die Rettung in der Unterwerfung. Tritte in den Magen, Hände an der Kehle, Stöße gegen die Wand: Im Würgegriff von Alexanders pervertierter Liebe sieht sie eben nicht den Würgegriff, sondern vor allem die Liebe. Die große Leistung Wolls (Darstellerin von Leonie) ist es, dass ihre anfänglich so lebenskluge Single-Mom mit eigener Schmuckwerkstatt zu keinem Moment als Dummchen rüberkommt; hier ist eine starke Frau, die in wenigen Schritten die Grenze von der Hingabe zur Selbstaufgabe überschreitet. Auf einmal ist sie gefangen in dem geschmackvollen Luxuseigenheim, das ihr der erfolgreiche Arzt Alexander errichtet hat.“3

Wie konnte es dazu kommen?

Es ist eine Mischung aus mehreren psychischen und sozialen Faktoren:5

  • zu viel Anpassung, um der Harmonie willen
  • lähmende Angst gegenüber Gewalt; Angst um ihren Sohn; Selbstopfer, um das Kind zu schützen.
  • Gefühl, sich nicht mehr bewegen zu können, „gelähmt“
  • Gefühl, ich bin selbst (mit-)verantwortlich, Gefühl, ich mache selbst alles falsch
  • Hoffnung, dass alles besser wird, „ich bin die Einzige, die ihm helfen kann“
  • (falsches) Verständnis für den Peiniger: hatte schwere Kindheit, wurde vom Vater Misshandelt, Mutter sah zu.
  • Scham gegenüber Außenstehenden
  • dem Täter gelingt es, ein geschlossenes System zu erzeugen
  • durch all diese Faktoren: zerstörtes Selbstwertgefühl, Ohnmachts-Gefühl
  • „Täter-Opfer-Psychologie: lieber schweigen und alles ertragen, als auszubrechen“
Der Einfluss der Persönlichkeits-Stile und Störungen

Was trugen die Persönlichkeits-Strukuren zur Familien-Dynamik bei.

Alexander zeigt anfangs sehr positive, liebenswerte Persönlichkeits-Merkmale: charmant, aufmerksam, liebevoll, … Allerdings zeigen sich auch in der positiven Phase schon kleine Ecken und Kanten, die man liebenswert finden kann, die sich aber durch Verstärkung zum Negativen entwickeln. Z. B. liebt Alexander kleine Überraschungen, die die Struktur: Zuerst eine kleine Enttäuschung – löst sich in Freude, Liebe und Begeisterung / Bewunderung auf. (Tut desinteressiert – überreicht plötzlich einen Blumenstrauß, Kauft einen Ring angeblich für eine andere Frau – schenkt ihr dann den Ring, …). Dies sind jedoch auch erste Merkmale eines „sprunghaften Persönlichkeits-Stils“ mit intensiven zwischenmenschlichen Beziehungen aber schnell wechselnden Gefühlen (z. B. Ich liebe und verehre dich total – kurz darauf: ich bin total enttäuscht von dir – ich verachte dich).6 Verstärkt sich dieser Persönlichkeits-Stil, wo wird er zu einer Persönlichkeits-Störung, dem Borderline-Syndrom mit starken Abwertungen, Impusivität, Instabilität im affektiven Bereich, übermäßige Wut und Unfähigkeit, diese zu kontrollieren, …7

Demgegenüber zeigt Leonie entgegengesetzte Verhaltens– und Erlebens-Muster. Am Anfang zeigt sie als selbständige Unternehmerin der kleinen Goldschmiede mit einer sehr liebenswürdigen Ausstrahlung und großer Selbstsicherheit. Als sie dann nach der Hochzeit erfährt, dass ihr Sohn sich beim Kindermädchen beschwert hat, dass seine Mutter zu wenig Zeit für ihn hätte, beginnt ein Wechsel zu immer weniger Eigenständigkeit und Autonomie hin bis zur völligen Abhängigkeit und Verlust ihres Selbstwerts. Sie gibt ihr Geschäft auf, verkauft es und hilft mit dem Geld ihrem Mann, seine Praxis aufzubauen, akzeptiert seine Vorwürfe und versucht sich an seine Wünsche anzupassen, verzeiht seine ersten Schläge / „Ausrutscher“, lässt sich kontrollieren, welche Kleidung sie tragen soll, nimmt hin, dass er ihre Kreditkarte zerschneidet, ihr Auto verkauft, ihre Telefonate kontrolliert … Das schränkt ihren Handlungsspielraum ein, macht sie zu einer Gefangenen in ihrem^eigenen Haus. Ihr beziehungs-orientierter, „anhänglicher Persönlichkeit-Stil“ wandelt sich dadurch in die abhängige, dependente (harmonie-süchtige) Persönlichkeits-Störung, die gerne anderen helfen ohne sich selbst helfen zu lassen, ihre Ziele zugunsten der Ziele anderer vernachlässigen. Man sagt ihnen auch nach, dass sie oft bewusst Partner aussuchen, die sie schlecht behandeln, da sie hier in besonderer Art und Weise ihre sozialen Kompetenzen und ihre Liebes- und Leidens-Fähigkeit zeigen können. Klar ist, dass dieses Muster ihre Ich-Stärke einschränkt bzw. zerstört und sie handlungsunfähig macht. Auch in den ärgsten und destruktiven Beziehungs-Krisen glaubt sie immer noch, ihm helfen zu können, und zwar so, dass alles wieder gut wird.8 Andere glücklich machen zu wollen kann negative Beziehungs-Spiralen (Teufelskreise) verstärken.

Die Beziehung der beiden Protagonisten ist ein Beispiel für eine kollusive Beziehung, das ist eine Beziehung, die sich ergänzt („Gegensätze ziehen sich an“), aber die unentwickelten, gestörten, krankhaften Aspekte unberührt und unbearbeitet lässt und daher die Gefahr birgt, in eine negative Dynamik zu eskalieren.

Bezug zur Realität

„Bei Gewalt in der Ehe schweigen die Misshandelten und Gedemütigten meist und verlassen den Partner nur selten. Der Sat.1-Film „Die Ungehorsame“ zeigt eine Geschlagene, die sich wehrt.

Warum verlassen geschlagene, vergewaltigte und gedemütigte Frauen ihren Peiniger so selten? Ist es die Angst, die Scham? Oder das zerstörte Selbstwertgefühl, die Ohnmacht? Ist es ein Selbstopfer, um die Kinder zu schützen? Wie gelingt es den Tätern, das geschlossene System zu erzeugen, in dem ihre Partnerinnen lieber schweigen und alles ertragen, als auszubrechen? Jede vierte Frau in Deutschland, so die Statistik, wird Opfer häuslicher Gewalt. Die Täter finden sich in allen gesellschaftlichen Schichten. Nach außen bleiben sie meist unauffällig. Die von ihnen misshandelten Frauen könnten sie entlarven. Doch weder Frauenhäuser noch Opfertelefone können viel ausrichten gegen die Täter-Opfer-Psychologie, die gewalttätigen Beziehungen in der Regel zugrunde liegt.“ 1

Der Cast

  • D, 2015. Justizfilm, Drama. 92 Min.
  • Regie: Holger Haase. Drehbuch: Michael Helfrich.
  • .
  • Felicitas Woll: Leonie Keller, Protagonistin, ursprünglich Besitzerin eines Schmuckgeschäfts bzw. Goldschmiede, danach Mutter und Hausfrau
  • Marcus Mittermeier: Alexander Keller, Leonie’s Ehemann,  KardiologePersönlichkeits-Störung – Borderliner, gewalttätig, extrem eifersüchtig, als Kind selbst Opfer eines gewalttätigen Vaters (Identifikation mit dem Aggressor)
  • Matti Schmidt-Schaller: Jonas Keller, Leonie’s und Alexander’s Sohn.
  • Alina Levshin: Anna Gottwald,  Leonie’s Rechtsanwältin, jung, unerfahren, engagiert
  • Claudia Geisler-Bading: Hannah  Kirbach, Richterin, Vorurteile, will den Prozess schnell über die Bühne bringen
  • Hubertus Hartmann, Markus Weber, Staatsanwalt
  • Max Hopp: Dr. Stefan Bode. Alexander’s Freund

Entwicklungsthemen im Film

  • häusliche Gewalt, körperliche Gewalt, sexuelle Gewalt, psychische Gewalt, wirtschaftliche Gewalt
  • weibliche Opfer, Gewalt gegen Frauen
  • Kinder als indirekte Opfer
  • Persönlickeits-Störung
  • dysfunktionale Familie, dysfunktionale Beziehungen, dysfunktionale Beziehungs-Muster, Toxische Beziehung, gestörte Beziehung
  • Abhängigkeit in Beziehungen, Autonomie, emotionale Abhängigkeit, Co-Abhängigkeit
  • Borderline-Beziehung, emotionale Abhängigkeit – Borderline
  • Scham
  • Unterdrückung
  • Demütigung
  • Kontrolle des Partners, das Handy kontrollieren, Kontrollwahn, schizoaffektive Störungen (ICD-10, F25)
  • tödliches Ende
  • Sohn aus einer früheren Beziehung
  • Vorwürfe, Abwertungen, apokalyptische Reiter.
  • streicheln – drohen – schlagen
  • sexuelle Nötigung
  • Borderline Persönlichkeits-Störung (vgl. den Film: Blue Valentine)
  • Destruktivität
  • destruktive Liebes-Allianz
  • Persönlichkeits-Stil sprunghaft
  • Persönlichkeits-Stil anhänglich
  • Persönlichkeits-Störng dependent
  • Persönlichkeits-Störung Borderline
  • Machtverhältnisse in einer Beziehung

Querverweise

Links und Literatur

Film

Christian Buß: Meine Küche, mein Kerker. Der TV-Film „Die Ungehorsame“ mit Felicitas Woll und Marcus Mittermeier zeigt, wie Hingabe zum Horror mutiert. Ein Gewaltdrama. Aus: spiegel.de. 30. 3. 2015. https://www.spiegel.de/kultur/tv/die-ungehorsame-mit-felicitas-woll-auf-sat-1-meine-kueche-mein-kerker-a-1025291.html.

Heike Hupertz: Bis der Tod sie scheidet. Aus: faz.net. https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/der-fernsehfilm-die-ungehorsame-bei-sat-1-13514329.html.

o. A.: Häusliche Gewalt.  Aus: focus.de. https://www.focus.de/kultur/kino_tv/medien-haeusliche-gewalt-die-ungehorsame-mit-felicitas-woll_id_4580839.html.

Peter Schmieder: Totenstille beim Film „Die Ungehorsame“.  Aus: mainpost.de. https://www.mainpost.de/regional/hassberge/Totenstille-beim-Film-Die-Ungehorsame;art1726,9153271.

o. A.: Die Ungehorsame. Aus: fersehserien.de. https://www.fernsehserien.de/filme/die-ungehorsame.

o. A.: Die Ungehorsame. Aus: filmstarts.de. http://www.filmstarts.de/kritiken/235894/castcrew.html.

o. A.: Die Ungehorsame.  Aus: de.wikipedia.org. https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Ungehorsame.

o. A.:Die Ungehorsame.  Aus: sat1.at. https://www.sat1.at/film/film-made-by-sat-1/die-ungehorsame/inhalt.

 

Persönlichkeits-Stile – Persönlichkeits-Störung
  1.   Aus: Heike Hupertz: Bis der Tod sie scheidet
  2.   Alternativer Plot:

    Leonie ersticht ihren Mann Alexander in der Küche: War es Mord? Notwehr? Jetzt muss sie sich vor Gericht für ihre Tat verantworten. Ihre junge, engagierte Anwältin Anna Gottwald versucht herauszufinden, was wirklich in dieser Nacht passierte. Und so gibt Leonie zögerlich Details aus ihrem Eheleben preis:
    Wie glücklich sie war, als sie Alexander vor acht Jahren kennen und lieben gelernt hat. Ein attraktiver Mittvierziger, zärtlich, aufmerksam und ein großartiger Ersatzvater für ihren 14-jährigen Sohn Jonas.
    Alexanders immer häufiger werdende Vorwürfe, nicht perfekt genug zu sein, nimmt sich Leonie sehr zu Herzen. Auch als ihm das erste Mal die Hand ausrutscht, reagiert sie geschockt, nimmt aber die Schuld auf sich. Doch die Schläge werden immer häufiger und brutaler.
    Als Alexander eines Abends das Haus verlässt, wagt Leonie mit ihrem Sohn einen Fluchtversuch …  (Text: ATV II)“ – Aus:  o. A.: Die Ungehorsame. Aus: fersehserien.de. 

  3.   Christian Buß: Meine Küche, mein Kerker.   
  4.   Christian Buß: Meine Küche, mein Kerker.   
  5.   o. A.: Häusliche Gewalt.  Heike Hupertz: Bis der Tod sie scheidet.  
  6.   In diesem schnellen Wechsel von einem zum anderen Erlebnis-Pol zeigt sich auch eine geringe Ambivalenz- und Ambiguitäts-Toleranz.   
  7.   Vgl. dazu den Ansatz von  John OldhamLois B. Morris in: John OldhamLois B. MorrisIhr Persönlichkeits-Portrait. weitere Hinweise finden sich im Beitrag: Blue Valentine – Borderline trifft auf Abhängigkeit – Film-Interpretation.   
  8.   Vgl. auch dazu John OldhamLois B. MorrisIhr Persönlichkeits-Portrait. und die Hinweise finden sich im Beitrag: Blue Valentine – Borderline trifft auf Abhängigkeit – Film-Interpretation.   
  9.   Aus: Heike Hupertz: Bis der Tod sie scheidet

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