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Regeln für wirksames Führungsverhalten

Die 10 Gebote. Rembrandt: „Moses zerschmettert die Gesetzestafeln. 1659. Gemäldegalerie Berlin.

Folgende Regeln, Grundsätze, Gebote für Führungsverhalten besitzen weitgehende  und Akzeptanz.

Führen mit Zielen, Delegation, Qualifikation

Mitarbeiter über Ziele, Vereinbarungen, Standards führen und nicht über autoritäres Anweisen und Kontrollieren („command & control“).

Die Aufgaben fair und nach Stärken verteilen.

Aufgaben delegieren und dabei auch die Verantwortung übertragen. Freiräume gewähren – vor allem auch den Führungskräften, Selbständigkeit fördern.

 

Leiten und Begleiten

Führen durch Leiten und Begleiten (Balance).

Klarheit: Klar sagen was notwendig ist („Rahmen“) und was mir wichtig ist (Erwartungen).

Entscheidungen rechtzeitig und klar treffen.

Mitarbeiter für ihre Aufgaben (laufend) qualifizieren und weiterbilden – fachlich und persönlich.

Mitarbeiter begleiten, beraten, unterstützen, damit sie den Rahmen auch nutzen können.

Mitarbeiter als Menschen behandeln, nicht bloß als Funktionserfüller

 

Feedback, Kritik, Anerkennung, Fehler

Zeitnahes Feedback zu Mitarbeiter-Leistungen und Verhalten geben.

Bewusst und ernst gemeint Anerkennung geben („loben“), ohne zu übertreiben.

Abweichungen ansprechen, nichts einreißen lassen.

Kritik wertschätzend geben (Leistungen, Verhaltensweisen, Fehler werden kritisiert, die Person wird geschätzt).1

Emotionen (Ärger, Freude, …) äußern – ohne emotional zu werden – in ruhigem, sachlichem Klima. Laut werden, anschreien ist unprofessionell.

 

Information, Kommunikation, Beteiligung

Für die Mitarbeiter ‚immer‘ ansprechbar sein.

Mitarbeiter über alle wichtigen Belange informieren, sie auf dem Laufenden halten.

Kommunikation fördern, mit Mitarbeiter regelmäßig (echte) Gespräche führen, Zeit für Gespräche nehmen. Keine Monologe

Mitarbeiter an Entscheidungen beteiligen.

 

Schwierige Situationen, unterschiedliche Anliegen, Konflikte

Schwierige Situationen gelassen und professionell angehen.

Die Anliegen und Meinungen der Mitarbeiter ernst nehmen. Balance von Anforderungen und Bedürfnissen suchen.

Den Führungskräften echte Führung ermöglichen. Echte Führung fordern und fördern.

Den Führungskräften nicht von oben hineinregieren, kein Overruling.

Konflikte zulassen, akzeptieren („ist normal“), rechtzeitig ansprechen, konstruktiv und professionell bearbeiten.

Konflikte aushalten und managen, wenn sie sich nicht oder nicht sofort lösen lassen.

 

Team

Teamdenken und Teamwork fördern.

Team-Verhalten ist Arbeits-Verhalten.

Team-Ziele sind wichtig, aber jeder übernimmt Verantwortung für die eigene Leistung.

Es gibt Zeit für’s Team.

 

Die Führungskraft als Mensch

Vorbildfunktion:  Was ich von Anderen fordere auch selbst leben.

Authentisch führen: Eigene Werte und Persönlichkeit mit den Werten der Organisation (Firmen-Philosophie) in Einklang bringen (z. B. Gaming-Philosophie). Mit Werte-Differenzen konstruktiv und loyal umgehen.

Integrität: Zusagen einhalten, Handschlagqualität

Eigene Fehler eingestehen (ist Stärke!).

Balance zwischen Großzügigkeit und Perfektion finden.

Humor nicht vergessen, spielerischer Ernst, Lachen als Qualität.

 

Literatur und Links

Stephan von Oelhafen: Ratgeber Mitarbeiterführung: 15 Regeln für gutes Führungsverhalten. Aus: haustec.de. https://www.haustec.de/management/betriebsfuehrung/gute-zusammenarbeit-7-todsuenden-die-sie-als-chef-vermeiden-sollten

o. A.: Command and Control? Gibt’s das wirklich?  https://hr-pioneers.com/2018/11/command-and-control

Hermann Müller: Die 5 goldenen Regeln der Mitarbeiter-Führung. https://www.mplusco.de/die-5-goldenen-regeln-der-mitarbeiterfuehrung/

: Die zehn Gebote der Mitarbeiterführung. https://www.welt.de/print-welt/article584496/Die-zehn-Gebote-der-Mitarbeiterfuehrung.html

 

  1. Zur Kritik vgl. meine Beiträge: „Das Kritik-Gespräch“  und  Feedback, Rückmeldung geben ohne zu verletzen 

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