Leiten und Begleiten – ein praxisorientiertes Balance-Modell der Führung

Unabhängig vom Führungsstil hat jede Führungskraft die Aufgabe, die Mitarbeitenden (MA) sowohl zu leiten als auch zu begleiten.

Symbolisch heißt leiten, vorauszugehen, das Team1 anzuführen, den richtigen Weg anzugeben, das Ziel anzusteuern.

Begleiten heißt symbolisch mitzugehen, das Team und die Teammitglieder zu begleiten und zu unterstützen, dass sie am Ziel ankommen, ihre Ziele erreichen.

Konkrete Tools und Aktionen zum Leiten sind u.a.

  • Ansagen tätigen
  • Aufgaben verteilen
  •  Stellenbeschreibungen verfassen
  • Aufträge erteilen
  • Befehle geben, Anweisungen erteilen, anschaffen, Anordnungen
  • Regeln der Zusammenarbeit erstellen
  • Abweichungen ansprechen
  • Ziele zuteilen
  • Arbeiten verteilen
  • einen Führungsrahmen erstellen und updaten
  • Dienstpläne erstellen
  • ev. Projekte zuteilen
  • Qualität von erzeugten Produkten und erbrachten Dienstleistungen kontrollieren
  • für Ergebnisse / Leistungen sorgen
  • ungenügende Leistung beanstanden
  • MA zu höherer Leistung anspornen
  • Abläufe regeln, den Workflow steuern
  • für eine Organisationsstruktur zu sorgen
  • für die Einhaltung von betrieblichen Regeln sorgen
  • sagen, was zu tun ist
  • erklären, wie etwas zu tun ist
  • Strategien entwickeln: Für das Team bzw. den eigenen Führungsbereich (organisatorische Einheit)

Konkrete Tools und Aktionen, bei denen Begleitung überwiegt, sind z. B.

  • das Team unterstützten
  • Mitarbeitende beraten, coachen
  • Mitarbeitenden hochwertiges Feedback zu geben (positives und negatives) im passenden Rahmen und mit passender Formulierung zu geben
  • dafür sorgen, dass Fehler zu Lernanlässen und Verbesserung der Strukturen führt
  • wenn möglich einzuspringen, wenn Not am Mann oder an der Frau ist (darf nicht überhand nehmen)
  • positive Beziehungen aufbauen
  • für ein positives Klima zu sorgen

 

Pflichten

  • für Sicherheit sorgen
  • für den passenden Workload sorgen
  • Staffing: das Team mit ausreichend vielen und ausreichend ausgebildeten Team-Mitgliedern besetzen
  • Bedingungen zu schaffen, die es dem Team ermöglicht, gute Leistungen zu erbringen
  • Seite an Seite mit Teammitgliedern schwierige Situationen bewältigen
  • Für fachlich, zwischenmenschliche und persönlich Weiterentwicklung des Teams zu sorgen
  • Das Team „hierarchisch nach oben“ zu vertreten
  • negative Einflüsse von außen zu minimieren („abschirmen“)
  1. wenn von „Team“ die Rede ist, so sind hier immer sowohl das Team insgesamt, als auch die einzelnen Teammitglieder*innen gemeint.

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