Karriere-Entwicklung von UnternehmerInnen

 

„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.“ Hermann Hesse1 Vom 2-dimensionalen Organigramm zum dreidimensionalen Karriere-Kegel von Edgar Schein[/caption]

Was sind typische Linien der beruflichen Entwicklung  von UnternehmerInnen? Wenn wir dem Doyen der Karriere-Forschung, Edgar Schein, folgen, dann beginnt diese Karriere (im Sinn von Laufbahn, von beruflichem Vorankommen) bereits in der frühen Jugend. Dies trifft ganz besonders auf Unternehmer-Kinder zu, die seit früher Jugend sehr aktiv mit dem Unternehmen verbunden sind.

Zum Verständnis der Entwicklungslinien ist das Karriere-Entwicklungs-Modell von Edgar Schein hilfreich.

Karriere-Entwicklungsmodell von Edgar Schein

horizontale, vertikale und zentripetale Bewegungen im Karriere-Kegel nach Edgar Schein

Schein fügt den 2 Dimensionen in den Entwicklungswegen eines Organigramms (horizontale und vertikale Entwicklung) eine dritte Dimension hinzu, die der Zentralität, er nennt die Bewegung zur oder von der Mitte „zentripetal“.

Die Bewegung (Dynamik) ist horizontal, wenn wir von einer Abteilung (z. B. Rechnungswesen) in eine andere (z. B. Controlling) wechseln.

Der Karriereweg ist vertikal, wenn wir hierarchisch aufsteigen, z. B. von einer MitarbeiterIn in der Buchhaltung zur LeiterIn der Buchhaltung, wenn wir aus dem Team heraus wachsen von der Mitarbeiterin zur Team-Leiterin

Der Weg ist zentripetal, wenn wir dem Machtzentrum der Organisation näher rücken. Weiter lesen…

  1.   Aus dem Gedicht „Stufen“ von Hermann Hesse.

    Voller Wortlaut des Gedichts:

    Stufen

    Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
    Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
    Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
    Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
    Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
    Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
    Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
    In andre, neue Bindungen zu geben.
    Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
    Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.
    Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
    An keinem wie an einer Heimat hängen,
    Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
    Er will uns Stuf‘ um Stufe heben, weiten.
    Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
    Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
    Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
    Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
    Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
    Uns neuen Räumen jung entgegensenden,
    Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden …
    Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!“

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Film-Flash: Im August in Osage County – Familien-Dynamik pur

„Life is very long“ T.S. Eliot1 Eine schwarze Familien-Tragikomödie mit Star-Besetzung, hervorragend gespielt (Meryl Streep, Julia Roberts, Ewan Mc Gregor, Chris Cooper, …) und bestens inszeniert von John Wells. Ein Muss für alle, die anspruchsvolle Filme mögen und / oder am Funktieren oder Nicht-Funktionieren von Familien-Systemen interessiert sind. Der Film…

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